Entspannt Musizieren?

Was haben Erwartungsdruck und Selbstvertrauen gemeinsam? Leider in vielen Fällen nicht sonderlich viel. Dazu muss ich vielleicht ein bisschen klar machen, was ich unter diesen Begriffen verstehe.

Erwartungsdruck ist etwas, dass ich mir selbst auferlegen kann (und das in den allermeisten Fällten auch passiert) oder er von außen auf mich draufgelegt wird. Im Worst Case, kommt beides zusammen und fühlt sich dann an wie ein 2 Tonnen Steine in meinem Rucksack und ich breche zusammen. Erwartungen an meine Leistung können positive, wie auch negative Auswirkungen haben und sind erst mal nichts Schlechtes. Das Ausmaß, mit dem allerdings der Erwartungsdruck an einen gestellt wird und es in dem Fall auch um Leistungsdruck geht, ist in der Regel eher toxisch!

Selbstvertrauen wird leider oft mit Selbstsicherheit verwechselt. Das sind zwei verschiedene Bereiche. Selbstsicherheit ist im oben genannten Kontext natürlich auch nicht verkehrt. Aber was genau ist dann Selbstvertrauen, wenn es nicht beschreibt, wie sicher man mit etwas ist oder wie mutig man ist? Selbstvertrauen bedeutet für mich erst mal, dass ich mir selbst, meinem Körper und meiner inneren Stimme vertraue. Dafür muss ich denen aber erst mal zuhören. Es bringt mit nichts, wenn ich diese nervtötende innere Kritikerstimme für voll nehme und denke, das wäre meine innere Stimme. Nein. Die Stimme meine ich nicht.

Entspannt Musizieren beziehe ich übrigens nur bedingt auf den körperlichen Zustand, denn wenn ich wir da hängen wie ein Schluck Wasser und der Kurve oder wie ein Kartoffelsack, dann bekommen wir weder beim Üben, noch beim Proben oder beim Auftritt die nötige Körperspannung. Es geht mir da eher um dein Nervensystem und wie sehr wir das beruhigen können, schon im Prozess lange bevor du eine Bühne betrittst. Kennst du diese Sätze im Überaum?

„Mein Gott, wieso geht das immer noch nicht? Ich übe das jetzt schon so lange!“

„Ich muss das morgen im Unterricht abliefern, dann gibts halt heute noch mal ’ne extra Stunde!“

„Wenn ich das nicht hinbekomme, dann bin ich einfach nicht gut genug. Alle anderen schaffen das doch auch.“

„Was werden die nur von mir denken, wenn ich das so vorspiele?“

„Was mache ich eigentlich noch hier?“

Ich hätte noch mehr davon. Jede*r hätte noch mehr davon. Zu allem Übel, kommt auf diese Sätze (die, ich wiederhole mich, nicht von deiner inneren Stimme kommen) dann der innere General, Antreiber oder Bootcampleiter und haut noch mal schön oben drauf.

„Siehst du, ich wusste du schaffst das nicht. Da warst du wohl nicht fleissig genug!“

„Wenn du jetzt nicht Gas gibst, wirst du abgehängt, ist dir schon klar?“

„Ich würde mich an deiner Stelle jetzt mal fragen, ob du hierfür überhaupt geeignet bist!“

Ich wiederhole mich noch mal. Das ist nicht deine innere Stimme! Die kommt nicht aus deinem Kopf, sondern in der Regel aus deinem Bauch. Wir nennen das umgangssprachlich Bauchgefühl und ist einfach nur ein andere Bezeichnung für das, was manche Intuition oder Körpergefühl nennen. Unser Körper ist so unglaublich schlau und wir hören immer erst auf ihn, wenn er uns komplett k.o. haut. Die 180 Zeichen, die er vorher gesendet hat, ignorieren wir, denn „Ich muss abliefern“ – „Ich kann jetzt keine Pause machen“ – „Das wird von mir aber erwartet!“

Und da haben wir’s. Die Schleife kann durchbrochen werden. Ich brauche glaube nicht zu erwähnen, dass das nicht in 10 Minuten geht. Auch wenn wir in einer Gesellschaft leben, die immer alles sofort haben will und alles überall verfügbar ist. Persönliche Entwicklung geht nicht im 300 km/h Style, das könnte nach hinten los gehen.

Du fragst dich jetzt vielleicht, was diese ganze Thematik mit dem Nervensystem zu tun hat. In aller Kürze: Alle Impulse, besonders deine Bewegungen, werden durch’s Nervensystem gesteuert. Alle Emotionen werden dadurch gefeuert. Schon mal die Frage gestellt, warum wir unter großem Druck plötzlich da stehen und kein Ton mehr rausbekommen, im wahrsten Sinne des Wortes?

Fight – Flight – Freeze. Diese drei Möglichkeiten hat unser Nervensystem zu Verfügung. Wenn du dein Nervensystem schon im Überaum stresst, wie zum Henker, soll es dann auf der Bühne sein?

Entspanntes Musizieren heißt für mich mit und nicht gegen den eigenen Körper zu musizieren. Mit und nicht gegen die eigenen Bedürfnisse zu musizieren. Mit und nicht gegen unsere Emotionen zu musizieren. Dafür müssen wir aber zuerst mal unseren Körper verstehen, unsere Emotionen nicht wegdrücken, Gedanken zulassen und ergründen, ob sie die Realität widerspiegeln oder aus unseren Glaubenssätzen kommen. Dann dürfen wir uns auch mal anschauen, ob diese Erwartungen alle so berechtigt sind oder ob auch die ein bisschen zu hoch gesetzt sind.

Ich möchte es nicht mehr missen, beim Üben und in Proben entspannt zu bleiben, wenn es mal nicht so läuft wie geplant. Natürlich gelingt mir das nicht immer, aber die Tools, wie ich das zu 95% meines Arbeitsalltags halten kann, teile ich gerne mit euch…

Du möchtest mehr darüber erfahren und hast Lust da näher hinzuschauen und was für dich zu verändern? Am 20.08.22 um 11 Uhr gebe ich meine nächste Masterclass zum diesem Thema. Es wird wie immer interaktiv und informativ, du wirst danach auf jeden Fall einige Impulse für dein Üben, dein Mindset und deine Auftritte haben und dein Körper und dein Nervensystem werden es dir danken!

Mit dem Code: BLOGNEWS bekommst du 10% Rabatt – hier gehts zum Zugang. (Aufzeichnung wird an alle geschickt, wenn du nicht live dabei sein kannst, ist das also gar kein Problem!)

