Unser Gehirn liebt es Energie zu sparen, wenn wir alle Entscheidungen des Tages jeden Tag bewusst entscheiden müssten, würde unser Gehirn nach wenigen Minuten explodieren. Weißt du, wie es besonders gut Energie spart?
Gewohnheiten und Denkmuster
Indrei Wochen beginnt das neue Jahr (Ja, ich frage mich auch, wann das passiert ist) und die alljährliche Selbstoptimierungs-Challenges beginnen wieder.
- 30-Tage Yoga/Lauf/Bewegungs-Challenge
- „Jetzt möchte ich Gewohnheiten verändern, die mir nicht gut tun.“
- „Ich will gesünder leben und mich mehr bewegen“
- „Ich möchte mit dem Rauchen und/oder mit dem Alkohol aufhören“
- „Weniger Smartphone und Ablenkung und mehr Zeit für mich“
…und wie jedes Jahr halten die Vorsätze und gesteckten Ziele eine Zeit lang, manchmal sogar mehrere Monate und irgendwann ganz unbemerkt kommen Gewohnheiten zurück, von denen wir dachten, wir seien sie los.
Wie kommt es, dass wir zwar an uns selbst arbeiten, reflektieren, dass uns bestimmte Tätigkeiten, Menschen oder Situationen nicht gut tun und es trotzdem nicht lassen können. Wir wissen, dass zwei Stunden Bildschirmzeit auf Instagram, TikTok und Co. nicht geil sind. Wir wissen, dass es uns nicht gut tut morgens erst mal im Bett Nachrichten zu checken. Wir wissen, dass sechs Tassen Kaffee am Tag zu viel sind. Wir wissen, dass uns ein Spaziergang am Abend gut tun würde und besser wäre, als direkt auf der Couch einzusinken. Wir wissen, dass bestimmte Lebensmittel nicht gut für uns sind. Wir wissen, dass zu viel Stress nicht gut für uns ist…
Trotzdem ist es so schwer, aus diesen Mustern und Gewohnheiten auszubrechen.
Wir haben kein Wissensproblem. Wir haben ein Umsetzungsproblem.
Ich habe das schon so oft hier, in meinem Podcast und auf Social Media gesagt. Alle wissen es, aber so viele struggeln damit etwas zu verändern, denn Veränderung kostet Energie. Unser Gehirn möchte aber Energie sparen und unser Ego beschäftigt sich nun mal lieber mit dem Shit von anderen als mit dem Deep Shit in uns selbst.
Natürlich hat es Gründe, dass wir aus unseren Gewohnheiten oft so schwer ausbrechen können. Gewohnheiten hängen an Glaubenssätzen, häufig an sehr tiefsitzenden Glaubenssätzen, die unsere Identität zu großem Maße bildet. Glaubenssätze und Denkmuster sind wiederum mit Emotionen verknüpft und ohne an die ran zu gehen, kommen wir auch an den oberen Schichten nicht weiter.
Das Unkraut
Vielleicht erinnerst du dich an mein Bild mit dem Haus, dem Garten und dem Zaun. Falls nicht, hier geht es zum Artikel Grenzenlose Grenzüberschreitung. Menschen sagen immer so schön: „Kehre zuerst vor deiner eigenen Haustür“. Wie schön es wäre, wenn das wirklich mal alle täten. Lassen wir mal den Besen in der Ecke. Glaubenssätze bzw. Gewohnheiten, die uns nicht gut tun, verbildliche ich mir immer mit Unkraut in meinem Garten. Es nervt, es ist ständig sichtbar, aber es ist auch voll die Arbeit das wegzumachen. Wenn du jetzt anfängst, oben an den Blättern rumzuschneiden, dann sieht der Garten zwar erst mal schöner aus, das Unkraut wächst aber nach.
Was wir machen dürfen, damit wir das „Problem bei der Wurzel packen“, ist das Unkraut an der Wurzel zu packen und rauszuziehen. Sobald wir aber an diese Art der tieferen Arbeit rangehen, werden wir unter Umständen mit Emotionen und inneren Bildern konfrontiert, die wir nicht sehen wollen. Oft fehlen dann auch noch die Räume, in denen wir uns öffnen, über dieses Unkraut samt Rattenschwanz reden können, ohne Angst vor Be- und Verurteilung zu haben.
