Wenn dir dein Körper in den Hintern beißt…

In den letzten sechs Monaten wurde so viel wie noch nie über Gesundheit gesprochen, geschrieben oder geteilt – bzw. mehr über Krankheit, als über Gesundheit…

Eigentlich war es früher einigen Menschen sogar ziemlich egal, wenn sie andere angesteckt haben. Ich hatte regelmäßig in der Musikschule kranke Schüler*innen in der Erkältungszeit, die sich krank in die Schule und dann natürlich auch krank zu ihrem Musikunterricht geschleppt haben. Ich habe auch Fälle erlebt, da kamen Kinder oder Jugendliche mit Fieber in meinen Unterricht. Einerseits ja ein großes Kompliment, wenn die Schüler*innen sogar noch krank in den Musikunterricht kommen – dann macht es ihnen ja offensichtlich Spaß. Über die Ansteckungsgefahr eines nießenden Kindes auf die Klaviertasten brauche ich hier wohl nicht hinzuweisen. (Das war allerdings die letzten 8 Jahre in denen ich unterrichtet habe immer allen egal!)

Andererseits wurde so eine weitere Generation dazu erzogen: „sich mal nicht so anzustellen“ oder „ach das bisschen Schnupfen“ oder „kein Weichei zu sein“ oder „auf die Zähne zu beißen und das durchzuziehen“…

Hat sich dieser Umstand jetzt in der Coronazeit geändert?

Bei all der Berichterstattung der öffentlich rechtlichen Medien und der Aussagen von unterschiedlichen Politikern (die meiner Meinung nach eigentlich kein Recht haben über meine Gesundheit zu bestimmen), habe ich persönlich noch nicht das Gefühl gehabt, es gehe hier um Gesundheit! Ich weiß nicht wie es dir geht, aber für mich bedeutet Gesundheit: physische und psychische Gesundheit. Mal abgesehen davon, dass einem gesunden Körper mit ausgewogene Ernährung, viel Flüssigkeit, ausreichend Schlaf, Bewegung und viel frischer Luft (am Besten in der Sonne) alles wichtige gegeben ist, ich allerdings von diesen Themen wenig bis gar nichts in den Medien lesen kann, wird über psychische Gesundheit schon mal gleich gar nicht gesprochen! Manche würden hier jetzt ansetzen mit bösen Unterstellungen oder mit Mutmaßungen, ich werde mich von solchen Methoden aber distanzieren.

Schwierig wird es allerdings, wenn durch etwaige Maßnahmen einem die Luft zum atmen, die ja eigentlich so wichtig für unsere Gesundheit ist, einfach genommen wird. Einige Maßnahmen machen leider für mein Verständnis von Gesundheit absolut kein Sinn und ich weiß – ich bin mit dieser Auffassung nicht alleine! Darum soll es in diesem Artikel aber nicht gehen…

Ich möchte näher darauf eingehen wie spannend es ist mit anzusehen, wie einen der Körper außer Gefecht setzen kann. Besonders interessant für mich ist hier die Ursache herauszufinden.

Unser Immunsystem, bei einem gesunden Menschen ohne chronische Erkrankungen oder Vorerkrankungen, steckt ziemlich viel weg. Es gibt aber ein paar Dinge, die unser Immunsystem runterfährt – auch bei einem gesunden Menschen wie mir. Dazu gehört natürlich Stress! Ich glaube ich muss das niemandem erklären, jeder weiß wovon ich spreche. Stress ist einer der Immunsystemkiller schlecht hin. Angst produziert im Körper übrigens Stresshormone, man bedenke das, wenn man demnächst das Gefühl hat von panischen und ängstlichen Menschen umgeben zu sein…

Unser Körper hat einige Warnsignale die er bringen kann: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Müdigkeit, Energielosigkeit, Schlaflosigkeit usw.

Bildlich gesprochen gibt es so eine Art Energieanzeige in unserem Körper und viele Menschen bewegen sich sehr lange im orangenen und hellroten Bereich – für Wochen oder sogar Monate. Wenn etwaige Symptome nicht beachtet werden, keine Ruhepausen eingelegt werden, die Energie zu sehr ausgereizt wird…ja, jeder weiß was passiert: wir werden krank! Der Körper ist plötzlich anfällig (übrigens nicht nur für Coronaviren) und es erwischt einen mit einer Erkältung, einem grippalen Infekt oder einer Grippe. Ja das sind alles unterschiedliche Krankheitsbilder, lass es dir gesagt sein ich war früher öfter krank…

Über Langzeitfolgen von Stress möchte ich hier und heute auch nicht sprechen, sollte aber vielleicht in einer der vielen Talkrunden im ZDF & Co. mal wieder dringend getan werden!

