Was war das bitte für ein Jahr? Ich sitze nun hier und starre meine Notizen für diesen Artikel an und kann nicht fassen was alles passiert ist, was ich alles erleben durfte und vor allem: Wie viele meiner Wünsche in Erfüllung gingen und wie viele Ziele ich erreicht habe.

Ich möchte dieses Jahresrückblick etwas anders aufbauen, als ich es die letzten Jahre gemacht habe. Er wird durchzogen sein von meinen Erkenntnissen, die ich an Erlebnisse knüpfe und natürlich auch Erfolge, die ich mit euch teilen möchte und gleichzeitig Themen ansprechen will, die mich sehr beschäftigt haben und im Jahr 2026 wohl noch weiter beschäftigen. Ich teile mit euch meine Highlights dieses Jahr, die mir noch immer Tränen in die Augen treiben vor Dankbarkeit und Freude. .

Meine wichtigsten Erkenntnisse 2025

Drunter mach ich es nicht mehr

Beginnen wir mit dem wohl größten Shift in mir in diesem Jahr. Am 12.07.25 saß ich in Rostock auf der Bühne mit der Norddeutschen Philharmonie und durfte während des Konzerts eine sehr wichtige Entscheidung treffen: Drunter mach ich es nicht mehr.

Wer mein letzten Jahresrückblick gelesen hat weiß, dass ich Ende 2024 eine Konzertreihe spielte u.a. in der Berliner Philharmonie und in Madrid, was eine riesen Ehre war, allerdings fühlte es sich zum einen wirklich überfordernd für mich an und mein Gefühl dabei stimmte nicht. Ich spürte irgendwie sehr klar: Nice, aber so nicht.

Monate später in Rostock mit Groove Symphony und einem Crossover Projekt „Synth Happens“ elektronische Clubbeats meets Orchestra saß ich da und in mir war jede verdammte Zelle elektrisiert. Mein gesamter Körper sagte: Ja, genau so und nicht anders. Worüber ich erst im Nachhinein auch in einer Podcastfolge sprach: Ich hatte noch die Wochen davor innerlich etwas abgeschlossen mit meiner Karriere als Flötistin auf der Bühne, resigniert durch die Tatsache, dass ich zum denkbar beschissesten Zeitpunkt meinen Master abgeschlossen hatte. 2021 mitten in Corona war jetzt nicht der Moment, um die eigene Karriere auf der Bühne zu etablieren, Netzwerke aufzubauen, groß eigene Projekte aufzufahren. Dann war ich erst mal im Survival Mode, um in meiner Selbstständigkeit zu überleben und erst seit diesem Jahr habe ich das Gefühl die Kapazität und Energie in meine künstlerische Tätigkeit stecken zu können, weil ich nicht mehr darauf angewiesen bin, dass da Geld rein kommt über diese Projekte und Konzerte.

Ich fuhr also nichtsahnend nach Rostock, da mich meine liebe neue Kollegin Dr.Barbara Volkwein dazu einlud dort mitzuwirken, da sie die Konzertdramaturgin von diesem Projekt ist und meine Zweifel und Gedanken schon gerochen hat, kann ich kaum in Worte fassen wie dankbar ich bin, dass sie mich eingeladen hat und ich dieses Konzert miterleben durfte. Ich wusste schon immer, dass mir Crossover Projekte liegen und ich es auch ehrlich gesagt richtig abfeiere in klassischen Ensembles und Orchestern Musik zu machen, die nicht Beethoven, Brahms oder Bruckner ist. Die Beats und die Musik haben mich so mitgerissen, dass ich auf der Bühne mehrfach weinen musste und mir immer klarer wurde: Nein, Saskia das ist nicht das Ende deiner Karriere als Flötistin, die quasi noch gar nicht richtig angefangen hatte, sondern das ist erst der Anfang! Drunter mache ich es nicht mehr.

Seit diesem Moment hämmert mir dieser Satz täglich zwischen den Ohren. Ich sage ihn mir immer wieder. Es geht nicht um Geld oder Kontakte oder Anerkennung, sondern und das Gefühl, was ich auf der Bühne hatte. Unter diesem Gefühl mache ich es nicht mehr!

Das zog sich natürlich auch in andere Lebensbereiche, so wie das ja öfter ist in solchen Fällen. Ich durfte durch dieses Projekt nicht nur musikalisch wachsen, sondern auch meinen Innen Circle erweitern, Herzensmenschen aufnehmen und denke fast täglich an dieses Wochenende zurück, denn es war ein Turn in meinem Jahr. Mitten im Jahr 2025 kam der Moment, in dem ich für mich eine klare Grenze gesetzt habe, meinen Zweifeln und negativen Gedanken gegenüber. Ich habe eine Entscheidung getroffen, die bereits dieses Jahr Konsequenzen in meinem Berufsleben gebracht hat, die ich mir nicht hätte erträumen lassen.

Es geht nicht immer darum, was wir nicht wollen, sondern vor allem darum was wir wollen. Bestellung klar abschicken ans Universum, sonst sitzen die da und können mit der Chaos Bestellung nichts anfangen. Klarheit is the key!

