Bestimmt hast du schon mal den Satz gehört: „Was nichts kostet ist auch nichts wert.“ Der hat in bestimmten Situationen vielleicht sogar Bestand, aber in den aller meisten Fällen ist es einfach Riesen großer Bullshit und ein Glaubenssatz, der in unserer Leistungs- und Erfolgsgesellschaft leider nur Schaden anrichtet.
Mal abgesehen davon, dass dieser #mediationmarch, dieses Angebot von mir, komplett kostenlos ist und mir viele Menschen bereits geschrieben haben, wie dankbar sie dafür sind und wie wertvoll sie den Inhalt finden, habe ich eine sehr gute Nachricht für dich: Meditation ist kostenlos.
Der profitorientierte Kapitalismus hat natürlich auch nicht vor der spirituellen Szene halt gemacht. Bei welchem Wort, besonders bei Werbung jeglicher Art, ich mittlerweile einen Kotzreiz unterdrücken muss ist „Selfcare“. Es geht mir so tierisch auf die Eierstöcke, dass den Menschen auch noch bei diesem Thema, in Kombination mit dem Standard Mantra „Liebe dich selbst, gönn dir was“, das Gefühl gegeben wird, sie müssten etwas kaufen, Geld für etwas ausgeben. Natürlich, davon profitiert vor allem das Unternehmen, welches dir sagt, dass du dieses oder jenes brauchst um zu entspannen.
By the way hat das mit Selbstliebe nicht mehr viel zu tun, wenn ich mir erst irgendwas irgendwohin schmieren muss oder irgendwas tun muss, um mich dann lieben zu dürfen.
Niemand in dieser kapitalistischen „Selfcare“ Branche sagt dir: „Lege dich auf dein Bett, fokussiere dich auf deinen Atem und spüre in dich hinein und lasse los, was dich beschwert“. Nein wir brauchen noch mehr Kram, der uns „Entspannen“ soll, wir sollen jetzt noch mehr tun für unser Wohlbefinden. Auch das noch, jetzt muss ich da „auch noch“ was für mich tun. „Wohlbefinden“ auf die To-Do-Liste.
Niemand sagt dir: „Nicht tun. Lass es mal sein. Arbeite weniger hart und mache regelmäßiger bewegte und meditative Pausen.“ – Nein wir haten lieber die Gen Z, weil sie zum Teil genau das tut, was viele vor ihnen nicht getan haben: Auf ihren Körper hören, sich mehr Freiräume schaffen für ihre Gesundheit, um sich nicht kaputt zu machen, für ein System, was sowieso schon komplett kaputt ist.
Nicht du bist das Problem, wenn du in dem System nicht mehr kannst, sondern das System. Das kapitalistische, patriachale System hat uns aber seit Generationen was anderes beigebracht und die Glaubenssätze in uns, sind älter als unsere Körper.
Aber nun wieder zu der guten Nachricht: Meditation und die Zeit, die du dir schenkst, ohne Schnick Schnack (wenn dir Duftkerzen oder Räucherstäbchen ein gutes Gefühl geben, dann go for it – mach ich auch), diese Zeit ist kostenlos. Damit kann man nur leider kein Geld machen. Das ist doof, zumindest für das System.
Mit gesunden Menschen, die in ihrer Mitte sind, die nicht von Stress zerfressen wie Zombies durch ihr Leben laufen, die keine emotionale Käufe tätigen, um ihre Löcher in sich zu stopfen und die sich mit ihrem eigenen Shit beschäftigen und Verantwortung für ihre Gedanken, Emotionen, Handlungen und ihre Gesundheit übernehmen – mit denen lässt sich leider auch kein Geld machen. Das ist doof, zumindest für das System.
Menschen, die im Vertrauen sind, in Liebe zu sich und zu anderen Menschen, die kann man nicht polarisieren und nicht spalten. Das ist doof, zumindest für das System.
Menschen, die anderen helfen in ihre Kraft zu kommen und dafür Geld nehmen, weil es eine Dienstleistung ist, wie jede andere auch, die sind leider auch doof für das System und müssen auf einem medialen, modernen Scheiterhaufen niedergebrannt werden – das trifft in der Regel: Frauen.
Du merkst vielleicht, mein innere Hexe glüht grade und speit Funkten.
Zeit, die du dir für dich nimmst, meditierend oder bewegend ist in 99% der Fälle komplett kostenlos. Das Hauptschlagargument was dann immer wieder fällt ist:
„Ich habe einfach keine Zeit dafür“, was übersetzt soviel heißt wie: „Ich habe einfach keine Zeit für mich.“, was eigentlich ziemlich weh tut, wenn man es sich vor Augen führt, denn für alle anderen hast du ja offensichtlich Zeit und Kapazität.
Für „Selfcare“ brauchst du keine Cremes und Shakes und fancy Kleidung. Du brauchst nur eins: Dich. Dich und die Bereitschaft dich zu öffnen, zuzulassen was da in dir steckt. Das Licht sowie auch den Schatten. Meist haben wir auch mehr Angst vor unserem inneren Licht, als vor unseren inneren Schattenthemen. Wir können uns aber mit beidem nur beschäftigen, wenn wir uns selbst zuhören. Nicht den Stimmen aus der Vergangenheit, den inneren Kritikern, den inneren Antreibern, dem inneren kleinen Gnom oder dem inneren Bullshit FM (das Wort habe ich von Laura Seiler, große Herzensempfehlung an der Stelle).
Uns selbst zuhören und uns selbst spüren kostet nichts.
Eine geführte Meditation von YouTube oder anderen kostenlosen Anbietern (auch meine innerhalb dieses #meditationmarch) ist kostenlos.
Eine Pause zwischen all dem Alltagswahnsinn am Fenster mit einer simplen Atemübung ist kostenlos.
Seine Gedanken festzuhalten und Erkenntnisse aufschreiben ist kostenlos.
Seine Gefühle zuzulassen und zu fühlen ist manchmal sehr unbequem und unangenehm und manchmal hat man das Gefühl es zerreißt einen fast, ich spreche aus Erfahrung, ist kostenlos.
Eine Gehmeditation im Park, im Wald oder einfach um den Block zu machen, ist kostenlos.
Einen Bodyscan zu machen, sich auf seinen Atem zu konzentrieren, ist kostenlos.
Es gibt so viele Möglichkeiten und in meinen Augen müsste das in unserem „Krankheitssystem“ (von Gesundheitssystem können wir hier leider schon sehr lange nicht mehr sprechen) zum Standard gehören, sowohl für Menschen mit körperlichen Beschwerden, für Menschen mit psychischen Beschwerden, aber vor allem für die (jungen) Menschen, die noch keine Beschwerden haben, dann damit könnte man so viel Prävention betreiben, aber wie schon gesagt: Das ist doof, zumindest für das System, denn es bringt leider kein Geld.
Solltest du noch (kostenlos) in den #meditationmarch einsteigen wollen, kannst das unter dem Link hier tun.






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