Zuerst ein mal wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr 2026!

Ich bin zutiefst beseelt und gerührt von den Rückmeldungen zu meinem Jahresrückblick und es motiviert mich sehr, wieder mehr persönlich zu bloggen. Ich habe zwar für dieses Jahr auch viele sachliche und fachliche Themen, denen ich hier Raum geben möchte und gleichzeitig habe ich beschlossen endlich mal nicht nur einen Jahresrückblick zu machen, sondern auch Monatsrückblicke zu schreiben. Ich mache das sowieso in meinem Journal und die Frage, ob ich das auch öffentlich teilen kann beantwortet sich mir jedes mal aufs Neue: Ja, klar!
Du kannst dich also schon mal freuen auf a) mehr Blogartikel und b) mehr Saskia in den Blogartikeln! Ich freu mich auf jeden Fall, denn wieder mehr zu schreiben steht bei mir schon so lange auf der Liste und ich habe für dieses Jahr sehr bewusst bereits ganze Tage ausgeblockt für Kreativzeit. Das bedeutet für mich Tage frei zu halten, um dort zu schreiben oder Musik zu produzieren, zu arrangieren oder zu komponieren. Ich brauche das wie Luft zum Atmen und habe mir das 2025 leider viel zu selten gegönnt.
In diesem Artikel möchte ich dir von meinem Motto berichten und meinen drei Leitwörtern für 2026, dich dazu inspirieren dir selbst ein Motto zu formulieren und dir einen Fokus zu setzen. Ich halte gar nichts von Neujahrsvorsätzen, das geht in der Regel schief! Der Unterschied ist zum einen, dass du dir klare und konkrete Ziele setzt die nicht einfach nur „mehr Sport“ oder „weniger Kaffee“ lauten und zum anderen kannst du durch einen Fokus deine Energie und Aufmerksamkeit ausrichten.
Einen Fokus für’s Jahr, für einen Monat, eine Woche oder einen Tag zu setzen kann ich generell sehr empfehlen. Eine Intention, wie du dich fühlen möchtest oder was du erleben möchtest, mit welcher Energie du durch den Tag gehen willst, ist entscheidend und selbstwirksam.
Dein Buchtitel für 2026
Ich setze mir seit fünf Jahren ein Motto, bzw. Leitsatz: Mein persönlicher Buchtitel für 2026. Wenn du dir vorstellst 2026 wäre ein Buch, was du selbst schreibst, wie würde der Titel heißen? Was wäre das Thema des Buches? Gibt es einen Untertitel? In welcher Stilistik bewegst du dich?
Ich liebe das Bild, dass wir unser eigenes Buch schreiben und demnach wesentlich mehr Einfluss auf unser Leben und unseren Alltag haben, als vielen von uns bewusst ist. So viele Menschen laufen durch ihr Leben, stolpern fast durch ihr Leben, von Situation zu Situation und ergeben sich ihrem Schicksal und glauben, sie hätten keinen Einfluss darauf wie das verläuft. Wenn wir uns anschauen, wie wir sozialisiert werden und wie unser Schul- und Ausbildungssystem funktioniert verstehe ich das sehr gut. Der Punkt ist: Wir haben sehr viel Macht! Macht über unseren Alltag, wie wir unsere Zeit und Energie einsetzen und vor allem für was. Wir haben die Verantwortung für unseren Alltag und das ist Fluch und Segen zugleich.
95% unserer Gehirnaktivität geschieht unterbewusst und in diesem Unterbewusstsein befinden sich Programme, Muster und Glaubenssätze, die dafür sorgen, dass unser Alltag so aussieht, wie er nun mal aussieht. Wenn du nicht damit zufrieden bist, wie du dich fühlst, mit Aktivitäten du täglich machst, den Routinen, die sich eingeschlichen haben, die dir nicht gut tun, dann darfst du dir bewusst machen: Du kannst das verändern.
Die Frage ist immer: Worauf setzt du deinen Fokus und was sind deine Prioritäten? Mit „zu wenig Zeit“ hat das nichts zu tun.
Ich für meinen Teil habe für dieses Jahr eine sehr klare Vision davon, dass ich All In gehen will und zwar in allen Lebensbereichen. Ich hatte jahrelang das Gefühl, dass wenn es in einem Lebensbereich geil läuft dafür in einem anderen wenig bis gar nichts läuft. Das ist Bullsh*t! Fülle in allen Lebensbereichen zu manifestieren und zu leben hat auch nichts damit zu tun „zu viel zu wollen“, denn der Glaubenssatz durfte bei mir in den letzten Wochen gehen: „Du willst zu viel und bekommst den Hals nicht voll!“ – WTF?