Ich bin eine Bereicherung

Eine Erkenntnis, die vor allem dadurch zustande kam, dass ich meine zweite Yogaweiterbildung gemacht habe. Ich wollte mich schon seit meiner ersten Ausbildung 2023 auf Musiker*innen und Musikstudierende spezialisieren. Macht ja durchaus Sinn, da ich deren Leben, deren Alltag und die Themen sehr gut nachvollziehen kann.

Nun bekam ich im Dezember 2024 eine Mail von meiner lieben Kollegin Katharina Giegling, die schon seit Jahren Yoga for musicians anbietet, bei der ich bereits einige Online und Offline Kurse gemacht habe, Retreats besucht habe und deren Arbeit und Energie ich wirklich unglaublich schätze. Sie droppte zu dem Zeitpunkt ihre erste Runde Teacher Training „Yoga for musicians“ und was soll ich sagen. Sie hat mir im Call vom Aufbau erzählt und meine Entscheidung diese Ausbildung zu machen fiel bereits nach wenigen Minuten.

Im Januar 2025 ging es dann direkt los und wir starteten mit ganz bezaubernden und wundervollen Frauen die Weiterbildung, die zu großen Teilen Online stattfand und das für mich persönlich auch extrem gut war, berufsbegleitend und in meinen Alltag integrierbar.

Neben den Basics und klassischen Inhalten rund um Asanas (Haltungen), Atemtechniken, Meditation, Yogaphilosophie und Anatomie hatte diese Weiterbildung die Besonderheit, dass wir uns sehr stark fokussiert haben auf die Bedürfnisse von Musikschaffenden. Medizinische Expertise von Katharinas Mann Nicco, der plastischer Chirurg ist, Brit als Ayurveda Expertin und Aline als Physiotherapeutin und Yogalehrerin rundeten das Team von Katharina ab: Die Inhalte waren so unglaublich gut und hatten für mich, die ja bereits eine 200-Stunden Ausbildung hatte, eine Möglichkeit mich viel tiefer mit bestimmten Aspekten auseinander zu setzen. Gerade die Ayurveda Praxistipps für Musiker*innen von Brit waren für mich gold wert.

Ich trage seither unglaublich oft und gerne eine Mütze, um mein Nervensystem zu beruhigen. Reise nur noch mit Noise Cancelling Kopfhörern und habe durch unsere Sessions noch mal sehr viel mehr über meinen Körper, passende Ernährung für mich, meine Grundkonstitution und meine größten Störfaktoren gelernt. Darüber hinaus habe ich mir Wissen angeeignet und Menschen in meinen Yogakursen, 1:1 oder auch Workshops zu helfen ihren Alltag gesünder und leichter zu gestalten.

Eine große Herausforderung für mich war, dass das komplette Teacher Training auf Englisch stattfand, da wir aus verschiedenen Nationen zusammen kamen. Zum einen war das bei all den Anatomie und Physiologie Teilen wirklich sehr schwer für mich, da ich mir fast alles übersetzen musste, zum anderen verlor ich immer mehr die Ängste auf englisch zu sprechen und der Wunsch in mir kam hoch auch Yoga Sessions auf Englisch geben zu können. Das Ziel habe ich dieses Jahr noch nicht geschafft, steht aber für 2026 auf der Liste 🙂

Das Teacher Training ging von Januar bis Juni und wir trafen uns dann zum Abschluss, für die Prüfungen, Lehrproben und Abschlussritual in Kopenhagen. Das war so wundervoll dieses Wochenende hat mir so viel Kraft gegeben. Mit diesen bezaubernden Menschen gemeinsam zu wachsen und zu wirken. Ich bekam in diesen Tagen so oft die Aussagen zu hören, welch eine Bereicherung ich wäre mit dem was ich tue und wie ich bin. Das treibt mir noch jetzt die Tränen in die Augen! Denn natürlich habe ich noch immer die Gedanken in mir, ich sei zu viel, zu komplex, zu anstrengend. Menschen können mich nicht einordnen, weil ich so viel verschiedene Standbeine und Fähigkeiten habe.

An diesem Wochenende habe ich allerdings eine Entscheidung getroffen: Ich lasse diese Erkenntnis, dass ich eine Bereicherung für Menschen bin und mit allem was ich kann und tue Menschen unterstütze, inspiriere und motiviere in den Vordergrund und lasse die Gedanken über mein „zu viel sein“ allmählich gehen.

Meine Vielseitigkeit ist meine Stärke, ich muss mich nicht festlegen

Und da kommen wir direkt zu meiner nächsten Erkenntnis. Meine Vielseitigkeit ist keineswegs eine Schwäche, weil es nicht in einige Köpfe der Gesellschaft passt. Sie ist meine Superpower. Ich lerne unglaublich schnell und mich interessieren viele verschiedene Themenfelder. Das war schon immer so, nur habe ich das oft verborgen.

Ich bin bereits im Musikbereich schon so eine „Eierlegende Wollmilchsau“. Als Flötistin, Pianistin, Dirigentin (dazu komme ich gleich noch) und Pädagogin. Ich spiele seit meinem vierten Lebensjahr Querflöte, Klavier/Keyboard und Schlagzeug und singe auch noch für mein Leben gerne und mittlerweile auch im wundervollen semi-professionellen Frauenchor Unmuted. Ich wollte ursprünglich mal Musicaldarstellerin werden, denn was ich auch noch gerne tue ist tanzen und schauspielern. Bühne halt – klassische Rampensau.