17 Semester später(Teil 3)

Endlich kommt er, der dritte Teil der Artikelreihe über mein Studium. Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich schreiben will, was nicht. Worüber ich sprechen möchte und wie ich das am Besten verpacke. Mittlerweile ist mein Masterabschluss schon fast ein Jahre her. Nun geht es weiter…

Den letzten Artikel habe ich beendet kurz vor meinem Bachelorabschluss 2019. Eine sehr interessante und spannende Zeit! Ich hatte meine ersten Probespiele hinter mich gebracht und einen sehr schönen Soloabend gespielt. Die Vorbereitungen für meinen Bachelorabschluss waren etwas Nervenaufreibend, denn ich habe kurz vor meinem Abschluss mit meinem Professor das gesamte Programm umgestellt! Ich hatte mich (wie immer) schon frühzeitig auf den Abschluss vorbereitet und ein bestimmtes Programm im Kopf, was ich auch erarbeitet habe. Wir merkten allerdings beide, dass es nicht „mein Programm“ war und es da etwas Nachholbedarf gab. Also stellten wir es um. 6 Wochen vorher …

Das Solostück „The Panic Flirt“ von Delgado, lernte ich sogar in nur 14 Tagen, denn die Noten hatten Lieferverzögerung. Was ich in dieser Zeit gelernt habe? Ich kann verdammt gut und schnell zeitgenössischer Werke erarbeiten. Das geht ja nicht jedem so, da ich aber auch mega Bock hatte und die Spieltechniken bereits alle verinnerlicht hatte, ging das. Ich war drei Wochen vor meinem Bachelorabschluss in Montepulciano mit einem Neue Musik Ensemble. Eine ganz besondere Woche und gleichzeitig eine der härtesten, die ich flötistisch je hatte. Ich bin über jede meiner körperlichen und mentalen Grenzen gegangen, was ich nicht unbedingt empfehlen kann nachzumachen! Ich habe in dieser Woche das Duo mit meinem noch heutigen Duopartner Valère Burnon gegründet, wir haben uns dort so richtig angefreundet und gemerkt, dass wir auf der exakt gleichen Welle schwimmen. Das „Duo di Montepulciano“ heißt aus oben genannten Gründen, wie es heißt 🙂

In der Woche in Montepulciano hatte ich sehr viel zu tun. Sehr viel! Ich war die einzige Flöte und gefühlt bei jedem Stück dabei. Was dazu führte, dass ich Probe hatte von 9.00 Uhr bis 19.00/20.00 Uhr. Natürlich mit einer Mittagspause und kleineren Pausen dazwischen. Aber das 6 Tage lang mit fast ausschließlich Neuer Musik (wir spielte dort auch drei Uraufführungen), mal abgesehen vom Flötenquartett in D-Dur von Mozart (was nun auch nicht gerade chillig ist für Flöte), das war schon harter Tobak! Ich lernte in der Woche wahnsinnig viel und habe mich auch sehr gefreut, so viel neue Werke kennen zu lernen. Trotzdem ging ich gen Ende der Woche auf dem Zahnfleisch und musste vor allem sehr auf meine Hände aufpassen. Ich sag ja – bitte nicht nachmachen!

Als ich dann zurück war ging die letzten zwei Wochen von meiner Vorbereitung los und die Durchläufe. Das muss ich vielleicht erklären. Mein damaliger Bandleiter und heutiger Podcastpartner Manuel Hilleke, sagte mir vor einigen Jahren: „Für so ein Abschlusskonzert gibt es eine Regel: Dein größtes Problem sollte sein, wo das kalte Bier danach ist. Also macht so viele Durchläufe mental wie aktiv, wie du nur kannst.“

Das habe ich befolgt. Ich machte vor meinem Abschlusskonzert insgesamt 17 Durchläufe. Am Tag meines Bachelorkonzerts steckte ich mir das Ziel, meine Energie den ganzen Tag zu zentrieren bis abends um 19.30 Uhr. Auch das gelang mir. Ich ging um 19.30 Uhr auf die Bühne und glühte förmlich – nicht vor Aufregung, sondern vor Energieladung – und spielte mein Konzert in vollster Leidenschaft und dachte überhaupt nicht über Fehler oder Probleme nach, ich hatte es ja bereits so oft gespielt. Es wurde eine wohlverdiente 1,0 – auch die hatte ich mir als Ziel gesteckt. Eine Einstellung, die ich heute nicht mehr habe, aber dazu später mehr.

Nach meinem Bachelorkonzert mit meinem Professor Dirk Peppel und daneben meinem lieben Studienkollegen und gutem Freund Changhuan Xia

In all der Vorbereitung zu meinem Bachelorkonzert spielte ich einige Wochen zuvor die Aufnahmeprüfung für den „Master of Music Solo/Kammermusik“ in Köln, denn ich wollte noch weiter bei meinem Professor studieren. Die bestand ich und so wusste ich, dass ich ab Oktober 2019 mein Studium in Wuppertal weiterführen würde. Neben dem Bachelorkonzert, muss man noch eine Repertoireprüfung absolvieren. Die spielte ich dann Ende September. Da war einiges vorgegeben, natürlich Mozart Konzert und Orchesterstellen, aber auch ein freies Stück nach Wahl. In dieser Prüfung spielte ich bereits mit meinem wundervollen Duopartner Valère.

Nachdem ich dann meinen Bachelor offiziell beendet hatte ging ein paar Tage später mein Masterstudium los. Ich hatte unendlich viele Ideen und Pläne für meinen Master. Das erste große Ziel war der Deutsche Musikwettbewerb im Jahr 2020. Ich meldete mich an, begann das Programm zu üben und arbeiten (besonders mit Valère eine Wohltat) und machte mir einen Plan für den Wettbewerb. (Falls jemand sich auf einen Wettbewerb vorbereitet: hier ist der Artikel mit Valère) Insgesamt bereitete ich mich acht Monate auf den Wettbewerb vor, mein gesamtes erstes Semester bestand aus der Vorbereitung, Orchesterphase und einigen wenigen Kursen. Dann kam die erste Märzwoche 2020, Valère und ich hatten einige längere Probentage hinter uns und waren in den letzten Zügen für den Wettbewerb, der Mitte März in Bonn starten sollte. (Hier ein Video von unserer Probe.)

Am 13.03.2020 fuhr ich nach Wien zu meine wundervollen Freundin und Kollegin Mária Kósa, wir wollten ursprünglich nach Budapest auf das Flötenfestival. Das wurde bereits abgesagt und ich hatte ein ganz ungutes Gefühl bezüglich des Wettbewerbs. Ich las schon zu der Zeit keine Nachrichten oder hatte einen Liveticker auf meinem Smartphone. Natürlich wusste ich grob um die Situation Bescheid. Aber dann öffnete ich im ICE nach Wien diese eine E-Mail, die mir den Boden unter den Füßen wegzog und mich in ein sehr tiefes Loch brechen lies. Die Absage des Deutschen Musikwettbewerbs wegen Corona. In mir brach mental alles zusammen, ich konnte erst Wochen später sagen, was ich eigentlich in dem Moment gefühlt habe. Es war für mich in dem Moment die absolute Hölle zu realisieren, dass ich mich acht Monate vorbereitet hatte und nun nicht zu einem Abschluss kommen konnte. Natürlich kamen noch einige andere Nachrichten an dem Tag und an dem Wochenende.

Hinzu kam, dass ich wenige Wochen zuvor einen saftigen Nervenzusammenbruch hatte oder wie ich es heute gerne nenne meinen „mentalen Breakdown“. Ich dachte früher immer, mich kann wirklich nichts aus der Bahn werfen, ich hatte mich geirrt. Ich habe mich in Therapie begeben und das war mit Abstand das Beste was ich machen konnte. Über die Hintergründe möchte ich hier nicht schreiben, aber ich wollte den Fakt darüber, dass sich professionelle Hilfe zu holen absolut nichts verwerfliches ist. Wenn man sich ein Bein bricht, geht man auch zum Arzt!

