Was, wenn…?

Die mit Abstand kontraproduktivsten zwei Worte zu Beginn eines Satzes. In den aller meisten Fällen folgt auf: „Was, wenn…“ nicht wirklich was Positives, sondern eher sowas wie:

Was, wenn ich es nicht schaffe?“

„Was, wenn ich nicht gut genug bin?“

„Was, wenn ich einen Fehler mache?“

„Was, wenn sie über mich lachen oder mich schlecht bewerten?“

„Was, wenn sie mich dann ausschließen?“

Na? Kennst du das? Kennst du einen dieser Sätze? Ja? – Ich auch!

Ich habe einen Tipp für dich: Wenn nach dem Satzanfang „Was, wenn…“ nichts Positives, zielgerichtetes und visionäres kommt – lass es. Hör auf, dir zu erzählen, was nicht alle schief gehen könnte oder was jemand denken könnte, wenn du X oder Y tust oder verkackst.

Fakt ist: Du brauchst keine Angst vor Bewertung zu haben – du wirst sowieso bewertet. Du brauchst keine Angst davor haben Fehler zu machen oder zu scheitert – das nennt man dann Lernen. Hinfallen, wieder Aufstehen, weitermachen. Du brauchst keine Angst zu haben Ausgeschlossen zu werden, wenn du aneckst, passiert das automatisch, Reibung entsteht und Menschen werden das feiern was du tust und sagst oder nicht – das nennt man Polarisieren. Alles völlig normal und die Angst davor ist nur zu verständlich, aber leider nicht hilfreich. Ich habe mal den schönen Satz gehört: Wer Angst hat, leidet zwei mal. Ich möchte dir jetzt nicht vermitteln, dass du vor nichts mehr Angst haben musst oder das es schädlich ist. Es ist normal. Es steckt in unserem Glaubensmustern und Denkstrukturen. Es steckt sogar in unserer DNA. Es ist okay.

Aber…

Es ist auch klar, dass viele nicht anfangen oder nicht in ihre Kraft kommen, wegen diesen und vielen anderen Ängsten. Wegen Glaubenssätzen aus der Kindheit oder der Gesellschaft. Der Satzanfang: „Was, wenn…“, ist nur ein Indiz dafür, dass gerade nicht dein rationaler Verstand spricht, sondern eine Emotion aus dir oder einer anderen Person spricht. Du kannst natürlich das Worst Case Szenario vor deinem inneren Auge platzieren. Wir wissen mittlerweile genug über das Gehirn, dass klar ist: Unser Gehirn entscheiden bei Bildern nicht zwischen Realität und Vorstellung. Wenn du dir also Schreckensszenarien ausmalst, wirst du diese in der Regel auch erhalten. Wenn du nur fest genug daran glaubst, dass der Bühnenauftritt gleich scheiße wird, ich verspreche dir: Er wird es. Danach kannst du dir dann weiterhin erzählen, was für ein*e Versager*in du bist, dass es wieder nicht geklappt hat, „war ja klar“ und unser*e innere Kritiker*in (ja, auch da darf geändert werden) ’ne fette, mentale Auspeitschparty starten kann.

Was aber wäre wenn, du diese inneren Bilder und Vorstellungen positiv gestaltest und dir das oben genannte Wissen zu eigen machst. Dir deine Situation visualisierst und nicht das Worst, sondern Best Case Szenario vorstellst – dutzende Male…

…ja, dann ist wahnsinnig viel möglich, eigentlich ist dann alles möglich, denn alles, was du dir innerlich vorstellen kannst, kann auch Realität werden.

Wenn du gerne weiterhin die selbsterfüllenden Prophezeiungen nutzen möchtest und dir deinen Misserfolg vorher zurecht legen willst, um deine vermeintliche Unfähigkeit zu bestätigen, dann mach das. Ich kann dir nur wärmstens empfehlen damit aufzuhören. Den Satzanfang: „Was, wenn…“ einfach aus dem Wortschatz zu streichen oder ihn zumindest für eine positive Vision zu nutzen.

Wenn du mehr über diese Methode der Visualisierung lernen möchtest, ist mein Onlinekurs „Get your shit done“ genau das Richtige für dich. Es gibt auch die Möglichkeit in einer Mastermind mit mir zu arbeiten oder sogar im 1:1. Melde dich bei mir, wenn dir der Artikel nicht reicht, um daran zu arbeiten – ich bin ehrlich: Ich hatte damals auch Hilfe 😉

Pricing und der Wahnsinn unserer Branche

Ich bin es leid. Ich bin es so leid, mit anzusehen, wie sich unsere Branche selbst ständig den Ast absägt, auf dem sie sitzt. Wie wir uns von Dumping Preis zu Dumping Preis hangeln uns gegenseitig unterbieten wollen und uns gegenseitig erzählen: „Das zahlt doch sowieso niemand!“ oder „Das kann ich doch nicht verlangen“ oder „Mir laufen doch die Kund*innen weg, wenn ich die Preise anhebe“.