Vielleicht wird auch deutlich, woher dieser unterbewusste Drang nach Ablenkung kommt, durch Social Media, Serien, Filme, Bücher, Gespräche oder Arbeit. Wenn wir anderen zuhören, müssen wir uns selbst nicht zuhören. Wenn wir zur Ruhe kommen und uns selbst zuhören, kommen eventuell Dinge hoch, vor den wir unterbewusst die ganze Zeit weglaufen, mit unseren Gewohnheiten und Denkmustern.
Ein Teufelskreis
Es beißt sich also die Katze in den eigenen Schwanz. Auf der einen Seite wollen wir diese Gewohnheiten verändern, damit wir uns besser fühlen, auf der anderen Seite wollen wir aber auch den „Deep Shit“ nicht sehen, der mit den Gewohnheiten zusammenhängt, nämlich das wovor uns die Gewohnheit, der Glaubenssatz, „schützen“ möchte. Wir kämpfen damit gegen innere Windmühlen, gegen unsere eigenen Windmühlen.
Der Neuroplastizität sei Dank, wissen wir, dass wir in unserem Gehirn jederzeit neue Verbindungen knüpfen können. Starke, tiefsitzende und dysfunktionale Glaubenssätze können aufgelöst und neue, für uns positiveren Glaubenssätze geschaffen werden. Aus den achtspurigen Autobahnen können wir ausfahren und uns auf einen Trampelpfad bewegen. Es ist definitiv möglich und viele Menschen verändern ihre Gewohnheiten vor allem dann, wenn es ihn besonders schlecht mit etwas geht oder es sie wirklich sehr nervt in den Gewohnheiten hängen zu bleiben.
Die Angst vor dem Unbekannten
Die größte Hürde ist meist die Angst vor dem Unbekannten und Neuen. Auch das kostet Energie und unser Gehirn mag ja, wie bereits beschrieben, gerne Energie sparen. Neues und Veränderung sind erst mal stressig und unser Körper und unser Geist dürfen sich neu justieren. Eine gute Freundin und liebe Kollegin Maria Busqué (bei ihr gibt es gerade ein Advents-Special, schaut mal vorbei) sagte vor kurzem in einem Gespräch zu mir: „Saskia, gib deinem System doch Zeit, um sich neu zu sortieren. Das braucht Zeit und Kapazität, sich dann neu auszurichten“.
Ich bin da als Mentorin und Yogalehrerin bei anderen sehr gut, das genau so zu lehren und zu begleiten, bei mir selbst gelingt es mir leider nicht immer. Es ist wichtig einen Spiegel von Außen zu bekommen und wir können uns nun mal den Spiegel nicht selbst vorhalten. Deshalb bin ich so dankbar für so besondere Mentor*innen in meinem Leben, die das immer wieder tun, wenn ich es brauche.
Groove your mind
Ich möchte dir nun von meinem nächsten Online Programm und auch ersten Online Programm in diesem Stil berichten. Hier findest du eine Podcastfolge, wo du noch mehr darüber hören kannst. Vom 07.01.24 – 05.02.24 möchte ich Raum geben, für genau das, was ich gerade beschrieben habe: Veränderung. Veränderung der Gewohnheiten und Glaubenssätze. Veränderung von Mustern. Inspiration und Tools teilen, mit denen ich mich in den letzten sieben Jahren sehr weiterentwickelt habe und viele alte Muster abgelegt, Emotionen gefühlt und Blockaden gelöst habe. Ich hatte dafür auch Räume. Sie waren und sind immer noch mein Safe Space.
Und genau das möchte ich für andere sein und kreieren: Ein Safe Space in dem alles erlaubt ist. Keine Emotion oder kein Gedanke für die du dich schämen musst und selbst Scham ist willkommen. Mit Yoga, Meditation, gemeinsamen Gesprächen und meinem Wissen über Neurobiologie, das Nervensystem und Mindset möchte ich dir eine Begleitung in einer kleinen Gruppe anbieten.
Hier findest du die Termine und weitere Informationen und wenn du dazu fragen hast, melde dich sehr gern bei mir.






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