Da ich dadurch sowieso schon labil war, kann man sich vorstellen, wie ich in der Coronazeit weiter eingebrochen bin. Ich möchte das gar nicht groß thematisieren, denn ich brauche niemandem zu erzählen, was da inhaltlich abging. Mein Masterstudium war nicht mehr existent. Ein Master in Solo und Kammermusik lebt von Hauptfachunterricht, Konzerten und Kammermusikproben. Nichts davon war qualitativ mehr möglich. Über Online-Unterricht auf dem Niveau auf dem ich war, brauchen wir uns nicht zu streiten – das ist völlig sinnfrei. Ohne Zielpunkt blieb die Motivation im Keller. Wofür zum Henker sollte ich noch üben? Warum mache ich den ganzen Mist überhaupt noch? Bringt es noch was, dieses Studium weiterzuführen? Will ich überhaupt in einer Branche arbeiten, die der Politik am A**** vorbei geht? Was mache ich überhaupt noch hier?

Ja, die Gedanken sind heftig. Ich war auch in richtig deepem Shit drin. Mir ging es nicht gut. Es war sichtbar auf meiner Haut. Ich war mental komplett am Ende, besonders in der Zeit ab dem 01.11.20. Wer nicht weiß, was da für uns Künstler*innen beschlossen wurde, darf das gerne noch mal nachlesen.

Masterkonzert 25.09.21

Meine Semester zwei bis vier waren geprägt von Up’s und Down’s. Geübt habe ich wenig, bis ins letzte Semester rein, als ich dann wusste: Ich darf mein Masterkonzert wie geplant am 25.09.21 spielen. Die Idee zu dem Titel „Licht und Schatten“ (exklusiv könnt ihr gerne in mein Masterkonzert schauen, wenn ihr auf den Link klickt) hatte ich tatsächlich nachts einige Monate davor. Der Titel hat mehrere Bedeutungen. Erstens wollte ich mit Licht, Farben und Schatten arbeiten. Zweitens konnte ich mit meinem Program Licht und Schatten in der Musik und in den Werken abbilden, klanglich, wie ich interpretatorisch. Drittens war es das Motto meines Masterstudiums, auch wenn da gefühlt mehr Schatten als Licht war und ich den psychischen Aspekt damit darstellen wollte. Unser Leben besteht immer aus Licht und Schatten. Überall gibt es Polaritäten, die notwendig sind, denn das eine kann ohne das andere nicht sein.

Duo di Montepulciano

Ich habe sehr viel in meinem Studium gelernt, was nichts mit Musik zu tun hat. Ich habe natürlich auch wahnsinnig viel über Musik, das Flötenspiel, Performance und Geschichte gelernt. Aber wenn ich mich auf wenige Erkenntnisse beschränken müsste, wären es die Erkenntnisse, dass alles möglich ist und vieles von dem, was ich heute mache hätte ich mir vor acht Jahren im Traum nicht vorstellen können. Ich bin unglaublich stark und durch das Studium noch stärker geworden. Das Lernen hört nicht auf, auch nach dem Studium nicht und das ist geil!

Es geht immer weiter…

Was, wenn…?

Die mit Abstand kontraproduktivsten zwei Worte zu Beginn eines Satzes. In den aller meisten Fällen folgt auf: „Was, wenn…“ nicht wirklich was Positives, sondern eher sowas wie:

Was, wenn ich es nicht schaffe?“

„Was, wenn ich nicht gut genug bin?“

„Was, wenn ich einen Fehler mache?“

„Was, wenn sie über mich lachen oder mich schlecht bewerten?“

„Was, wenn sie mich dann ausschließen?“

Na? Kennst du das? Kennst du einen dieser Sätze? Ja? – Ich auch!

Ich habe einen Tipp für dich: Wenn nach dem Satzanfang „Was, wenn…“ nichts Positives, zielgerichtetes und visionäres kommt – lass es. Hör auf, dir zu erzählen, was nicht alle schief gehen könnte oder was jemand denken könnte, wenn du X oder Y tust oder verkackst.

Fakt ist: Du brauchst keine Angst vor Bewertung zu haben – du wirst sowieso bewertet. Du brauchst keine Angst davor haben Fehler zu machen oder zu scheitert – das nennt man dann Lernen. Hinfallen, wieder Aufstehen, weitermachen. Du brauchst keine Angst zu haben Ausgeschlossen zu werden, wenn du aneckst, passiert das automatisch, Reibung entsteht und Menschen werden das feiern was du tust und sagst oder nicht – das nennt man Polarisieren. Alles völlig normal und die Angst davor ist nur zu verständlich, aber leider nicht hilfreich. Ich habe mal den schönen Satz gehört: Wer Angst hat, leidet zwei mal. Ich möchte dir jetzt nicht vermitteln, dass du vor nichts mehr Angst haben musst oder das es schädlich ist. Es ist normal. Es steckt in unserem Glaubensmustern und Denkstrukturen. Es steckt sogar in unserer DNA. Es ist okay.

Aber…

Es ist auch klar, dass viele nicht anfangen oder nicht in ihre Kraft kommen, wegen diesen und vielen anderen Ängsten. Wegen Glaubenssätzen aus der Kindheit oder der Gesellschaft. Der Satzanfang: „Was, wenn…“, ist nur ein Indiz dafür, dass gerade nicht dein rationaler Verstand spricht, sondern eine Emotion aus dir oder einer anderen Person spricht. Du kannst natürlich das Worst Case Szenario vor deinem inneren Auge platzieren. Wir wissen mittlerweile genug über das Gehirn, dass klar ist: Unser Gehirn entscheiden bei Bildern nicht zwischen Realität und Vorstellung. Wenn du dir also Schreckensszenarien ausmalst, wirst du diese in der Regel auch erhalten. Wenn du nur fest genug daran glaubst, dass der Bühnenauftritt gleich scheiße wird, ich verspreche dir: Er wird es. Danach kannst du dir dann weiterhin erzählen, was für ein*e Versager*in du bist, dass es wieder nicht geklappt hat, „war ja klar“ und unser*e innere Kritiker*in (ja, auch da darf geändert werden) ’ne fette, mentale Auspeitschparty starten kann.

Was aber wäre wenn, du diese inneren Bilder und Vorstellungen positiv gestaltest und dir das oben genannte Wissen zu eigen machst. Dir deine Situation visualisierst und nicht das Worst, sondern Best Case Szenario vorstellst – dutzende Male…

…ja, dann ist wahnsinnig viel möglich, eigentlich ist dann alles möglich, denn alles, was du dir innerlich vorstellen kannst, kann auch Realität werden.

Wenn du gerne weiterhin die selbsterfüllenden Prophezeiungen nutzen möchtest und dir deinen Misserfolg vorher zurecht legen willst, um deine vermeintliche Unfähigkeit zu bestätigen, dann mach das. Ich kann dir nur wärmstens empfehlen damit aufzuhören. Den Satzanfang: „Was, wenn…“ einfach aus dem Wortschatz zu streichen oder ihn zumindest für eine positive Vision zu nutzen.