Billig ist leider nicht immer besser. Im Gegenteil! Und es geht hier nicht um die Leistung oder den Wert des Menschen, der die Dienstleistung ausführt, sondern um das unfassbar niedrige Money Mindset, welches einfach ein Systemfehler ist. Wir lernen schon im Studium, dankbar zu sein für eine Mugge (Veranstaltung, bei der wir engagiert werden) bei der wir 100€ bekommen. Das Catering der Veranstaltung kostet zwar 1000€ aufwärts, aber hey: „Die Musiker*innen sollen dankbar sein, dass wir sie überhaupt spielen lassen“. Was bleibt von den 100€ für mich übrig? Im Durchschnitt 30€, wenn’s reicht! Wenn eine Hobbymusiker*in neben dem Haupterwerb für 15€ die gehaltene 45 Minuten unterrichtet, kann das diese Person gerne tun. Ich nicht! „Aber ihr*e Vorgänger*in hat nur…“ – „Schön! Dann gehen sie zu ihm oder ihr. Ich nehme Summe X. Punkt.“

Ich hab es so satt! Ich bin durch damit. Ich lebe von diesem Job. Ich mache das nicht nebenberuflich, während ich monatlich meine 5.000€ Brutto als ITler*in verdiene und mir mit Privatunterricht ein paar hundert Euro pro Monat dazu verdienen möchte oder in einer Band ab und zu auf Hochzeiten spiele, weil es mir Freude macht. Ich möchte von diesem Geld, was ich als freiberufliche Musikerin und Pädagogin verdiene meine Lebenshaltungskosten decken können, Altersvorsorge betreiben und was zu Seite legen können ohne immer bei 0 rauszukommen. Das geht aber mit den Preisen heute nicht mehr, die wir im Durchschnitt nehmen.

Wenn man sich die Jahreseinkommen von freiberuflichen Künstler*innen und Pädagog*innen in Deutschland anschaut dann wird mir schlecht! (Artikel) Der Durchschnitt liegt bei 17.000 € … der Durchschnitt von anderen Erbwerbstätigen liegt bei 40.500 €. Das ist, gelinde gesagt, ein Desaster. Und wir können leider die Schuld nicht immer bei anderen suchen. Ich bin für meine Preise, die ich veranschlage selbst verantwortlich. Ich bin für mein Money Mindset selbst verantwortlich. Ich bin dafür verantwortlich, unterbezahlte Anfragen anzunehmen oder abzulehnen. Wir haben ein Riesen Systemproblem, das ist auch nicht von heute auf morgen weg, aber ich will nicht mehr dabei zusehen. Über die Inflation habe ich noch gar nicht gesprochen, das wird in den nächsten Jahren bestimmt nicht weniger!

Ich baue mir gerade eine Selbstständigkeit auf, in der ich finanziell unabhängig bin. Das tue ich natürlich nicht nur durchs Musizieren und Unterrichten. Aber es ist meine Verantwortung. Ich habe es mir zum Ziel gemacht, Musiker*innen darin zu unterstützen in ihr volles Potential zu kommen. Das schließt für mich auch das finanzielle Potential ein! Deshalb habe ich was für dich, falls das Thema auch für dich interessant ist und du einen liebevoll, aber notwenigen Hinterntritt brauchst:

Die nächste Masterclass, die ich halte heißt Pricing in der Musikbranche und wird am 05.07.22 um 19 Uhr auf Zoom stattfinden. Falls du da nicht kannst, ist das gar kein Problem, denn alle, die den Zugang haben, erhalten die Aufzeichnung am selben Tag.

Was es da gibt?

Einen Money Mindset Shift. Volle Power meinerseits. Eine Anleitung den eigenen Preis zu definieren und auch zu kommunizieren. Ein PDF, mit dem du nacharbeiten kannst.

Ich schaue nicht mehr zu. Ich mache was. Wir haben kein Wissensproblem in der Gesellschaft, sondern ein Umsetzungsproblem. Wer mich schon länger kennt: Ich habe kein Umsetzungsproblem und ich trete gerne (liebevoll) in Hintern, motiviere und inspiriere Menschen in ihre Kraft zu kommen.