Da hört aber meine Vielseitigkeit nicht auf. Ich interessiere mich natürlich sehr für Yoga und Meditation, bin ein sehr spiritueller Mensch, habe mich dieses Jahr mit Human Design beschäftigt und werde das 2026 noch ausweiten. Ich liebe Astrologie, Tarot und Kakaorituale an meinem Hexenaltar. Ich bin eine kleine Planungsqueen, liebe Selbstmanagement – daher auch dieser Blog und Podcast – ich spreche gerne vor Menschen, schreibe unglaublich gerne, sowohl für mich als auch Artikel und Bücher. Ich liebe(!) Eiskunstlauf und könnte mich damit tagelang in meinem Zimmer einschließen und kann es nicht abwarten im Februar 2026 die nächsten olympischen Spiele zu schauen.

Durch die letzten Jahre bin ich zu einer kleinen Social Media Queen geworden, die gerne Videos aufnimmt und schneidet, Postings vorbereitet, sich ein Schnittprogramm drauf geschafft hat und sich sehr viel mit Sichtbarkeit und Marketing Strategien auseinander gesetzt hat. Ich habe ein Online Business aus dem nichts hochgezogen, Landing Pages selbst gebaut, pflege einen Online Shop und verbinde meine Online mit meinen Offline Angeboten.

Ich arrangiere und komponiere wahnsinnig gerne und lasse dort meine kreative Ader rein fließen. Dieses Jahr habe ich mich noch mit einem neuen Notenprogramm angefreundet, nachdem mein altes nach 17 Jahren, die ich es nun benutze, nicht mehr weiterentwickelt wird. Ein großes Interessensfeld ist seit einigen Jahren auch feministische Literatur und die Sichtbarkeitmachung von Ungleichheiten, Diskriminerung und dem Rütteln am Patriarchat – das führte mich dieses Jahr noch zu dem Entschluss mein zweites Buch dieser Thematik zu widmen. Seit Herbst schreibe ich nun an meinem zweiten Buch: Wie ist das eigentlich so als Frau auf der Bühne?

Und wenn du das jetzt hier liest und dich fragst: „Wie um alles in der Welt macht sie das alles und wann?“, dann darfst du dich entspannen: Ich habe auch nur 24 Stunden am Tag, ich nutze sie sehr effizient und fokussiere mich immer auf bestimmte Themenfelder und dann bleiben andere Sachen liegen. So ist das nun mal. Ich bin ein MG (manifestierender Generator) für alle, die sich mit Human Design auskennen, wissen Bescheid. Für alle anderen: Meine Natur ist viele verschiedene Projekte zu stemmen, das hält mich am laufen und liebe ich. Das macht es für mich so spannend, an einem Tag zu unterrichten, am anderen zu schreiben, am nächsten einen Content Creation Tag einzulegen und am nächsten auch einfach mal zu chillen mit Eiskunstlauf und Energie auftanken. Ich habe sehr viel Energie und es gibt nichts was mich so sehr abtörnt wie Beständigkeit und immer das gleiche zu tun über mehrere Wochen. Das killt meinen Antrieb komplett und das erklärt mir rückwirkend viele Momente in früheren Lebensphasen.

Ich bin nicht zu viel, sondern ich bin eine Bereicherung mit meiner Vielseitigkeit. Ich bin ein Kreativitätsbündel und ich lasse mich nicht mehr zügeln, durch die Limitierungen von anderen Menschen. Wenn jemand zu dir sagt, du kannst das nicht schaffen oder das ist zu schwer für dich: Dann ist das die Limitierung der Person, die das gerade ausspricht. Was Paul über Petra sagt, sagt mehr über Paul als über Petra, wir erinnern uns…

Wenn ich für jemanden zu viel bin, dann ist das wohl so. Zu viel zu verarbeiten. Ist aber nicht meine Baustelle und nicht mein Problem. Ich habe das allerdings die letzten Jahre immer zu meinem Problem gemacht. Erwartungen von anderen zu erfüllen, deren Weltbild nicht zu sprengen und schön in Schubladen zu passen. Ich passe nicht in eine Schublade, ich bin ein ganzer PAX Schrank (#werbungunbezahlt) und zwar so einer, der um eine Ecke im Raum an zwei Wänden steht. Und jetzt Ende 2025 ist der Moment gekommen, wo ich das nicht nur annehmen und feiere, sondern auch richtig geil finde!

An dieser Stelle hat mir es extrem geholfen mein Human Design auseinander zu nehmen und festzustellen, dass ich a) nicht alleine damit bin und b) das völlig normal für mich ist. Ich brauche nicht mehr dagegen anzukämpfen hat eh keinen Sinn. Ich bin also jetzt mit Freude ein PAX Schrank und wenn es Menschen zu viel ist, können sie ja auch nur eine Tür öffnen anstatt alle 😉

Meine Energie darf in meine Projekte und Ideen fliessen

Und da kommen wir auch schon zur nächsten Erkenntnis, die ich so ähnlich auch schon Ende 2024 hatte nur in diesem Jahr noch mal ordentlich geprüft wurde. Ich habe sehr viel Energie zur Verfügung, das wusste ich schon immer, ich war allerdings auch immer Meisterin darin durch mein People Pleasing diese Energie eher für andere aufzubringen und deren Projekte. Ich habe bereits so viel innere Arbeit gemacht und mich ent-wickelt aus diesen Mustern und trotzdem ist es mir dieses Jahr wieder und wieder passiert, dass ich zu oft zu anderen Ja gesagt habe und es dann auch ein Nein zu meinen Projekten ist.