Wenn du mehr über diese Methode der Visualisierung lernen möchtest, ist mein Onlinekurs „Get your shit done“ genau das Richtige für dich. Es gibt auch die Möglichkeit in einer Mastermind mit mir zu arbeiten oder sogar im 1:1. Melde dich bei mir, wenn dir der Artikel nicht reicht, um daran zu arbeiten – ich bin ehrlich: Ich hatte damals auch Hilfe 😉

Pricing und der Wahnsinn unserer Branche

Ich bin es leid. Ich bin es so leid, mit anzusehen, wie sich unsere Branche selbst ständig den Ast absägt, auf dem sie sitzt. Wie wir uns von Dumping Preis zu Dumping Preis hangeln uns gegenseitig unterbieten wollen und uns gegenseitig erzählen: „Das zahlt doch sowieso niemand!“ oder „Das kann ich doch nicht verlangen“ oder „Mir laufen doch die Kund*innen weg, wenn ich die Preise anhebe“.

Billig ist leider nicht immer besser. Im Gegenteil! Und es geht hier nicht um die Leistung oder den Wert des Menschen, der die Dienstleistung ausführt, sondern um das unfassbar niedrige Money Mindset, welches einfach ein Systemfehler ist. Wir lernen schon im Studium, dankbar zu sein für eine Mugge (Veranstaltung, bei der wir engagiert werden) bei der wir 100€ bekommen. Das Catering der Veranstaltung kostet zwar 1000€ aufwärts, aber hey: „Die Musiker*innen sollen dankbar sein, dass wir sie überhaupt spielen lassen“. Was bleibt von den 100€ für mich übrig? Im Durchschnitt 30€, wenn’s reicht! Wenn eine Hobbymusiker*in neben dem Haupterwerb für 15€ die gehaltene 45 Minuten unterrichtet, kann das diese Person gerne tun. Ich nicht! „Aber ihr*e Vorgänger*in hat nur…“ – „Schön! Dann gehen sie zu ihm oder ihr. Ich nehme Summe X. Punkt.“

Ich hab es so satt! Ich bin durch damit. Ich lebe von diesem Job. Ich mache das nicht nebenberuflich, während ich monatlich meine 5.000€ Brutto als ITler*in verdiene und mir mit Privatunterricht ein paar hundert Euro pro Monat dazu verdienen möchte oder in einer Band ab und zu auf Hochzeiten spiele, weil es mir Freude macht. Ich möchte von diesem Geld, was ich als freiberufliche Musikerin und Pädagogin verdiene meine Lebenshaltungskosten decken können, Altersvorsorge betreiben und was zu Seite legen können ohne immer bei 0 rauszukommen. Das geht aber mit den Preisen heute nicht mehr, die wir im Durchschnitt nehmen.

Wenn man sich die Jahreseinkommen von freiberuflichen Künstler*innen und Pädagog*innen in Deutschland anschaut dann wird mir schlecht! (Artikel) Der Durchschnitt liegt bei 17.000 € … der Durchschnitt von anderen Erbwerbstätigen liegt bei 40.500 €. Das ist, gelinde gesagt, ein Desaster. Und wir können leider die Schuld nicht immer bei anderen suchen. Ich bin für meine Preise, die ich veranschlage selbst verantwortlich. Ich bin für mein Money Mindset selbst verantwortlich. Ich bin dafür verantwortlich, unterbezahlte Anfragen anzunehmen oder abzulehnen. Wir haben ein Riesen Systemproblem, das ist auch nicht von heute auf morgen weg, aber ich will nicht mehr dabei zusehen. Über die Inflation habe ich noch gar nicht gesprochen, das wird in den nächsten Jahren bestimmt nicht weniger!

Ich baue mir gerade eine Selbstständigkeit auf, in der ich finanziell unabhängig bin. Das tue ich natürlich nicht nur durchs Musizieren und Unterrichten. Aber es ist meine Verantwortung. Ich habe es mir zum Ziel gemacht, Musiker*innen darin zu unterstützen in ihr volles Potential zu kommen. Das schließt für mich auch das finanzielle Potential ein! Deshalb habe ich was für dich, falls das Thema auch für dich interessant ist und du einen liebevoll, aber notwenigen Hinterntritt brauchst:

Die nächste Masterclass, die ich halte heißt Pricing in der Musikbranche und wird am 05.07.22 um 19 Uhr auf Zoom stattfinden. Falls du da nicht kannst, ist das gar kein Problem, denn alle, die den Zugang haben, erhalten die Aufzeichnung am selben Tag.

Was es da gibt?

Einen Money Mindset Shift. Volle Power meinerseits. Eine Anleitung den eigenen Preis zu definieren und auch zu kommunizieren. Ein PDF, mit dem du nacharbeiten kannst.

Ich schaue nicht mehr zu. Ich mache was. Wir haben kein Wissensproblem in der Gesellschaft, sondern ein Umsetzungsproblem. Wer mich schon länger kennt: Ich habe kein Umsetzungsproblem und ich trete gerne (liebevoll) in Hintern, motiviere und inspiriere Menschen in ihre Kraft zu kommen.

Ich freu mich auf dich, wenn du dabei bist!

Gedankenkarusell

Kennst du das?

Du stehst hinter der Bühne und musst gleich raus und deine Gedanken fangen an so richtig durchzudrehen: „Was ist wenn ich einen Fehler mache?“ – „Was werden die Leute wohl von mir denken?“ – „Sehen meine Haare auch gut aus oder sollte ich noch mal schnell in einen Spiegel schauen?“ – „Habe ich mich auch richtig vorbereitet? Wäre da nicht noch mehr gegangen?“ – „Shit, was mache ich hier eigentlich? Warum tue ich mir das noch mal an?“

Du erkennst das? Na dann Willkommen in der Welt eines Bühnenmenschens. Es ist übrigens egal, was du dort tust. Ob sprechen, singen, tanzen, spielen. In dem Moment, wo wir auf die Bühne gehen, machen wir uns angreifbar. Wir machen uns verletzlich. Wir zeigen uns vor Menschen. Ich persönlich fühle mich seelisch meistens komplett nackt auf der Bühne, aber mittlerweile finde ich das richtig geil! Denn dann sind plötzlich ganz besondere Momente möglich, die ich nicht hatte, als ich mir noch Gedanken um meine Leistung, meine Haare, mein Outfit oder meine Noten gemacht habe.

Dieses oben beschriebene Gedankenkarusell haben sehr viele! Wenn du dich da wieder erkennst, bist du nicht alleine! Das Problem an der Situation ist allerdings, das bei vielen durch dieses Gedankenkarusell ein Gefühl hochkommt, was einem ganz schön die Party versauen kann: Angst.

Angst ist kein guter Berater (dazu gibt es auch eine Podcastfolge, hör da gerne mal rein). Angst sorgt im Körper für noch mehr Stress, als es die Situation eigentlich schon hergibt. Dein Körper ist im Alarmmodus, Adrenalin wird ausgeschüttet und normalerweise gibt es nun drei Möglichkeiten: Fight, Flight oder Freeze. Unser Nervensystem hat drei Optionen für solche Momente: kämpfen, fliehen oder totstellen bzw. einfrieren. Das muss man wissen! Wenn dir das nicht bewusst ist, kannst du auch nicht darauf reagieren. Diese Reaktion ist mehrere zehntausend Jahre alt, heute steht da halt kein Säbelzahntiger sondern ein Vorhang, Scheinwerfer und Augenpaare, die einen erwartungsvoll anschauen. Aber das Muster ist das gleiche.