Ich freu mich auf dich, wenn du dabei bist!

Gedankenkarusell

Kennst du das?

Du stehst hinter der Bühne und musst gleich raus und deine Gedanken fangen an so richtig durchzudrehen: „Was ist wenn ich einen Fehler mache?“ – „Was werden die Leute wohl von mir denken?“ – „Sehen meine Haare auch gut aus oder sollte ich noch mal schnell in einen Spiegel schauen?“ – „Habe ich mich auch richtig vorbereitet? Wäre da nicht noch mehr gegangen?“ – „Shit, was mache ich hier eigentlich? Warum tue ich mir das noch mal an?“

Du erkennst das? Na dann Willkommen in der Welt eines Bühnenmenschens. Es ist übrigens egal, was du dort tust. Ob sprechen, singen, tanzen, spielen. In dem Moment, wo wir auf die Bühne gehen, machen wir uns angreifbar. Wir machen uns verletzlich. Wir zeigen uns vor Menschen. Ich persönlich fühle mich seelisch meistens komplett nackt auf der Bühne, aber mittlerweile finde ich das richtig geil! Denn dann sind plötzlich ganz besondere Momente möglich, die ich nicht hatte, als ich mir noch Gedanken um meine Leistung, meine Haare, mein Outfit oder meine Noten gemacht habe.

Dieses oben beschriebene Gedankenkarusell haben sehr viele! Wenn du dich da wieder erkennst, bist du nicht alleine! Das Problem an der Situation ist allerdings, das bei vielen durch dieses Gedankenkarusell ein Gefühl hochkommt, was einem ganz schön die Party versauen kann: Angst.

Angst ist kein guter Berater (dazu gibt es auch eine Podcastfolge, hör da gerne mal rein). Angst sorgt im Körper für noch mehr Stress, als es die Situation eigentlich schon hergibt. Dein Körper ist im Alarmmodus, Adrenalin wird ausgeschüttet und normalerweise gibt es nun drei Möglichkeiten: Fight, Flight oder Freeze. Unser Nervensystem hat drei Optionen für solche Momente: kämpfen, fliehen oder totstellen bzw. einfrieren. Das muss man wissen! Wenn dir das nicht bewusst ist, kannst du auch nicht darauf reagieren. Diese Reaktion ist mehrere zehntausend Jahre alt, heute steht da halt kein Säbelzahntiger sondern ein Vorhang, Scheinwerfer und Augenpaare, die einen erwartungsvoll anschauen. Aber das Muster ist das gleiche.

Es geht nicht darum dieses Muster zu unterdrücken, das mit dem Unterdrücken funktioniert leider nie – vertrau mir, ich spreche aus Erfahrung. Du darfst einen Umgang damit anstreben und lernen, was dir gut tut und was nicht.

Gedanken erschaffen Gefühle und die wiederum beeinflussen unsere Handlung. Wenn du in das negative Gedankenkarusell einsteigst, entsteht Angst und Panik und daraus entsteht eine Handlung, mit der wir oft sehr unzufrieden sind.

Wie glaubst du würdest du dich fühlen, wenn du das Gedankenkarusell zwar benutzt, aber es mal in die andere Richtung drehst? Wenn du nicht nach unten abdrehst, sondern nach oben? Wenn deine Erfahrung auf der Bühne die ist, dass du zeigst was du kannst, dich auf deine Tätigkeit voll fokussieren kannst und einfach die Bude rockst ohne Selbstzweifel und Angst?

Klingt das für dich unmöglich? Ist es nicht!

Wenn du dich mehr damit auseinandersetzen möchtest, dann ist mein Online Kurs „Get your shit done“ genau das Richtige für dich! (Wenn du noch studierst bitte kontaktiere mich für einen Rabattcode.) Der Kurst startet am 14.05.22 und du kannst dich bis dahin anmelden. Du erhältst 4 Coachingvideos, ein PDF Workbook mit vielen Fragen und Übungen und mehrere Bonusinhalte inkl. einem PowerTalk mit positivem Gedankenkarusell 😉

Du musst nicht in Angst hoch! Du darfst dir Vertrauen. Das ist ein Prozess und kein Zustand. Ich kann aus vierzehn Jahren Bühnenerfahrung sagen: Es geht auch anders und es muss nicht immer Drama sein. Du darfst dich dort oben auch wohl fühlen und musst dir nicht erzählen, das sein normal, dass es dir so geht. Es geht vielen so, das bedeutet aber nicht, dass es normal ist!