Wie tief der saß, ich sag’s dir, das war heftig. Denn der hat sich in verschiedenen Bereichen bei mir gezeigt und die Frage, die ich mir dann gestellt habe war: Warum? Warum glaube ich, ich müsste mich limitieren und dürfte nicht vollumfänglich zufrieden sein, gesund, fit, finanziell gut aufgestellt, gut ausgebucht und in erfüllenden Beziehungen mit Freunden und meinem Partner sein? Warum glaubte ich, dass irgendwas leiden muss, wenn ich mich auf einen bestimmten Bereich fokussiere und der Rest schwimmt dann so mit?
Die Antwort war vielschichtig, aber eine davon war: Wir haben alle (unterschiedlich ausgeprägte) Ängste. Angst zu Versagen, Angst nicht dazuzugehören, Angst nicht genug zu sein, Angst zu viel zu sein, Angst vor Ablehnung. Aber eine Angst, die hat mich kalt erwischt: Angst vor meiner wahren Größe und meinem Licht. Angst davor wahrhaftig ich zu sein und zu scheinen. Vor allem weil ich als Frau gelernt habe „es kann nur eine geben“ und ich nehme anderen was weg, wenn ich strahle. Darüber habe ich bereits ein ganzes Kapitel in meinem neuen Buch geschrieben („Wie ist das eigentlich so als Frau auf der Bühne?“), denn mit der Sozialisierung bin ich weiß Gott nicht alleine.
Da saß ich also nun Ende 2025 und spürte den Drang nach Mehr, den Drang nach Fülle, den Drang nach richtig geil und nicht nur „passt schon, ist okay“. Ich will alles und nicht nur ein bisschen. Und das in mir da Glaubensmuster angehen, die sowohl gesellschaftlich geprägt sind und im Außen Menschen echauffiert reagieren, weil ich das als Frau sage, denn wen ich Eier hätte wäre das gar kein Thema. Sich als Mann hinzustellen und zu sagen was man(n) will und vor allem, dass man(n) viel will, ist gar kein Thema. Dann wird gesagt: „Ach schau an, der weiß was er will und wie er es bekommt, selbstbewusster Typ, krass!“
Sobald du Brüste hast, ändern sich da die Spielregeln. Da wird ganz schnell laut ausgesprochen oder auch leise gedacht: „Die denkt aber auch, sie wäre was Besseres! Wer denkt sie, wer sie ist?“ oder „Die bekommt den Hals auch nicht voll, die soll sich mal mit dem zufrieden geben was sie hat!“ oder „Sie soll dankbar sein, dass sie schon so erfolgreich ist, will sie jetzt noch mehr?“. Egal ob es still gedacht oder laut gesagt wird, es ist in unseren Körper drin. Wir verurteilen Frauen die erfolgreich sind und dann auch noch glücklich sind, besonders wenn sie unabhängig und selbstständig sind und das nichts mit einem Mann zu tun hat. Die Zeiten wo eine Frau noch die Erlaubnis ihres Ehemannes brauchte um überhaupt arbeiten gehen zu dürfen sind erst knapp fünfzig Jahre her und erst seit 1962 dürfen Frauen in Deutschland ein eigenes Konto eröffnen. Das ist noch nicht so lange her und das internalisierte misogyne (frauenfeindliche) Gedankengut kriecht in so vielen Köpfen, egal welches Geschlecht, wie ein Parasit umher.
Ich habe mich entschieden herzlich darauf zu schei*en!
„I want it all“ hat mich selbst erst mal getriggert, doch dann ist mir aufgefallen, dass auch einer meiner absoluten Lieblingssongs von meinen Lieblingsartists 1989 genau diesen Song rausgebracht hat. Seitdem höre ich ihn wieder jeden Tag und denke mir so: Why not? Warum eigentlich nicht? Warum nicht alles?
Ich finde keine Antwort mehr darauf, warum das „zu viel“ oder „zu fordernd“ sein sollte, sondern nur noch die Antwort: I don’t give a fu*k! Ich bin durch damit, mich diesen gesellschaftlichen Glaubenssätzen unterzuordnen und da ich bereits mit meiner bloßen Erscheinung bestimmte Menschen triggere und spätestens dann wenn ich meinen Mund aufmache, warum sollte ich mich dahingehen limitieren und mir sagen: Ja, gut okay, aber richtig geil? Ist schon zu viel!