Es geht nicht darum dieses Muster zu unterdrücken, das mit dem Unterdrücken funktioniert leider nie – vertrau mir, ich spreche aus Erfahrung. Du darfst einen Umgang damit anstreben und lernen, was dir gut tut und was nicht.

Gedanken erschaffen Gefühle und die wiederum beeinflussen unsere Handlung. Wenn du in das negative Gedankenkarusell einsteigst, entsteht Angst und Panik und daraus entsteht eine Handlung, mit der wir oft sehr unzufrieden sind.

Wie glaubst du würdest du dich fühlen, wenn du das Gedankenkarusell zwar benutzt, aber es mal in die andere Richtung drehst? Wenn du nicht nach unten abdrehst, sondern nach oben? Wenn deine Erfahrung auf der Bühne die ist, dass du zeigst was du kannst, dich auf deine Tätigkeit voll fokussieren kannst und einfach die Bude rockst ohne Selbstzweifel und Angst?

Klingt das für dich unmöglich? Ist es nicht!

Wenn du dich mehr damit auseinandersetzen möchtest, dann ist mein Online Kurs „Get your shit done“ genau das Richtige für dich! (Wenn du noch studierst bitte kontaktiere mich für einen Rabattcode.) Der Kurst startet am 14.05.22 und du kannst dich bis dahin anmelden. Du erhältst 4 Coachingvideos, ein PDF Workbook mit vielen Fragen und Übungen und mehrere Bonusinhalte inkl. einem PowerTalk mit positivem Gedankenkarusell 😉

Du musst nicht in Angst hoch! Du darfst dir Vertrauen. Das ist ein Prozess und kein Zustand. Ich kann aus vierzehn Jahren Bühnenerfahrung sagen: Es geht auch anders und es muss nicht immer Drama sein. Du darfst dich dort oben auch wohl fühlen und musst dir nicht erzählen, das sein normal, dass es dir so geht. Es geht vielen so, das bedeutet aber nicht, dass es normal ist!

Get your shit done

Online Kurs ab dem 14.05.22

Endlich kommt er!

Die Idee kam mir schon vor über einem Jahr und das Konzept erstellte sich fast von selbst. Die Umsetzung war das Problem. „Kann ich wirklich einen Online Kurs machen?“ – „Wird das jemanden interessieren?“ – „Wer soll das denn kaufen?“ – Wer hat dich gefragt?“ … die alte Leier. Wer mich schon länger verfolgt weiß, dieses Bullshit FM hatte ich von Tag eins bei jedem neuen Projekt. Dem Blog. Dem Podcast. Dem YouTube Kanal. Dem Social Media Kram. Meinem ersten Buch. Meinem zweiten Buch. Bei meinem Roman, den ich aktuell schreibe. Immer, diese beschissenen Gedanken, warum etwas nicht klappen wird und es sowieso niemand interessiert.

Fakt ist: Mein Bullshit FM hatte immer Unrecht. Meine Intuition war immer richtig. Worauf höre ich also ab jetzt? Meine Intuition und die sagt mir, dass ich mit diesem Online Kurs gold richtig liege und er wirklich benötigt wird.

Hier gehts zum Infovideo. Und hier kannst du dir mein Freebie Info PDF runterladen.

Es geht in dem Kurs nicht darum, dass ich dir erkläre, wie der Hase läuft und das mein Weg der einzig Wahre ist. Nein. Der Kurs ist Hilfe zur Selbsthilfe. Ich begleite dich zu deiner idealen und persönlichen Routine vor einem Auftritt! Wir reflektieren, wir akzeptiere, wir visualisieren und wir planen. Ein erfolgreicher Auftritt, bei dem wir unsere Bestleistung abrufen ist kein Zufall, sondern eine Frage des Mindsets und der Vorbereitung, aber eben nicht nur der inhaltlichen!

Der Kurs ist jederzeit buchbar und du kannst ihn dir hier anschauen. Solltest du studieren, kannst du dich per Mail an mich wenden mit deiner Immatrikulationsbescheinigung und du erhältst einen Rabattcode von mir.

Bei Fragen kannst du gerne hier kommentieren, dich per Mail an mich wenden oder via Instagram DM schreiben. Alles möglich. Ich freu mich auf dich!

Was hat die Pille mit meinen Emotionen zu tun?

Heute ging eine neue Podcastfolge online. Über die Pille und warum ich sie nicht mehr nehme. Ich möchte in diesem Blogartikel passend dazu kurz darüber schreiben, was die Pille (oder generell hormonelle Verhütung) aus meiner Erfahrung mit den eigenen Emotionen zu tun hat und warum das gerade für Musikerinnen wichtig ist zu wissen!

Kleiner Disclaimer vor ab: Ich bin keine Ärztin und alles was ich hier schreibe, habe ich aus Erfahrung und aus eigener Recherche. Ich verlinke auch alles, was ich empfehlen kann, wenn du dich damit mehr beschäftigen möchtest.

Ich persönlich habe die Pille angefangen zu nehmen mit 15 Jahren, weil ich sehr starke Menstruationsbeschwerden hatte, wie so viele junge Mädchen damit kämpfen. Heute weiß ich, das war nicht normal und ist es heute auch nicht! Wenn du dich als Frau heute noch vor Schmerzen krümmst und auf allen Vieren Richtung Kloschüssel robbst, um dort zu warten bis du dich übergibst (ja, das kann so schlimm sein und nein, ich sag es noch mal, das ist nicht normal!) und dein Kreislauf komplett zusammenklappt, dann gibt es da verschiedene Ursachen für.

Erstens: Stress! Der Körper schlägt zurück. Wenn du ihn zu sehr belastest, bekommen wir Frauen spätestens bei unsere Menstruation den Schlag zurück.

Zweitens: Du lehnst deine Weiblichkeit ab, weil unsere Gesellschaft Weiblichkeit ablehnt. Das ist nicht deine Schuld und du brauchst dich dafür auch nicht fertig zu machen, dass du deine weibliche Energie dauerhaft unterdrückst. (Dazu werden noch mehr Podcastfolgen kommen, also gerne abonnieren.)

Drittens: Deine Ernährung war/ist nicht gut. Viel Alkohol, Kaffee (ja, leider!), Zucker, Mehl und verarbeitete Produkte sind nicht förderlich, für einen gesunden Körper und demnach auch für eine gesunde (vor allem schmerzfreie) Menstruation.

Viertens: Du gibst deinem Körper keine Zeit für die Menstruation und möchtest genauso leistungsfähig bleiben, wie um deine Eisprungphase. Das wird nicht funktionieren, auch wenn du es dir noch so sehr wünschst! Unser Körper ist zyklisch – Akzeptier das und lebe danach, das Leben (und die Menstruation) wird leichter.

So. Jetzt habe ich von der Menstruation gesprochen. Die hatte ich aber erst wieder, nachdem ich mit 24 Jahren die Pille abgesetzt hatte. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie unter der Pilleneinnahme keine Menstruation haben. Das, was wir da haben, ist eine Abbruchblutung oder Entzugsblutung (gerne hier weiter informieren) und ist medizinisch absolut nicht notwendig! Wer davon was hat? Die Damenhygiene-Industrie. Und damals als sie rauskam, wollte die Pharmaindustrie das Produkt Pille der katholischen Kirche so „natürlich“ wie möglich verkaufen. Aber schaut euch dazu einfach das Video an!