Wie oben schon beschrieben, ja ich mache viel, ja ich habe viele Interessensfelder und ein sehr großes Learning dieses Jahr war die Frage: Wo liegt genau meine Priorität?

Ich habe dieses Jahr sehr oft in mir die Stimme gehört die sagte: „Practice what you teach!“ – Tue das, was du anderen empfiehlst! Und der Satz halt immer stärker in mir in solchen Situationen. Ich spreche in meinen Seminaren und Workshops über Prioritäten und über Zeit und Energie fokussiert einzusetzen, für sich und die eigenen Ziele und mache es dann selbst nicht konsequent. Alleine das jetzt hier zu schreiben und sichtbar zu machen ist eine große Überwindung für mich. Es ist eine Sache Dinge zu erkennen und zu vermitteln und eine andere Sache, diese Dinge dann selbst umzusetzen und wirklich zu leben. Wir können uns nicht selbst spiegeln und selbst coachen, daher habe ich mir dieses Jahr wieder unterschiedliche Unterstützung geholt. Darunter auch ein sehr inspirierendes und nachhaltiges Coaching bei meiner lieben Kollegin und Chorleiterin Julia Reckendrees. Ich habe mich von ihr drei Monate begleiten lassen und das war ein absoluter Gamechanger dieses Jahr! Viele meiner beruflichen und auch privaten Entscheidungen und Erkenntnisse hätte ich ohne ihre Unterstützung so nicht gehabt.

Wir brauchen ab und zu den Spiegel von Außen, selbstverständlich in sicheren Räumen und mit Menschen, denen wir vertrauen, nur ist es unmöglich alles alleine zu schaffen und auf alles selbst zu kommen. Wir sind Menschen, die nicht fürs Alleine sein gemacht sind, wir lernen in Beziehungen und in Verbindung mit anderen – eben auch uns selbst besser kennen.

Ich habe mir viele Gedanken in diesem Coaching gemacht über meine Schutzpanzer Strategie, über meine Ziele, die Art wie ich nach draußen kommuniziere und wie ich mein Marketing aufbaue. Ich habe unglaublich viel gelernt über mich und meine Muster und ich könnte dankbarer nicht sein, für diesen Boost von der lieben Julia. Große Herzensempfehlung!

Meine mentale Gesundheit und Bedürfnisse stehen vor allem anderen

Dieses Jahr hat mir noch mal eine ältere Erfahrung ordentlich in den Hintern gebissen. Ich habe in meinem letzten und einen der wenigen Artikel, die ich dieses Jahr geschrieben habe, ausführlich darüber geschrieben.

Es ging mir ab Oktober wirklich gar nicht gut und ich bin noch mal mit sehr alten Mustern und Trägern konfrontiert worden. Als Betroffene von se*uellem Missbrauch (als Jugendliche), die davon allerdings erst seit drei Jahren weiß, gibt es selbstverständlich einiges aufzuarbeiten und mittlerweile gehe ich damit offen um, was mir widerfahren ist. Mir ist unglaublich wichtig Sichtbarkeit für dieses Thema zu schaffen, denn bei Gott ich bin leider nicht alleine damit. Das wird mich auch mein ganzes Leben begleiten, die Frage ist nur, wie ich diese Situationen bewerte und was ich daraus für mich ziehen kann, wie ich die unterschiedlichen Aspekte aufarbeite und mir immer wieder dafür Zeit nehmen darf.

Meine mentale Gesundheit ist neben meiner körperlichen mein Fundament. Wenn die nicht in Takt ist, dann läuft hier gar nichts mehr! Das wurde mir mal wieder schmerzlich bewusst und ich durfte 2025 feststellen, wie weit ich schon bin und wie schnell ich gehandelt habe, mir Zeit genommen habe, mich aus Projekten ausgekoppelt habe, mich auch mal Krank gemeldet und wirklich Zeit genommen habe hinzuspüren. Ich habe mein Netzwerk genutzt, Hilfe aus unterschiedlichen Expertisen erfragt und angenommen. Therapeutisch, Körperarbeit, Energiearbeit, Coaching und innere Arbeit mit mir selbst. Mich hinzusetzen und zu sehen und zu hören, was da in mir passiert war der wohl schwerste Aspekt und trotzdem denke ich jedes Mal danach: Krass, wie gut es mir geht, diese unterdrückten alten Gefühle durchfliessen zu lassen und dann sind die auch durch. Gefühle festzuhalten an Erfahrungen geknüpft, dass ist das eigentliche Problem von Vielen, inklusive mir. Nicht loslassen, sondern festhalten an dem Groll, dem Zorn, der Wut, der Trauer, dem Schmerz und sich damit selbst immer wieder zu geißeln.