Warum ich diesen Artikel heute schreibe? Ich liege gerade krank im Bett. Ich habe eine Schwachstelle am Körper, die immer anschlägt wenn ich es überreizt habe. Mir passiert das zwar deutlich seltener als früher, aber dennoch liege ich hier und es nervt tierisch. Ich hätte mich noch vor wenigen Jahren einfach darüber aufgeregt, dass ich krank bin – man wird dann übrigens nicht schneller gesund, nur weil man sich drüber aufregt.

Heute bin ich an dem Punkt zu reflektieren, woran das liegen könnte. Unser Körper kommuniziert den ganzen Tag mit uns, er teilt uns mit wenn ihm etwas nicht passt, ihm etwas nicht gut bekommt oder er etwas nicht mehr schafft. Leider hören wir immer weniger auf diesem Kanal zu und ich frage mich ernsthaft woran das liegt! Ich bin der Meinung, wir dürfen diesem wundervollen Körper in dem wir hier auf diesem Planeten wandeln auch mal zuhören, vor allem wenn er nicht mehr kann. Ich bin der Meinung, dass es nichts aber auch gar nichts mit Schwäche zu tun hat, wenn man dem nachgibt und sich ausruht. Ich bin der Meinung, dass viele Menschen einfach nicht mehr auf ihren Körper hören, weil sie es irgendwann abtrainiert haben. Wir hören auf Empfehlungen von aussen, von Behörden, von Organisationen, von Politikern, aber auf unseren eigenen Körper nicht mehr? Das muss mir mal einer erklären!

Ich kann dir nur eindringlichst dazu raten, den Kommunikationskanal mit deinem Körper wieder aufleben zu lassen. Kein Arzt oder Ärztin, kein Familienmitglied oder Partner*in kann dir das abnehmen. Du alleine wohnst in diesem Körper, der den ganzen Tag 100% für dich gibt! Du bist selbst für diesen Körper verantwortlich – nicht die WHO, nicht das ZDF und schon gar nicht Frau Merkel! Wenn du krank wirst ist das meisten ein kleiner bis großer Tritt in deinen Hintern, sozusagen die letzte Methode die unser Körper zum kommunizieren hat. Er sagt einem dann ganz klar: „So Fräulein und du bleibst jetzt mal für ein paar Tage liegen und füllst deine Energiereserven mal wieder anständig auf. Ich sage wann es weiter geht und nicht du!“

Diesen Satz oder zumindest sinngemäß, bekam ich vor ein paar Tagen um die Ohren und ich wusste wieder: Ich bin zu weit gegangen. Jetzt liege ich hier mit meinem Tee und meinen Lutschpastillen und muss die Klappe halten – jeder der mich kennt weiß, wie unfassbar schwer mir das fällt. Während ich so am reflektieren war, was die letzten Wochen los war und woran das liegt, dass ich nun hier liege, sind mir so einige Antworten gekommen. Zeitgleich kam in mir der Gedanke auch über dieses Thema auf diesem Blog zu schreiben.

Für mich gehört dieser Artikel absolut in den Bereich „Energiemanagement“, denn eines ist ganz sicher: wenn ich die letzten Wochen besser mit meiner Energie gehaushaltet hätte und achtsamer mit meinem Körper umgegangen wäre, läge ich nun nicht hier!

Wer näher zu dem Thema in eine Podcastfolge einsteigen will, vor einer Woche ging dazu eine online:

https://www.podcast.de/episode/490684768/Energiemanagement/

Trotzdem bin ich meinem Körper immer wieder dankbar für seine Warnsignale. Ich möchte hiermit einfach ein bisschen Bewusstsein dafür schaffen, dass wir keine Maschinen sind und es irgendwann einen Punkt gibt, wo unser Körper uns eben in den Hintern beißt…

Bleibt Gesund und Grüße aus dem Krankenlager!

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