Es gibt noch mehr, was ich über die Pille und ihre Wirkung gelernt habe, was mich schockiert und gleichzeitig fassungslos gemacht hat, das würde diesen Artikel sprengen, deshalb informiert euch sehr gerne auf dieser Seite und hört in diesen Podcast rein, wenn euch das Thema jetzt noch mehr interessiert.

Heute möchte ich ganz explizit darauf eingehen, was das Absetzen mit meinem emotionalen Zustand gemacht hat und was ich vor allem musikalisch und im Alltag als Musikstudentin gemerkt habe. Ich habe die Pille vorrangig abgesetzt, weil ich unglaublich viele Nebenwirkungen hatte, dazu könnt ihr noch mehr in meiner neuen Podcastfolge hören. Die Nebenwirkungen habe ich über zwei Jahre bemerkt, aber konnte einiges davon erst nach dem Absetzen deuten. Eine Sache die mir aber sehr krass aufgefallen ist und auch schon wenige Wochen danach war: Meine Gehirn hat wieder richtig funktioniert und ich hatte emotional ganz heftige Ausschläge in beide Richtungen. Zu Deutsch: Ich konnte mich besser konzentrieren, mich beim Üben besser fokussieren und ich habe mich nicht mehr so gefühlt, als stünde ich neben mir. Es kam mir so vor, als hätte ich einen Schleier vom Gesicht weggenommen. Das habe ich von ganz vielen Frauen gehört, die dasselbe gemacht haben wie ich. Gleichzeitig habe ich beim Musizieren und beim Auftritt gemerkt, dass meine Emotionen viel intensiver waren. Ich habe meinen Körper besser gespürt und überhaupt erst mal ein Körpergefühl entwickelt. Das hatte ich davor fast gar nicht, ich war wie betäubt, wie kalt gestellt und emotional „eingefroren“.

Wenn man sich mit der grundsätzlichen Wirkung der Pille beschäftigt, macht das auch Sinn. Das muss natürlich nicht bei jeder Frau so sein! Ich spreche gerade auch nur für mich, aber falls das hier jetzt jemand liest, die sich denkt: Oh Gott, das kenne ich! – Dann fang gerne an zu recherchieren und frage dich, ob du das noch möchtest und bewusst dich für diese Verhütungsmethode entscheidest.

Die Pille ist ein Medikament und es sind keine Smarties. Es wurde aber früher (als ich in der Pubertät war) ein bisschen so verschrieben und viele junge Mädchen um mich herum, haben die Pille genommen, weil das Cool war und weil man davon so schöne Haare und Haut bekommt und die „Brüste schneller wachsen“ – kein Scheiss! Aber man sollte das nicht leichtfertig einfach ohne zu hinterfragen über Jahre nehmen, gerade als erwachsene Frau ist es deine eigene Verantwortung.

Ich muss sagen, seit ich ich die Pille abgesetzt habe, merke ich nur Vorteile, vor allem was meinen emotionalen Zustand betrifft. Ich hatte unter der Pille depressive Phasen bis hin zu sehr dunklen Gedanken, die danach nicht mehr da waren und wisst ihr was? Das steht als Nebenwirkung in der Packung! Und das war auch schon bekannt, als die Pille in den 60er Jahren rauskam.

Ich möchte mit diesem Blogartikel und vor allem mit der Podcastfolge einfach für das Thema sensibilisieren und bin offen für Gespräche über das Ganze Thema. Schreibt mir gerne an: info@managemusik.com oder via Instagram.

Mein neues Buch

Oh mein Gott … es ist veröffentlicht! Ich kann es echt nicht glauben. 26 Monate nach der Idee und 16 Monate, nach dem ich das erste Kapitel geschrieben habe, ist das Buch endlich veröffentlicht. „Was machen Sie eigentlich beruflich?“ ist eins meiner absoluten Herzensprojekte und ich bin so dankbar, es endlich mit euch zu teilen.

Hier gehts zur Bestellung der gedruckten Version, zum E-Book und zum Hörbuch. (Das Ebook und das Hörbuch sind leider erst ab dem 14.3. erhältlich, da gab es einen technischen Fehler meinerseits.)

Ein kleiner Ausschnitt noch aus dem Buch, als kleiner Appetit Happen 🙂

„Im Studium bekommen wir irgendwie eine Welt vorgestellt, die es so leider nicht mehr gibt und das nicht erst seit Corona. Die Hochschulausbildung, so hochwertig und wundervoll sie ist, ist in ihrer Struktur und ihrem Aufbau leider in den Achtziger- oder Neunzigerjahren hängengeblieben. Das ist gar nicht böse gemeint, sondern eine simple Feststellung nach neun Jahren Studium. Wir werden dort auf alles Mögliche vorbereitet, was die fachlichen, künstlerischen und pädagogischen Aspekte angeht, aber wie diese Welt, in die man uns nach dem Abschluss schickt, wirklich aussieht, dass erzählt einem gefühlt keiner. Das ist auch einfach erklärt, die meisten Lehrenden an Musikhochschulen sind ja in festen Stellen und zum Teil verbeamtet und werden verdammt gut (völlig zu Recht) bezahlt. Natürlich kann einem da niemand sagen, wie das harte Pflaster als (teil)selbstständige Musiker*in oder Musikpädagog*in aussieht. Wenn man im Studium von einer in die nächste Förderung geschleust wird, oder Stipendien erhält, aber niemand sagt: 

„Hey, später wird das nicht mehr ganz so einfach sein, dann musst du deinen gesamten Lebensunterhalt im Worst Case mit einem prekären Gehalt bestreiten.“

Das Schlimme an der Sache ist, dass das so in den Köpfen der Musiker*innen drin ist, dass niemand realisiert, dass wir an den meisten Problemen (wie in den letzten Kapiteln genauer erläutert) selbst mitverantwortlich sind. Es ist selbstverständlich leichter, auf andere zu zeigen und zu denken, dass die schuld sind. Fakt ist, dass man zu einem sehr großen Teil im Leben selbst verantwortlich ist und wenn wir das Alle mal verstehen und wirklich bewusst umsetzen, dann ändert sich auch etwas in unserer Branche.

Wenn niemand mehr für fünfzig Euro einen Auftritt annimmt, weil er oder sie denkt: 

„Lieber die fünfzig Euro als gar nichts.“

Wenn niemand mehr Instrumentalunterricht für zehn Euro die gehaltene halbe Stunde gibt, weil er oder sie denkt, die Eltern würden ja eh nicht mehr bezahlen. 

Wenn niemand mehr so tut, als wären Honorarverträge an Musikschulen und Musikhochschulen was Tolles und würden nicht zu den prekären Verhältnissen vieler Pädagog*innen beitragen.

Wenn niemand mehr verheimlicht, wie beschissen es eigentlich so vielen in unserer Branche geht und immer auf die zeigt, bei denen alles wie am Schnürchen läuft. Wenn wir alle (und ich spreche jetzt alle Kolleg*innen an, egal aus welchem musikalischen Mikrokosmos sie stammen) endlich (!) zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, uns helfen und uns nicht gegenseitig die Augen auskratzen, die Ellenbogen in die Fresse rammen, das Messer in den Rücken oder uns gegenseitig überbieten oder schlimmer noch unterbieten wollen, uns zusammen tun anstatt wie ein aufgeblasener, arroganter Gockel oder hysterische Henne zu beweisen, dass die eigene musikalische Sparte die Bessere ist, dann … nur dann sehe ich Hoffnung, dass wir dieses Schiff noch umdrehen und die Richtung wechseln können.“

Viel Spaß beim Lesen oder Hören!