Das loszulassen und sich selbst erlauben, diese Wunden zu heilen ist pure Selbstermächtigung. Ganz egal was einem widerfahren ist. Da gibt es kein schlimmer oder weniger schlimm, für einen selbst ist das in dem Moment Horror, also gibt es hier kein „Stell dich nicht so an!“, sondern höchstens ein „Was brauche ich jetzt, um zu heilen und mir meine Kraft und Macht zurückzuholen?“

Genau das habe ich zum Ende des Jahres durch meine liebe Freundin und Kollegin Irene Kurka geschafft, mit der ich bereits ein wundervolles Interview aufgenommen habe und mit der 2026 quartalsweise gemeinsame Podcastfolgen kommen. Durch die Methode Bestmove habe ich mir meine Macht über meinen Körper zurückgeholt und das ist als Missbrauchsbetroffene ein fettes Brett! Ich sitze nun gerade hier und mir laufen nur so die Tränen runter, weil das ein ganz besonderer Moment war. Ich konnte spüren, wie ich mir meine Kraft zurück in den Körper geholt habe und wie mehrere Glaubenssätze, die aus dieser Zeit stammen, einfach aus mir rausflossen. Seitdem sind sie weg. Ich höre sie nicht mehr, ich spüre sie nicht mehr, ich spüre gerade große Dankbarkeit dafür, dass ich mich selbst priorisiert habe in den letzten Monaten.

Bestmove Workshop mit Irene Kurka an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Ich habe nicht vor in den alten Zustand zurück zu kehren. Ich stehe in meinem Leben an erster Stelle. Das ist für eine People Pleaserin wie mich, ebenfalls ein fettes Brett! Meine Bedürfnisse und meine Wünsche sind wichtig und wertvoll, das sage ich sonst meinen Klient*innen und Schüler*innen und nun lebe ich es selbst auch.

Ich bin verantwortlich für meine mentale Gesundheit und sonst niemand. Ich bin verantwortlich für meine Heilung und sonst niemand. Ich bin verantwortlich mich selbst zu priorisieren und dabei kein schlechtes Gewissen zu empfinden, weil wir gesellschaftlich, besonders als Frauen, gelernt haben, andere über uns selbst zu stellen.

I’m fuc*ing done with it!

Ich bin wichtig! Ich bin wertvoll! Ich bin für mich verantwortlich und gebe mir selbst den Vortritt. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Selbstermächtigung und Selbstliebe. Menschen, die sich selbst priorisieren sind leider für ein kapitalistisches und patriarchales System gefährlich, da dann die ganze Care-Arbeit und emotionale Arbeit die meist unsichtbar von Frauen übernommen wird, auch im beruflichen Kontext, dann plötzlich nicht mehr von diesen Frauen übernommen wird. Sie sagen sich dann so wie ich: Dafür ist mir meine Energie zu schade, das ist es mir nicht wert meinen Seelenfrieden aufzugeben. Mehr dazu in meinem nächsten Buch – stay tuned!

Ich darf meine Pläne auch ändern

Wenn du hier schon länger liest oder mich kennst, weißt du ich bin eine absolute Planungsqueen. Ich liebe das! Ich liebe es mich Sonntags oder am Ende des Monats oder Ende des Jahres hinzusetzen und mein Jahr, meine Monate und meine Wochen zu planen. Ich hatte schon einige Momente in den letzten Jahren in denen meine Pläne so nicht ganz aufgingen wie geplant, das kenne ich schon. Dieses Jahr was es allerdings dran das wirklich auch zu akzeptieren und mich nicht zu ärgern oder mir Vorwürfe zu machen, ich hätte nicht genug gemacht oder nicht gut geplant.

Anfang des Jahres startete ich das Projekt „YouTube“ für mich neu. Ich wollte vloggen, ich wollte mehr Videos für Managemusik machen, ich habe ein Boot Camp für Querflöte gestartet und geplant waren 11 Videos. 8 davon habe ich auch geschafft und 1 für Managemusik. Hier kannst du dir das Ergebnis davon anschauen.

Mein Plan für dieses Jahr 2-3 Videos pro Monat zu machen hat gehalten bis März, dann wurde ich ganz schön krank und voll aus meinem Workflow rausgehauen. 12 Tage lag ich flach und in dieser Zeit wollte ich bereits für April und Mai mit vorproduzieren. Das hat natürlich nicht geklappt und als das Semester dann startete und ich wusste, da würde sich mein Fokus wieder verschieben, war klar: Der Redaktionsplan war sportlich und YouTube ist halt wie Instagram einfach ein eigener Full Time Job, wenn man es richtig machen will.

Noch bin ich nicht an dem Punkt ein Team um mich zu haben, was mir Tätigkeiten und Aufgaben abnimmt. Da will ich hin, bin ich aber eben noch nicht und da musste ich mir eingestehen, dass ich diesen Plan zumindest vertagen muss. Ich wollte ihn nicht aufgeben und habe mir für 2026 sowohl mehr Zeit eingeplant für Content Erstellung jeglicher Art, da ich das auch einfach sau gerne mache, zum anderen meinen Redaktionsplan entschlackt und mir den Druck rausgenommen. Einen flexiblen Plan zu gestalten ist sowohl entspannter als auch kreativer und ich mag es eben auch kreativ.

Meine Pläne zu verändern, anzupassen und vor allem auf das Alltagsgeschehen reagieren zu können ist für mich genauso ein Prozess, wie für dich und jede Person, die hier mitliest. Ja, ich bin Expertin für Selbstmanagement und besonders was das Thema Planung angeht, habe ich so ziemlich jedes Tool und jede Methode schon ausprobiert und für mich ein extrem gutes und wasserdichtes System erarbeitet, was genau für mich funktioniert und das ist auch der Schlüssel. Du musst nicht planen wie eine andere Person, sondern so, wie es für dich passt.

