Was bedeutet ‚Motivation‘?

„Wenn ein Mensch keinen Grund hat, etwas zu tun, so hat er einen Grund es nicht zu tun.“

Walter Scott, Schriftsteller (1771-1832)

Motivation. Ein spannendes Wort. Es wird sehr gerne damit um sich geworfen, ich selbst nutze das auch wahnsinnig gerne. Aber was bedeutet dieses Wort? Was bedeutet es für dich? Was ist deine Motivation morgens das Bett zu verlassen?

Wenn man „Motivation“ im Duden nachschlägt, kommt da die Definition: „Gesamtheit der Beweggründe, Einflüsse, die eine Entscheidung, Handlung o. Ä. beeinflussen, zu einer Handlungsweise anregen“. Macht Sinn. Etwas trocken formuliert, aber versteht man. Steckt ja auch das Wort „Motiv“ drin. Noch so ein spannendes Wort, wird vor allem sehr vielseitig in der deutschen Sprache eingesetzt.

Neben der Definition aus dem Lexikon, finde ich es sehr wichtig, dass jeder seine ganz eigene Definition davon findet. So individuell wie wir Menschen sind, so individuell sind auch unsere ‚Beweggründe‘ etwas zu tun oder eben nicht.

Da sich mit der Thematik so einige Artikel füllen lassen, möchte ich heute auf die verschiedenen Quellen der Motivation hinaus. Ich möchte dir einen Einblick geben woher ich meine Motivation ziehe, besonders in den Phasen, in denen es mir nicht so gut geht. Es gibt unzählige Wege sich selbst zu motivieren oder sich von anderen motivieren zu lassen. Da gibt es übrigens noch wichtige Fachwörter, die möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten. Vielleicht kennst du sie auch schon.

Da gibt es einmal die ‚extrinsische Motivation‘. Die kennst du sehr gut: aus der Schule! Die Lehrer die einem erzählen wollen, dass es ganz wichtig ist dieses oder jenes zu wissen und für die Klausur muss dies und das gelernt werden. Warum hast du das dann gelernt? Für den Lehrer? Für deine Eltern? Für die gute Note? Oder für dich?

Aha. Ich vermute du merkst, um was es sich bei der extrinsischen Motivation handelt. Versteh mich bitte nicht falsch, dieser Weg ist nicht grundsätzlich schlecht! Dazu komme ich noch. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass du dieses Gefühl besser kennst.

Ich kenne es sehr gut, da ich mich unfassbar gequält habe in der Schule. Ich konnte mit den meisten Fächern nichts anfangen. Mathe, Englisch, Physik, Chemie…jo ich hab mich halt hingesetzt und versucht mir diesen Stoff in die Birne zu knallen, um bei der Klausur nicht total zu verkacken. Tolle Motivation oder? Es fiel mir dementsprechend sehr schwer, diesen Stoff zu behalten. Aber wenn es um Fächer ging für die ich gebrannt habe, die mich interessiert oder fasziniert haben oder wo es tatsächlich mal einen Lehrer gab, der mich für das Fach begeistert und inspiriert hat…da lernte sich alles so viel einfacher und entspannter. Das Phänomen wirst du auch kennen.

Es nennt sich ‚intrinsische Motivation‘. Etwas von sich aus zu tun. Es von sich aus gerne zu lernen, weil es einen interessiert. Komisch das der Großteil der Jugendlichen, dass als etwas besonderes empfindet in der Schule. Zu dem Thema kann ich euch nur wärmstes Gerald Hüther empfehlen!

Ich habe bereits oben gesagt, das nicht das eine schlechter als das andere ist. Beide Wege sind wichtig und wertvoll, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Sie ergänzen sich auf gewisse Art und Weise. Ein Beispiel:

Der Grund für meine Faszination für das Fach Geschichte lag anfangs nicht in mir. Ich wurde von meiner damaligen Lehrerin innerlich angezündet für das Fach. Sie schaffte es bei mir eine Begeisterung dafür zu entfachen, das hätte ich davor niemals gedacht. Über den Lehrer vorher brauche ich wohl nicht zu sprechen! Das war also zuerst eine extrinsische Motivation, die sich umgewandelt hat, durch einen Anstoß von außen. Ich interessiere mich noch immer sehr dafür und bin ihr sehr dankbar für den kleinen Tritt in den Hintern. Sie hat etwas in mir geweckt, über ein Themenbereich der mich sowieso schon interessiert hat: Musik! Sie hat meinen Kanal genutzt und nicht abgewertet, wie viele anderen Lehrer.

Solltest du Unterrichten als Instrumental/Gesangspädagoge/in bedenke bei der Thematik immer, was für einen Einfluss du nehmen kannst, wenn du den ‚Code‘ deines Schülers knackst und seine Motivation für das Instrument oder den Gesang herausfindest. Das wird ein völlig anderer Unterricht, ich spreche aus Erfahrung!