Leseprobe: „Was machen Sie eigentlich beruflich?“

Ich kann es kaum glauben, aber in genau 14 Tagen am 13.03.22 veröffentliche ich mein Buch: „Was machen Sie eigentlich beruflich?“

Ich habe beschlossen hier eine kleine Leseprobe zu teilen und schon mal Werbung zu machen. An dem Tag selbst gehe ich auf Instagram live und am Montag wird diese Livefolge als Podcastfolge online gehen auf meinem Podcast.

Das Buch wird es als gedrucktes Buch im Eigenverlag geben, mit ISBN und erhältlich auch bekannten Buchportalen. Als E-Book und als Hörbuch kannst du es bei mir erwerben, an dem Tag wird auch hier ein Blogartikel online gehen mit allen Links und Infos dazu.

Jetzt möchte ich dich aber nicht länger auf die Folter spannen, es folgt ein Ausschnitt aus dem Kapitel:

„Ach, Musik kann man studieren?“

Diese Frage wird, glaube ich, spätestens in der Familie oder im Umfeld gestellt, wenn man auf die Frage: 

„Was machst du denn dann nach der Schule?“, mit „Ich möchte Musik studieren und bereite mich gerade auf die Aufnahmeprüfung vor.“ antwortet. Natürlich gibt es Familien, in denen bereits Musiker*innen sind. Viele Musikstudierende kommen auch aus Musikerhaushalten. Da wird diese Frage selbstverständlich eher selten gestellt. Es gibt aber sehr viele Menschen, die konsumieren täglich ihre drei bis vier Stunden Spotify oder Radio und sind dann völlig aus dem Häuschen, wenn man ihnen sagt, dass man Musik sogar studieren kann. 

Es gibt tatsächlich dreiunddreißig Musikhochschulen beziehungsweise Universitätsinstitute in Deutschland, an denen man das kann. Ich finde es auch absolut nicht schlimm, dass es Menschen gibt, für die das neu ist. Ich wusste bis vor kurzem auch nicht, dass man „Angewandte Freizeitwissenschaften“ oder „Urbanistik“ studieren kann. Grundsätzlich ist in unserer Branche Musikstudium nicht gleich Musikstudium. Es gibt selbst innerhalb dieser dreiunddreißig Stand-ortmöglichkeiten sehr unterschiedliche Studiengänge. Pauschal könnte man sie in zwei Kategorien einteilen: künstlerische und pädagogische Studiengänge. 

So leicht kann man es sich aber dann doch nicht machen, wenn man sich so ein Studiengangsangebot einer Hochschule mal genauer anschaut. Man findet dort neben Orchestermusik, Jazz/Pop, Solo/Kammermusik und Musiktheater Studiengängen mittlerweile auch Singer/Songwriter oder Musikproduktion. Im pädagogischen Bereich gibt es die ganz klassische Unterteilung von Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP), Elementare Musikpädagogik (EMP) und Lehramt. Am Ende haben diese Studienfächer eines gemeinsam: Es geht um Musikvermittlung! 

Die Ensembleleitung darf man hier selbstverständlich auch nicht vergessen. Ja, die Dirigent*innen großer, sowie kleiner Orchester haben in den meisten Fällen ein Dirigatstudium hinter sich oder das Fach Ensembleleitung studiert. Natürlich kann man auch in die wissenschaftliche Richtung gehen, sowohl in der Musikwissenschaft oder in der Musikpädagogik. Viele Musikwissenschaftler*innen stecken hinter den Beiträgen von Rundfunkanstalten oder hinter Zeitungsartikeln. Ganz schön viele Berufszweige, die da zusammenkommen in einer Branche, von der so einige Menschen glauben, wir würden das hobbymäßig machen. Es gibt eine sehr große Vielfalt an Studiengängen und noch eine größere Vielfalt an Berufsprofilen, die dadurch entstehen können. Mittlerweile gibt es nur noch wenige Musikstudierende, die nur einen Studiengang mit einem einzigen Ziel studieren. Orchestermusik ist wahrscheinlich so eine Studienrichtung. Man übt sich vier bis sechs Jahre die Finger wund, um nach zehn bis dreißig Probespielen, eventuell irgendwann, irgendwo, irgendwie eine Orchesterstelle abzusahnen. Die Stellen werden immer weniger und gleichzeitig gibt es immer mehr Anwärter*innen auf diese Stellen. Problem vorprogrammiert. Dazu aber später mehr. 

Eine andere Problematik gibt es in der Beobachtung von Lehramtsstudiengängen. Viele Studierende nutzen die umfassende Ausbildung (hier geht es noch am ehesten in die Richtung ‚Studium generale‘) und setzen dann später einen anderen musikalischen Schwerpunkt, studieren noch Instrumental- oder Gesangspädagogik oder Dirigieren und gehen dann damit in eine ganz andere Richtung und teilweise auch nicht in die Schulen. Früher konnte man Lehramt auch noch an viel mehr Hochschulen im Doppelfach studieren, das bedeutet, man hatte kein Zweitfach für die Schule, sondern das instrumentale Hauptfach war sozusagen das Zweitfach. Das hatte den Vorteil, dass die Musiklehrämtler*innen auch viel Zeit für ihre künstlerische Bildung hatten, für mich eine absolute Voraussetzung, um Kindern und Jugendlichen Musik zu vermitteln. Das kommt heute bei einem Zweitfach an der Universität, wie zum Beispiel Mathe, Chemie oder Geschichte, natürlich zu kurz. Viele zieht es dann zurecht noch in einen Studiengang, indem sie dem Wunsch nach mehr künstlerischer Entfaltung nachgehen können. Musik studieren bestimmt nicht so viele junge Menschen in Deutschland, oder? Es gibt tatsächlich Zahlen, die ich hier natürlich nicht vorenthalten möchte. Im Wintersemester 2019/2020 waren 33.002 Studierende eingeschrieben an deutschen Musikhochschulen, Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen[i]. Davon tatsächlich die meisten in Studiengängen der Instrumental/-Orchestermusik mit 9.077 Studierenden. Auf Platz zwei folgt der Studiengang Lehramt für allgemeinbildende Schulen mit 7.679 Studierenden und mit 6.800 Studierenden, auf Platz drei, Musikwissenschaft/Musikgeschichte. In Studiengängen der Musikerziehung (IGP und EMP) befanden sich in dem Wintersemester 2019/2020 4.227 Studierende. Wenn man diese Zahl in Relation setzt: Im Wintersemester 2019/20 waren deutschlandweit 2.897.300 Studierende eingeschrieben, laut dem Statistischen Bundesamt 37.100 an Kunsthochschulen – das sind 1,3 %[ii]. Natürlich ein geringer Anteil, aber es sind eben doch mehr, als man vielleicht glauben mag. Generell ist Deutschland ein sehr beliebtes Studienland für das Fach Musik. Wir haben eine sehr internationale Studierendenschaft, was auch auf kultureller Ebene sehr befruchtend ist. Ein weiterer Grund sind natürlich die nicht notwendigen Studiengebühren, das trifft aber natürlich nicht nur die Musikstudiengänge. Deutschland ist als Kulturnation gleichzeitig auch sehr verlockend, bei Komponisten wie Bach, Beethoven und Brahms (Nein, ich kann nichts dafür, dass die alle mit B anfangen).