An Ideen mangelt es mir tatsächlich nicht, mein heiliges Notizbuch in dem alle Ideen drinstehen platzt aus allen Nähten. Das was ich für 2026 wieder und wieder für mich klären darf sind meine Prioritäten und mir erlauben Pläne zu ändern, wenn es sich nicht mehr stimmig anfühlt oder eben Dinge reinflattern, die ich nicht planen konnte oder kommen sehe.

Weitere Highlights in 2025

Erste musikalische Lesung

Ich habe im Februar meine erste eigene Lesung veranstaltet. Ich wollte bereits nach meiner Veröffentlichung im Jahre 2022 unbedingt mal eine Lesung machen, genau genommen auch gerne mal eine Tour organisieren, das kommt auch noch. In Wuppertal in der Citykirche durfte ich den Auftakt machen und meine Texte mit meiner Musik verbinden. Ich habe auch einen meiner Blogartikel gelesen, der rückwirkend auch noch in mein Buch müsste.

Artikel in der WZ

Ich spielte meine eigenen Stücke am Klavier und Solowerke für die Flöte. Ich umrahmet meine Texte, in denen ich über unsere Branche und auch über die Probleme in unserer Branche sprach mit Musik zum nachdenken und hinspüren. Ich war unglaublich glücklich und dankbar, auch wenn es nicht wahnsinnig gut besucht war, denn mir war klar: Das ist erst der Anfang und es ist auch erst mein erstes Buch. Ich freue mich auf weitere Lesungen und die Möglichkeit mit Menschen über diese Themen zu sprechen, sichtbar zu machen was wir da eigentlich den ganzen Tag so treiben, denn das ist so unglaublich wichtig.

Caravan Single mir Andrea Galluccio

Meine erste Single produzierte ich gemeinsam mit meinem Kollegen Andrea Galluccio. Sein Song Caravan war bereits auf seinem Album „Longing“ was ich wirklich sehr empfehlen kann komplett zu hören!

Wir produzierten neben der Single auch ein Video, welches auch YouTube tatsächlich ganz schön gut ankam. Wenn du die Musik von Andrea hören möchtest, schau mal hier vorbei:

Chorkonzert Unmuted

Im Oktober durfte ich wieder mit den tollsten Frauen gemeinsam auf der Bühne stehen und singen. Es war so bereichernd und bewegend die beiden Konzerte gemeinsam mit Julia Reckendrees als Chorleiterin zu singen. Ich hatte mich jahrelang mit diesem Wunsch herumgedrückt, wieder mehr zu singen und vor allem in einem semi-professionellen Ensemble. Ich bin keine ausgebildete Sängerin, allerdings musikalisch natürlich auf einem völlig anderen Niveau als in klassischen Laienchören. Ich wollte nicht in einem Chor singen, in dem erst mal Töne gesucht und sortiert werden, sondern in dem direkt gearbeitet wird an Klang, musikalischem Ausdruck und Intonation. Das Niveau ist extrem hoch und das motiviert mich und uns alle sehr uns gut vorzubereiten.

Das Singen tut mir so gut und ich freue mich auf weitere tolle Konzerte 2026 mit diesen bezaubernden Frauen.

Debüt als Dirigentin

Im Frühjahr bekam ich eine Anfrage von meinem alten Musikverein in Mainz-Kostheim, der suche einen neuen Dirigenten und ob ich jemanden kennen würde, der gerade einen Verein übernehmen will. Ich musste kurz überlegen und antwortete dann: Ja, Ich!

Es war ein sehr lustiger Moment, denn noch vor einem Jahr hätte ich mir niemals vorstellen können ein Blasorchester zu übernehmen in dem ich selbst mal unter der Leitung meines Vaters gespielt habe. Im Mai kam ich also zum Probedirigat, da sich mit mir noch zwei weitere Dirigenten beworben hatten. Meine liebe Julia Reckendrees hat mich unglaublich gut vorbereitet auf diesen Moment, denn mit ihr gemeinsam hatte ich den Plan dieses Orchester zu übernehmen bereits gestrickt und mir mein Warum und meine Vision ausgemalt.

Das Probedirigat war sowohl nostalgisch, all die alten Gesichter wieder zu sehen, als auch sehr herausfordernd und aufregend. Ich weiß was ich kann und das ich fachlich absolut geeignet bin, nur hatte ich schon so einige Glaubenssätze, die es mir in dem Moment schwer gemacht haben – gerade als Frau. Mein Beitrag dazu auf Instagram ging auch massiv durch die Decke.

Am Ende hatte ich eine sehr schöne Probe und hatte viel Freude und Leichtigkeit in mir, konnte 100% Ich sein und wusste: Ich habe alles gegeben. Ob ich es werde habe ich nicht in der Hand und da mich 80% der Menschen in dem Orchester bereits kannten, war es eher die Frage: Wollen sie mich auch als Dirigentin und geben sie mir die Führung?