Get your shit done

Online Kurs ab dem 14.05.22

Endlich kommt er!

Die Idee kam mir schon vor über einem Jahr und das Konzept erstellte sich fast von selbst. Die Umsetzung war das Problem. „Kann ich wirklich einen Online Kurs machen?“ – „Wird das jemanden interessieren?“ – „Wer soll das denn kaufen?“ – Wer hat dich gefragt?“ … die alte Leier. Wer mich schon länger verfolgt weiß, dieses Bullshit FM hatte ich von Tag eins bei jedem neuen Projekt. Dem Blog. Dem Podcast. Dem YouTube Kanal. Dem Social Media Kram. Meinem ersten Buch. Meinem zweiten Buch. Bei meinem Roman, den ich aktuell schreibe. Immer, diese beschissenen Gedanken, warum etwas nicht klappen wird und es sowieso niemand interessiert.

Fakt ist: Mein Bullshit FM hatte immer Unrecht. Meine Intuition war immer richtig. Worauf höre ich also ab jetzt? Meine Intuition und die sagt mir, dass ich mit diesem Online Kurs gold richtig liege und er wirklich benötigt wird.

Hier gehts zum Infovideo. Und hier kannst du dir mein Freebie Info PDF runterladen.

Es geht in dem Kurs nicht darum, dass ich dir erkläre, wie der Hase läuft und das mein Weg der einzig Wahre ist. Nein. Der Kurs ist Hilfe zur Selbsthilfe. Ich begleite dich zu deiner idealen und persönlichen Routine vor einem Auftritt! Wir reflektieren, wir akzeptiere, wir visualisieren und wir planen. Ein erfolgreicher Auftritt, bei dem wir unsere Bestleistung abrufen ist kein Zufall, sondern eine Frage des Mindsets und der Vorbereitung, aber eben nicht nur der inhaltlichen!

Der Kurs startet am 14.05.22, Verkaufsstart ist am 27.04.22. Es wird bis zum 05.05.22 einen Early Bird Preis geben von 149€ (Ratenzahlung möglich) und danach steigt der Preis. Solltest du studieren, kannst du dich per Mail an mich wenden mit deiner Immatrikulationsbescheinigung und du erhältst einen Rabattcode von mir.

Bei Fragen kannst du gerne hier kommentieren, dich per Mail an mich wenden oder via Instagram DM schreiben. Alles möglich. Ich freu mich auf dich!

Wichtig! Der Kurs kann nur bis zum 14.05.22 gebucht werden und ist dann erst mal geschlossen. Je nach Anfrage werde ich den Kurs dieses Jahr noch mal launchen.

Was hat die Pille mit meinen Emotionen zu tun?

Heute ging eine neue Podcastfolge online. Über die Pille und warum ich sie nicht mehr nehme. Ich möchte in diesem Blogartikel passend dazu kurz darüber schreiben, was die Pille (oder generell hormonelle Verhütung) aus meiner Erfahrung mit den eigenen Emotionen zu tun hat und warum das gerade für Musikerinnen wichtig ist zu wissen!

Kleiner Disclaimer vor ab: Ich bin keine Ärztin und alles was ich hier schreibe, habe ich aus Erfahrung und aus eigener Recherche. Ich verlinke auch alles, was ich empfehlen kann, wenn du dich damit mehr beschäftigen möchtest.

Ich persönlich habe die Pille angefangen zu nehmen mit 15 Jahren, weil ich sehr starke Menstruationsbeschwerden hatte, wie so viele junge Mädchen damit kämpfen. Heute weiß ich, das war nicht normal und ist es heute auch nicht! Wenn du dich als Frau heute noch vor Schmerzen krümmst und auf allen Vieren Richtung Kloschüssel robbst, um dort zu warten bis du dich übergibst (ja, das kann so schlimm sein und nein, ich sag es noch mal, das ist nicht normal!) und dein Kreislauf komplett zusammenklappt, dann gibt es da verschiedene Ursachen für.

Erstens: Stress! Der Körper schlägt zurück. Wenn du ihn zu sehr belastest, bekommen wir Frauen spätestens bei unsere Menstruation den Schlag zurück.

Zweitens: Du lehnst deine Weiblichkeit ab, weil unsere Gesellschaft Weiblichkeit ablehnt. Das ist nicht deine Schuld und du brauchst dich dafür auch nicht fertig zu machen, dass du deine weibliche Energie dauerhaft unterdrückst. (Dazu werden noch mehr Podcastfolgen kommen, also gerne abonnieren.)