[i] http://miz.org/downloads/statistik/8/08_Studierende_Musikberufe_Studienfach.pdf

[ii] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/11/PD19_453_213.html

Das Buchcover

Neujahr gleich Neustart?

Ein frohes neues Jahr wünsche ich dir! Es ist einfach 2022 … wann zur Hölle ist das passiert? Es ist so krass, ich bin bereits im dritten Jahr mit diesem Blog und mein Podcast geht im Februar diesen Jahres in die dritte Staffel! Ich kann das manchmal alles nicht glauben. Ich habe im Jahr 2021 ein Unternehmen mit Managemusik gegründet und noch sehr viel vor mit diesem wundervollen Blog, dem Podcast, meinem Patreon Kanal und meinen Workshops und Coachings. Ich plane einen Online Kurs, der auf meinen Selbstmanagement Workshop aufbaut und besonders für Musiker*innen und Musikstudierende gedacht ist. Ich schreibe gerade an meinem zweiten Buch „Was machen Sie eigentlich beruflich?“, welches im Frühjahr rauskommen wird. Es gibt viele schöne Projekte und ich komme aus einer guten Kreativpause mit ganz viel Energie und Ideen zurück.

Das heutige Thema: Neujahrsvorsätze und warum du das auch gleich lassen kannst!

Ja, ich weiß, es gibt da draußen so viele Menschen, die fiebern dem Jahresende entgegen, um dann im neuen Jahr mit Neujahrsvorsätzen ihr Leben „endlich mal richtig“ zu verändern. Weniger Alkohol, aufhören zu rauchen, mehr Bewegung, weniger Social Media, weniger Stress und gesündere Ernährung. Am Besten auch alles auf einmal!

Fühlst du dich ertappt? Dann entspann dich, so geht es vermutlich 95% der Menschen. Ich habe diesbezüglich ein paar Fragen für dich:

  1. Was hat dich im Dezember oder im Oktober oder im Juli davon abgehalten, dein Leben so richtig zu verändern? Was stört dich denn überhaupt?
  2. Warum hängst du denn so viel am Smartphone auf Social Media oder YouTube? Wovon möchtest du dich denn ablenken?
  3. Warum hast du so viel Stress? Wie ist es dazu gekommen?
  4. Was hält dich davon ab, täglich eine halbe Stunde spazieren zu gehen oder eine halbe Stunde Yoga zu machen?
  5. Was zum Henker ist denn bitte eine gesunde Ernährung? Vegan, vegetarisch, glutenfrei, weniger Zucker, weniger Weißmehl, mehr Obst und Gemüse, mehr Wasser, weniger Kaffee, kohlenhydratarm, kohlenhydratreich, fettarm, eiweißreich oder doch Kurzzeitfasten?

Ja, einige dieser Fragen tuen weh, wenn man sie sich selbst stellt, denn man möchte die Wahrheit oft gar nicht hören.

Ich kann dir einen ganz einfachen Tipp mitgeben: Keep cool und mach einen Schritt nach dem anderen!

Du musst (und kannst) nicht alles auf einmal umstellen und verändern, das wird nicht funktionieren. Unsere Gehirnaktivität besteht zu 95% aus unserem Unterbewusstsein und gerade mal zu 5% aus deinem Bewusstsein. Du hast richtig gelesen: Aktuell liest du diesen Artikel und denkst evtl. über den Inhalt nach – das sind gerade mal 5% deiner Gehirnaktivität. Den Rest kannst du nicht aktiv kontrollieren, es sind Denkmuster, Glaubenssätze, Routinen und Gewohnheiten dort verankert. Deine Verdauung, dein Atemsystem und deine gesamten inneren Vorgänge passieren alle unterbewusst. Stell dir vor, du müsstest aktiv deiner Leber den Befehl geben zu entgiften … wir würden vermutlich alle tot umfallen, wenn das in unserem Bewusstsein liegen würde. Wir wären gänzlich reizüberflutet und könnten das alles gar nicht stemmen. Es ist also gut, dass wir das alles nicht aktiv steuern müssen. Allerdings ist das die Grundproblematik von Gewohnheiten und Routinen. Sie liegen in unserem Unterbewusstsein und wenn wir die verändern wollen, dann kostet das Energie. Unser Gehirn möchte aber nur ungern zusätzlich Energie bereitstellen. Das Dilemma ist vorprogrammiert.

Jetzt nicht den Mut und den Kopf verlieren! Es ist alles möglich, was du dir vorstellen kannst. Es ist möglich Gewohnheiten zu verändern. Darüber werde ich in einem weiteren Blogartikel noch mal ausführlicher schreiben. Jetzt gehts mir erst ein mal darum, dass du dir klar machst, was du eigentlich verändern möchtest und vor allem warum? Jedes Ziel braucht ein klares Warum und eine klare Definition. Nenne es nicht Vorsatz, nenne es Ziel oder Fokus. Ein Ziel ist am Ende eines Weges, was bedeutet: Du darfst diesen Weg gehen! Der Weg wird nicht geradlinig verlaufen und auch nicht einfach sein. Denk da einfach an die Reise von Frodo nach Mordor (für alle die Herr der Ringe nicht gelesen oder gesehen haben: war lange und anstrengend, aber am Ende erfolgreich). Die war ja auch kein Zuckerschlecken und ohne Hilfe hätte er es nicht geschafft. So ähnlich ist das bei uns mit Zielen und Veränderungen im Leben. Es wird Tage geben, da verteufelst du die neue Gewohnheit oder dein Ziel und möchtest wieder zurück ins wohlig, warme Bekannte (Auenland ;-)). Das ist völlig normal. Halte durch und es wird leichter mit der Zeit.

Und weißt du was das Schöne ist? Wenn du am Ziel angekommen bist, gibt es ein neues Ziel. Da kommt einem natürlich der berühmte Satz: „Der Weg ist das Ziel“ in den Sinn. Genieße die Fortschritte und ärgere dich nicht so sehr über die Rückschläge, die werden nämlich kommen, entspann dich und fange mit einer Sache an und dreh deinen Alltag nicht von heute auf morgen auf links – damit wirst du keinen Erfolg haben. Es wird so sein wie bei so vielen, die sich im Januar beim Fitnessstudio anmelden, ab Februar dort nicht mehr aufkreuzen und sich dann irgendwann dem inneren Schweinehund ergeben.

Die andere gute Nachricht, die ich für dich habe ist: Du musst das nicht unbedingt nur im Januar machen. Wenn du diesen Artikel jetzt im Hochsommer liest und du möchtest etwas verändern, dann go for it! Du hast jeden Tag die Möglichkeit etwas zu verändern, was dir nicht mehr dient, was dich nicht mehr glücklich macht, was dir gesundheitlich schadet. Du musst nicht auf Silvester warten, fang einfach heute damit an – nicht morgen, sonst schiebst du es auch einfach nur fröhlich vor dir her.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!

Ich wünsche dir viel Freude und Kraft beim Reflektieren und beim Umsetzen.