Wenige Wochen später kam die Zusage und ich bin ehrlich: Ich habe nicht nur einen Freudentanz gemacht. Ära Worf 2.0 (da mein Vater den Verein ja auch 11 Jahre leitete von 2003-2014) brach im August an und ich bereitete gemeinsam mit dem bisherigen Dirigenten das Jahreskonzert vor, da wir ein „Übergabe-Konzert“ machen wollten. Ich hatte nur sieben Proben und einen Probetag und habe jede einzelne davon schon genossen.

Diese neue Aufgabe hat mich sehr inspiriert und ich durfte mich wieder mit Schlagtechnik, Probendidaktik und Probenaufbau beschäftigen. Ich habe mehrere Semester Ensembleleitung in meinem Studium gehabt und bin sehr dankbar von meiner damaligen ProfessorIN Hildegard Schön so viel gelernt zu haben, was ich dann auch einsetzen konnte. Es ist ein Riesen Unterschied ob ich ein Laienensemble vor mir habe oder mit (angehenden) Profis arbeite. Im November dirigierte ich dann mein erstes Konzert, was wirklich sehr aufregend war. Ich glaube ich war schon sehr lange nicht mehr so nervös und ich bin unendlich dankbar für all die Tools die ich bereits nutze, um meine Nervosität und Aufregung zu regulieren.

Beim ersten Stück liefen mir die Tränen bereits beim dirigieren und auch die Emotionen meiner Musiker*innen konnte ich spüren. Es war intensiv und emotional und am Ende nach meinem letzten Stück stand das gesamt Publikum. Dieser Moment hat mich umgehauen, denn es war ja mein erstes Mal! Ich weiß ich kann auf Bühnen die Hütte anzünden, bisher hatte ich dafür aber immer Instrumente in der Hand und keinen Taktstock. Zu wissen, das auch mit einem Orchester zu können und die Energie, die ich reingebe 1000-fach zurück zu bekommen war so elektrisierend und motivierend. Ich freue mich auf diese Aufgabe ab 2026 meine Vision mit Leben zu füllen.

Brand Shooting

Seit drei Jahren stand auf meiner Ziele Liste ein Brandshooting zu machen. Ich habe es immer wieder verschoben und dieses Jahr kam der Moment, wo ich es einfach geplant und durchgezogen habe. Ich wollte in diesem einen Shooting Tag all meine Tätigkeitsfelder und Fähigkeiten ablichten, damit ich für all das auch professionelle Fotos habe.

Der Shooting Tag war unglaublich und ich hatte große Freude mit meinem kleinen Team, was ich mir zusammen stellte. Der Fotograf Maximilian Schmidt hat ein unglaubliches Auge und konnte mich genau so fotografieren, wie ich mir das gewünscht habe, hat selbst echt coole Ideen gehabt und mich super fühlen lassen vor der Kamera. Meine Make-Up Artistin Lena Berberich hat mich nicht nur gestylt und geschminkt, sie war absoluter Support und auch mental eine gute Stütze über den Tag. Ich würde mit den beiden jederzeit wieder arbeiten!

Ein paar Bilder hast du schon im Verlauf des Rückblicks gesehen und nun zeige ich noch ein paar weitere Einblicke:

Fachartikel „Üben&Musizieren“

Eins meiner größten Ziele für dieses Jahr wurde Wirklichkeit und ich könnte dankbarer nicht sein. Ich durfte einen Fachartikel für die renommierte Zeitschrift Üben&Musizieren von Schott verfassen. Eine Zeitschrift aus der ich in meiner Studienzeit in vielen Hausarbeiten zitiert habe. Ich bekam im Sommer die Anfrage für einen Artikel über Selbstmanagement im Musikstudium und ich sage dir, ich habe wie ein Schlosshund geweint, als diese Mail in mein Postfach flatterte.

Ich schreibe nun auf diesem Blog seit 2019 zu diesen Themen, natürlich hat sich mein Inhalt und meine Themen entwickelt und trotzdem ist meine Ursprungsintention immer noch aktiv: Ich wollte Musikstudierenden helfen, mit all dem Wahnsinn umzugehen, den sie in ihrem Studienalltag bewältigen müssen. Das nun eine Fachzeitschrift dieses Thema platzieren will, weil sie sich bewusst über die Wichtigkeit der Thematik sind, hat mich tief berührt, denn ich fühlte mich damit lange Zeit auf weiter Flur alleine.

Seit ich meine Stelle an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf habe und ich dort auch ein Seminar „Selbstmanagement“ anbiete, ist mir noch mal mehr bewusst, wie wichtig das für alle Studierenden ist und auch für alle Selbstständigen. Meine größte Herausforderung war allerdings diesen Artikel mit der Zeichenbegrenzung zu schreiben, denn hier auf meinem Blog habe ich keine Zeichenbeschränkung. Ich schreibe so viel oder so wenig, wie ich will. In so einem Artikel ist das allerdings anders.

Ich bin mit dem Endergebnis sehr zufrieden und die Ausgabe in der der Artikel erschien findet ihr hier.

1×1 der Selbstständigkeit an der Hfmt Köln

Damit einher gehend ein weiterer Meilenstein für mich: Ich durfte in meiner alten Musikhochschule einen Workshop geben zum Thema Selbstständigkeit. Mit 18 Studierenden ging es 2 Tage um Existenzgründung, Versicherung, Selbstmanagement, Steuern, Buchhaltung und Marketing. Es ist so wertvoll für mich, dass ich diesen Alltag selbst immer noch habe und auch für zwei Jahre voll selbstständig war.

