Deinen eigenen Tagesrhythmus finden

Nein hier geht es zur Abwechslung nicht um den Rhythmus mit Synkopen und Hemiolen, sondern um deinen persönlichen Tagesrhythmus.

Wann bist du besonders wach und aufnahmefähig? Wann bist du kreativ und voller Tatendrang? Wann bist du körperlich aktiver und wann mit deinem Verstand? Wann hast du deine müde Phase und brauchst eine Pause? Wann bist du besonders motiviert und wann eher nicht? Wann ist dein Gehirn überall, aber nicht bei dir?

Mit diesen paar Fragen kannst du schon mal anfangen dich in den nächsten Wochen zu beobachten. Du brauchst diese Fragen nicht sofort zu beantworten. Manche Menschen sind sehr achtsam mit sich und hören auf ihren Körper und manche sind (wie ich) Meister darin ihre müde Phase einfach mit Kaffee zu ertränken.

Du kannst dich mal über den Tag verteilt beobachten und immer wenn dir dazu etwas einfällt notierst du dir das kurz, in dein Notizbuch oder eine App. Du wirst sehr schnell feststellen, dass dein Körper einem bestimmten Rhythmus folgt. Ganz bekannt ist natürlich die Unterteilung in ‚Morgenmensch‘ und ‚Nachteule‘. Da weißt du vielleicht schon, in welche Kategorie du eher gehörst.

Aber wie das genau aussieht, zu welcher Tageszeit du in welcher Form und Verfassung bist, ist sehr interessant herauszufinden. Da tickt jeder Mensch anders und das ist auch vollkommen ok so!

Für Person A ist die Zeit zwischen 07:00 Uhr morgens uns 11:00 Uhr die produktivste und Person B kann da ohne Kaffee nicht mal den Weg zur eigenen Haustür finden. Wenn du deine produktiven und wachen Phasen kennst und deinen Tagesplan daran anpasst, wirst du nicht nur schneller ans Ziel kommen, sogar dabei auch noch besser gelaunt sein. Wenn du nicht gegen, sondern mit deinem Körper arbeitest, dankt er es dir mit einem schönen Glückshormon-Cocktail!

Ein großer Vorteil am Studium ist, dass du dir größtenteils deinen Tagesablauf selbst gestalten kannst und deine Routinen festigen kannst, wenn du sie brauchst. Wenn du deine ‚produktive Übephase‘ am Tag kennst, kannst du dir genau zu dieser Zeit deine Übe-Blöcke reinlegen. Ich kann dir sagen, das ist ein völlig anderes Üben, als im Nachmittagstief mit Mensa-Essen im Bauch.

Ich weiß, manchmal lässt unser Stundenplan es nicht zu, weil genau zu dieser Zeit ein Seminar stattfindet. Vielleicht kennst du das Phänomen, dass du im Seminar sitzt und denkst: ‚Was könnte ich jetzt nicht alles üben…‘! Das hat nicht unbedingt immer damit zu tun, dass wir das jeweilige Fach nicht mögen indem wir grade sitzen, sondern unser Körper gerade genau in der Verfassung wäre um zu Üben. Im Idealfall, hast du nicht jeden Tag zur selben Uhrzeit ein bestimmtes Seminar. Und sollten es doch ein paar sein, empfehle ich sehr mal zu schauen, ob es auch Blockseminare mit diesem Inhalt an deiner Hochschule gibt.

Es gibt auch Zeiten am Tag, die perfekt sind um stupide Dinge abzuarbeiten, wo unser Gehirn mal etwas ruhen kann. Oder Zeiten am Tag, in denen man besonders viel Lust auf körperliche Bewegung hat, sei es ein Spaziergang, eine Jogging-Einheit, eine Runde Krafttraining oder eine Yoga-Session. Schau auch da mal, wonach dein Körper so verlangt. Du wirst überrascht sein, wie viel dein Körper dir durch verschiedene Signale mitteilt, wenn du auf ihn hörst.

Und wenn er nach Ruhe verlangt, nach einer Pause oder einem kurzen Mittagsschlaf, dann gib dem nach und überschütte es nicht mit Kaffee. So wie ich das leider immer wieder mache, obwohl ich es besser weiß.

Ich sagte ja schon: Wir haben kein Wissensproblem.

Das klingt jetzt tatsächlich einfacher als es ist. Bevor du aus deinen bisherigen Routinen ausbrechen kannst, musst du dir ihrer erst mal bewusst werden.

Probier zum Beispiel deinen aktuellen Tagesplan mal mitzuschreiben: Wann stehst du auf, wann machst du was und wie fühlst du dich dabei? Wie viele Stunden hast du geschlafen und wie fühlst du dich direkt nach dem Aufstehen? Hinterfrage deine Tätigkeiten ob sie dir leicht von der Hand gingen oder eher schwer. Woran könnte das liegen?

Das ist ein relativ langer Prozess und die Zeit dafür kannst du dir auf jeden Fall nehmen, um dir und deinem Körper zuzuhören.

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