Nix da. Nix zu viel. Nix zu laut. Nix zu fordernd. Nix zu strahlend. Ich möchte Gleichberechtigung und das bedeutet, ich möchte dieselben Sachen raushauen können und denselben Standard haben wollen, den Männer schon seit Jahrtausenden inne haben und viele nicht mal merken, was für ein Privileg das ist, dass das niemand in Frage stellt.
Ich habe aufgehört mich und meine Wünsche und Visionen in Frage zu stellen und ich kann dir das auch nur raten dir bewusst zu machen: Die Menschen urteilen sowieso, dann kannst du dich auch frei davon machen, dass dich das in irgendeiner Weise juckt.
Leitwörter oder Fokus 2026
Ich setze mir immer noch zu meinem Motto Leitwörter. Das kann sehr allgemein sein, das können aber auch Wörter sein, mit denen du etwas ganz Konkretes verbindest. Meine drei Leitwörter habe ich bereits im Jahresrückblick 2025 gedropt, falls du den noch nicht gelesen hast:
Die drei Wörter lauten:
Genuss. Sinnlichkeit. Leichtigkeit.
Zwei von diesen drei Wörtern könnten konträrer nicht sein, zu dem was ich 2025 erlebt habe. Ich bin buchstäblich noch mal durch meine eigene Hölle spaziert und sinnlich war das sicher nicht und genießen konnte ich das auch nur bedingt. Alle drei Wörter verbinden für mich noch mal Gefühle und Erlebnisse, die mein Motto unterstreichen und aus denen ich wiederum mein Visionboard für 2026 gestaltet habe. Alle Ziele und Wünsche haben diese drei Wörter als Warum.
Ich habe mir vor allem die Frage gestellt, wie ich mich fühlen möchte und mit welcher Energie ich durch das Jahr gehen möchte. Natürlich ist nicht immer alles fein und fluffig und glitzert, darum geht es nicht. Es ist entscheidend, wie ich dann reagiere wenn es mal nicht fluffig und glitzernd ist.
Für mich persönlich ist das jedes Jahr ein riesen großer Unterschied so ins jähr zu starten und mir ganz bewusst die Frage zu stellen, was ich erleben möchte und worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, welche Projekte ich priorisiere und was ich mir Gutes tun möchte.
Ein paar meiner Ziele, die ich mir für dieses Jahr gesetzt habe möchte ich gerne mit dir teilen, vielleicht inspirieren sie dich ja:
- Täglich Zeit für mich nehmen, um meine Batterien wieder aufzutanken
- wieder mehr Schmuck tragen und mich schminken, weil ich das so liebe und mich wohl damit fühle
- Kreativzeit Tage blocken, mindestens vier pro Monat
- 1x pro Monat in die Sauna oder zur Massage gehen
- Krafttraining und Yoga nutzen, um meine Kraftausdauer wieder zu stärken und mich gesund, fit und wohl in meinem Körper zu fühlen
- mein morgendliches Ritual priorisieren, lieber etwas weniger schlafen und dafür bewusst starten
- Boxen regelmäßig in mein Training integrieren, auch zum Aggressionsabbau
- mein zweites Buch fertig schreiben
- meine zweite Klavier EP produzieren
- tiefgreifende und ganzheitliche Workshops und Tagesretreats anbieten
- monatliche Rückblicksartikel schreiben
- mit Freude und Leichtigkeit meine Podcastfolgen aufnehmen
- Dates mit mir selbst planen und mich als Gesellschaft zu schätzen lernen
- mich überwiegend vegan und vollwertig ernähren, für meinen Körper und meine Seele
- erfüllende Momente mit meinen Herzensmenschen erleben
- Reisen aus privaten Gründen und nicht nur aus beruflichen
- mich selbst zuerst auffüllen und priorisieren
Das ist nur ein Ausschnitt, aber das sind die Dinge, die ich gerne mit dir teilen möchte. Spür mal rein, ob das ein oder andere mit dir resoniert oder ob du jetzt Ideen bekommen hast für deine eigenen Ziele. Wichtig ist, dass es deine eigenen sind und nicht welche, die du verfolgst um irgendjemandes Anerkennung, Wertschätzung oder Liebe zu bekommen, diese Motivation kann zwar funktionieren, sind aber langfristig trotzdem nicht deine Ziele. Hinterfrage also immer wenn die Ziele und Wünsche kommen, ob es wirklich deine sind.
Wenn du das Bedürfnis hast dein Motto oder deine Leitwörter mit mir zu teilen schreibe sie mir gerne per Instagram oder per Mail.
Ich wünsche dir nun einen wundervollen Start in dieses neue Jahr und bin gespannt was es uns allen bringt.
Let’s do this!





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