Jahresrückblick

Einen Jahresrückblick mache ich seit 4 Jahren, immer zwischen den Jahren. Es ist sozusagen die Vorstufe zur Jahresplanung! Bevor ich also plane, was ich im Jahr 2020 mache und welche Ziele ich habe, schau ich erst mal zurück und reflektiere das Jahr 2019. Selbstreflexion und Reflexion von Erlebnissen ist was wirklich feines, kannst du gern mal probieren, auch wenn du das noch nie gemacht hast.

Es gibt unterschiedlichste Methoden das zu machen. Wenn man nicht so der Schreibtyp ist, kann man auch einfach den Kalender und die Bilder durchgehen und darüber nachdenken, was einem so im Gedächtnis geblieben ist von den Erlebnissen.

Aber wenn du gerne schreibst, dann nimm dir ein Blatt Papier oder öffne Word auf deinem Laptop. Ich teile meinen Rückblick gerne in verschiedene Kategorien, z.B.:

  • Erfolge/erreichte Ziele
  • schöne Erlebnisse
  • Erkenntnisse

Ich mache bewusst keine Kategorie wie „Misserfolge“ oder „Was alles schief gegangen ist“…das bedeutet nicht, dass man über die negativen Dinge im Jahr nicht nachdenkt oder sie aufschreibt. Aber ich bin ein großer Fan davon, auch in den negativen Erlebnissen etwas Positives zu finden. Das packe ich dann in die Kategorie Erkenntnisse. Da kann man aufschreiben, was man durch die Situation gelernt hat. Man schenkt den Ereignissen Aufmerksamkeit, aber man wertet sich selbst nicht ab und denkt „Mist, hab ich dieses Jahr viel Scheiße gebaut!“.

Ich gehe dann durch meinen Kalender durch, einige Termine/Erlebnisse sind mir noch sehr gut in Erinnerung und bei anderen muss ich tatsächlich überlegen, was da noch mal war. Das ist aber genau der Sinn an der Übung! Du wirst schnell feststellen, dass man sich wirklich nicht an alles erinnern kann. Es bedeutet aber selten, dass die Erinnerungen nicht weniger wert sind oder man nicht etwas daraus mitgenommen hat.

Sehr geil ist es, wenn man sich im letzten Jahr Ziele gesetzt hat und jetzt aufschreiben kann, dass man vieles oder sogar alles davon geschafft hat. Das gibt unglaublich viel Motivation und Energie für das nächste Jahr. Durch die 12 Monate hat man natürlich Höhen und Tiefen und fühlt sich manchmal, als würde man nix geschafft bekommen. Das ist aber Bullshit! Unser Gehirn ist einfach Meister darin, sich nur auf das zu konzentrieren, was nicht funktioniert hat. Die Erfolge werden meistens kurz gefeiert mit einem Hormoncocktail und dann rutschen sie in den Hintergrund, weil irgendwas Tage später wieder nicht funktioniert. Das Aufschreiben von erreichten Zielen oder Erfolgen (beruflich oder privat) zeigt einem selbst einfach, wie viele Sachen man richtig gut gemacht hat.

Es gibt dir dann auch den nötigen Schub, dir neue Ziele zu setzen. Ich vermeide übrigens sehr das Wort Vorsätze…Vorsätze gelten meistens genau 4 Wochen und dann sind sie wieder am Arsch! Dazu komme ich dann im nächsten Artikel: Jahresplanung.

Wenn du deinen Kalender durchgegangen bist, mit den fixen Terminen und evtl. Notizen dazu, öffnest du mal deine Bilderbibliothek auf dem Smartphone oder dem Laptop. Auch da werden dir Momente sehr weit entfernt vorkommen, obwohl sie grade ein paar Monate alt sind. Das ist besonders hilfreich für die Kategorie ’schöne Erlebnisse‘. Man kann in diese Kategorie sehr viel aufschreiben, private schöne Erlebnisse, beflügelnde Konzertauftritte, motivierende Gespräche was auch immer dir das Gefühl gibt: das war schön, ich erinnere mich gerne daran zurück!

Bei den Erkenntnissen kann das sehr vage formuliert werden, du musst es gar nicht an bestimmte Situationen knüpfen. Es reicht wenn du dir z.B. wie ich aufschreibst: „Ich darf Fehler machen und bin auch nur ein Mensch“. Das ist ja selten nur an einer Situation festzumachen, als eher eine Entwicklung im Jahr. Du kannst hier auch Glaubenssätze festsetzen, die du aufgelöst hast.

Grundsätzlich ist das eine Methode, die dir dienen soll, Positives in den Vordergrund zu rücken und Negatives etwas positiver zu sehen, was man aus den Dingen gelernt hat. Ich kann es dir nur wärmstens ans Herz legen, dass mal auszuprobieren bevor du in deine Jahresplanung übergehst. Wichtig ist vor allem, wenn du merkst, dass dein Jahr total vollbepackt war, zu reflektieren und zu realisieren es im nächsten Jahr anders zu machen. Für deine Gesundheit, deine Freizeit und deine Familie und Freunde.

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