Ich verstehe besonders die Fragen am Anfang und die Unsicherheit und z.T. auch Verzweiflung, ich selbst habe ja mein Studium erst 2022 abgeschlossen. So nah dran zu sein, hilft mir enorm bei der Aufbereitung und auch bei dem Austausch mit den Studierenden.

Diesen Workshop hätte ich vor fünf Jahren gebraucht und daher bin ich sehr dankbar nun diese Inhalte vermitteln zu dürfen, die für mich genauso wichtig sind wie alle anderen Studieninhalte. Wenn ich von außerhalb gefragt werde, was ich da mache bzw. auch in meiner Stelle im Music Career Center dann sage ich immer mit einem Augenzwinkern: „How to survive as a musician“. Wer sich mit der Branche etwas auskennt weiß, ganz weit weg ist das nicht…

Meine Top 3 Podcastfolgen 2025

Es geht mir nicht mehr um Zahlen und wie viele Folgen wie hoch geklickt werden. Ich weiß das viele von euch die hier mitlesen regelmäßig meinen Podcast hören und einige von euch sind von Tag 1 dabei und andere hangeln sich gerade von Folge zu Folge. Dieses Jahr habe ich 25 Folgen rausgebracht und bin somit bei 216 Folgen, die insgesamt online sind. Darauf bin ich unglaublich stolz!

Ich möchte also nicht eure Top 3 zeigen, sondern meine Top 3. Die Folgen, die mir am meisten abverlangt haben und mich damit zum wachsen gebracht haben und die, die mir Freude bereitet haben, die mir thematisch am Herzen liegen.

Mein Motto 2025

Zum Abschluss möchte ich noch mal über mein Motto reflektieren. Meinen Jahresrückblick 2024 findet ihr hier:

Mein Motto lautete: „Ich muss niemand werden ich darf mich erinnern wer ich bin“. Und ich kann auf jeden Fall sagen: War ein wilder Ritt!

Sich mit den eigenen Mustern und Glaubenssätzen auseinander zu setzen ist nie leicht. Es ist immer eine Herausforderung, kostet Zeit und Energie, Nerven und Tränen. Ich bin aber so glücklich und dankbar, dass ich mir dieses Jahr die Zeit genommen habe.

Persönliche Weiterentwicklung begann für mich bereits 2016 damals mit der wundervollen Laura Malina Seiler und wenn ich mir die Saskia von 2016 anschaue und die Saskia heute, das sind einfach zwei völlig unterschiedliche Menschen. Das bedeutet nicht, dass ich die Version von 2016 abwerte oder doof finde, sondern das ich das Gefühl habe mich seither Jahr für Jahr ENT-wickelt habe und mich wieder zurück erinnert habe, wer ich wirklich bin. All die Filter und Schutzstrategien und Reaktionsmuster Schicht für Schicht abgetragen habe.

Das Jahr 2025 war für sehr viele Menschen ein hartes Jahr, für mich auch. Es waren unglaublich viele Hürden und Momente des Schmerzes, in meinem Fall vor allem alter Schmerz, Momente der Verzweiflung und der Ratlosigkeit. Auf der anderen Seite haben all diese Momente dazu geführt, dass ich mich wieder mehr mit mir verbinde, mir besser zuhöre, meine Grenzen achte und vor allem meinem Herzen lausche

Es galt sehr viel loszulassen, alte Identitäten, Erfahrungen, Gefühle und Gedanken, die mir nicht mehr gut tun. Dieses Jahr hat mich mehr als ein mal gefragt: Was tut dir nicht mehr gut? Wer willst du nicht mehr sein? Was darf gehen? Und wie wir wissen, in jedem Abschied steht auch ein Neuanfang.

Wenn sich eine Tür schließt öffnet sich eine andere und die Tür zu 2026 glitzert für mich in verschiedenen Farben und hat richtig Wumms.

Über mein Motto 2026 folgt nächste Woche noch ein Artikel, ich möchte es hier aber schon mal droppen. Ein Zitat aus einem Song von meinem Lieblingssänger und meiner Lieblingsband (Freddie Mercury hängt by the way über meinem Bett):

I want it all.

Ich will nicht mehr so „ganz nett“ und „okay“ und „passt schon“. Ich will geil. Ich will alles. Ich will in allen Lebensbereichen geil. Fülle. Dankbarkeit. Freude. Innerer Frieden. Finanzielle Freiheit. Luxus (in meinem Fall jederzeit das tun zu können, worauf ich Bock habe und nicht was ich glaube tun zu müssen). Vielseitigkeit. Stille. Reisen. Erfüllende Beziehungen. Tiefe Gespräche. Quality Time. Kreativität. Selbstliebe. Me-Time. Musik. Bühne. Yoga. Erfolg. Einfach alles.

Die drei Wörter mit denen ich in 2026 starte sind: Genuss. Sinnlichkeit. Leichtigkeit. Und ich freue mich all das in all meinen Lebensbereichen zu manifestieren und zu integrieren.

Ich gebe mich nicht mehr mit „ein bisschen“ zufrieden. I’m fucking done with it. I want it all.

Drunter mache ich es nicht mehr!

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Angesagt