Jetzt habe ich viel über die Definition gesprochen. Nun geht es mir darum dir zu zeigen, was alles als hilfreiche extrinsische Motivation in Frage kommen kann, abgesehen von einem Lehrer. (Über die intrinsische Motivation gibt es noch mal einen gesonderten Artikel.)

  • Gespräche mit Menschen, egal in welcher Situation, es kann unheimlich motivierend sein mit jemandem zu sprechen, der etwas tut was man auch gerne tun möchte
  • Soziale Medien, bitte in gesundem Maße und mit sinnvollem Content, ich nutze Instagram & Co. natürlich auch beruflich und zum Kontakt halten mit Menschen die ich selten sehe, aber eben auch als Motivationsquelle
  • Pinterest, falls du es noch nicht kennst und Fan von Bildern, Sprüchen etc. bist, schau dir die Seite mal an! Ich habe mittlerweile auch eine Pinnwand passend zu diesem Blog entworfen, mit Verlinkungen zu meinem Blog aber auch Verlinkungen zu anderen Themenbereichen die passen: https://www.pinterest.de/Saskiaworf/managemusik/
  • Sport, und nein ich rede jetzt zur Abwechslung nicht von Sport den du selbst machst, das hilft selbstverständlich auch, aber ich rede von Sport schauen. Ich z.B. bin großer Fan von Marathon, Ballett, Eiskunstlauf, Turnen, Tennis (die letzten beiden habe ich früher selbst praktiziert) schaue mir das sehr gerne an und bin immer wieder überrascht, wie viel wir Musiker uns von den Sportlern abgucken können für unseren eigenen Job und unsere Motivation. (Dazu gibt es auch noch einen weiteren Artikel, habe ich gerade beschlossen ;-)) Es gibt Sportler die arbeiten 4 Jahre zu Olympia hin. Für eine Kür von 6-8 Minuten. 4 Jahre! Solange geht unser Bachelorstudium. Das nenne ich mal Zielsetzung!
  • Ziele, darüber habe ich ja in meinem Artikel ‚Ziele setzen‘ (https://managemusik.com/2019/09/24/ziele-setzen/) schon gesprochen, die haben eine enorme Kraft im Bezug auf Motivation
  • Vision Board, das erkläre ich auch noch mal gesondert genauer, aber falls du es noch nicht kennst: google das mal!
  • Bücher, egal ob in Papierform, als E-Book oder als Hörbuch, Bücher können einem einen unglaublichen Motivationskick versetzen, je nach Themenbereich. Ich rede hier auch nicht nur von Sachbüchern, sondern jedes Buch kann motivieren, mich z.B. motiviert jedes mal wenn ich sie lese, die Harry-Potter-Bücherreihe! Natürlich bin ich ein großer Fan, aber ich verbinde damit sehr viel mehr und als Erwachsener versteht man sehr viele Sätze auf einer ganz anderen Ebene, als wenn man es im Kindesalter liest!
  • Musik, natürlich in unserem Studienfach wahrscheinlich oft noch eher, als bei anderen Studierenden, aber mir ist eines ganz wichtig: es gibt Momente, wenn man ein Motivationsloch hat, da hilft es mir nicht unbedingt mir erfolgreiche Musiker aus meiner eigenen Instrumentenspate anzuhören und anzuschauen! Das muss aber jeder für sich selbst herausfinden.
  • Erfolgreiche Menschen, ob ihr nun Biografien lest, euch Dokumentationen anschaut oder sogar live jemanden kennenlernt, von Menschen die mit ihren 24 Stunden am Tag ein erfolgreiches Leben aufgebaut haben, kannst du immer etwas mitnehmen.
  • Podcast, es gibt zu fast jedem Thema Podcasts! Egal was dich gerade bewegt, ich kann nur empfehlen mal in den Welt der Podcasts zu stöbern.
  • Planen, natürlich muss das jetzt noch kommen, aber auf einem Blog zum Thema Selbstmanagement kommt man da definitiv nicht drum herum 😉 Die Tools dazu wirst du hier ja kennenlernen!

Ich könnte über die einzelnen Motivationsquellen natürlich noch sehr viel mehr schreiben, aber ich vermute du möchtest jetzt erst mal das ein oder andere recherchieren, dass du bisher vielleicht nicht auf dem Schirm hattest.

Zum Abschluss möchte ich dir nur mitgeben, dass es sich hierbei um einen nie endenden Prozess handelt. Deine Motivation wird sich immer verändern, wie du auch, das ist auch gut so! Du wirst unterschiedliche Motivationsquellen für unterschiedliche Lebensbereiche haben, auch das ist gut so.

Ich hoffe ich konnte dich vielleicht auch etwas motivieren mit diesem oder einem meiner anderen Artikel und wünsche dir nun wie immer viel Spaß beim Planen!

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