Drittens: Deine Ernährung war/ist nicht gut. Viel Alkohol, Kaffee (ja, leider!), Zucker, Mehl und verarbeitete Produkte sind nicht förderlich, für einen gesunden Körper und demnach auch für eine gesunde (vor allem schmerzfreie) Menstruation.

Viertens: Du gibst deinem Körper keine Zeit für die Menstruation und möchtest genauso leistungsfähig bleiben, wie um deine Eisprungphase. Das wird nicht funktionieren, auch wenn du es dir noch so sehr wünschst! Unser Körper ist zyklisch – Akzeptier das und lebe danach, das Leben (und die Menstruation) wird leichter.

So. Jetzt habe ich von der Menstruation gesprochen. Die hatte ich aber erst wieder, nachdem ich mit 24 Jahren die Pille abgesetzt hatte. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie unter der Pilleneinnahme keine Menstruation haben. Das, was wir da haben, ist eine Abbruchblutung oder Entzugsblutung (gerne hier weiter informieren) und ist medizinisch absolut nicht notwendig! Wer davon was hat? Die Damenhygiene-Industrie. Und damals als sie rauskam, wollte die Pharmaindustrie das Produkt Pille der katholischen Kirche so „natürlich“ wie möglich verkaufen. Aber schaut euch dazu einfach das Video an!

Es gibt noch mehr, was ich über die Pille und ihre Wirkung gelernt habe, was mich schockiert und gleichzeitig fassungslos gemacht hat, das würde diesen Artikel sprengen, deshalb informiert euch sehr gerne auf dieser Seite und hört in diesen Podcast rein, wenn euch das Thema jetzt noch mehr interessiert.

Heute möchte ich ganz explizit darauf eingehen, was das Absetzen mit meinem emotionalen Zustand gemacht hat und was ich vor allem musikalisch und im Alltag als Musikstudentin gemerkt habe. Ich habe die Pille vorrangig abgesetzt, weil ich unglaublich viele Nebenwirkungen hatte, dazu könnt ihr noch mehr in meiner neuen Podcastfolge hören. Die Nebenwirkungen habe ich über zwei Jahre bemerkt, aber konnte einiges davon erst nach dem Absetzen deuten. Eine Sache die mir aber sehr krass aufgefallen ist und auch schon wenige Wochen danach war: Meine Gehirn hat wieder richtig funktioniert und ich hatte emotional ganz heftige Ausschläge in beide Richtungen. Zu Deutsch: Ich konnte mich besser konzentrieren, mich beim Üben besser fokussieren und ich habe mich nicht mehr so gefühlt, als stünde ich neben mir. Es kam mir so vor, als hätte ich einen Schleier vom Gesicht weggenommen. Das habe ich von ganz vielen Frauen gehört, die dasselbe gemacht haben wie ich. Gleichzeitig habe ich beim Musizieren und beim Auftritt gemerkt, dass meine Emotionen viel intensiver waren. Ich habe meinen Körper besser gespürt und überhaupt erst mal ein Körpergefühl entwickelt. Das hatte ich davor fast gar nicht, ich war wie betäubt, wie kalt gestellt und emotional „eingefroren“.

Wenn man sich mit der grundsätzlichen Wirkung der Pille beschäftigt, macht das auch Sinn. Das muss natürlich nicht bei jeder Frau so sein! Ich spreche gerade auch nur für mich, aber falls das hier jetzt jemand liest, die sich denkt: Oh Gott, das kenne ich! – Dann fang gerne an zu recherchieren und frage dich, ob du das noch möchtest und bewusst dich für diese Verhütungsmethode entscheidest.

Die Pille ist ein Medikament und es sind keine Smarties. Es wurde aber früher (als ich in der Pubertät war) ein bisschen so verschrieben und viele junge Mädchen um mich herum, haben die Pille genommen, weil das Cool war und weil man davon so schöne Haare und Haut bekommt und die „Brüste schneller wachsen“ – kein Scheiss! Aber man sollte das nicht leichtfertig einfach ohne zu hinterfragen über Jahre nehmen, gerade als erwachsene Frau ist es deine eigene Verantwortung.

Ich muss sagen, seit ich ich die Pille abgesetzt habe, merke ich nur Vorteile, vor allem was meinen emotionalen Zustand betrifft. Ich hatte unter der Pille depressive Phasen bis hin zu sehr dunklen Gedanken, die danach nicht mehr da waren und wisst ihr was? Das steht als Nebenwirkung in der Packung! Und das war auch schon bekannt, als die Pille in den 60er Jahren rauskam.

Ich möchte mit diesem Blogartikel und vor allem mit der Podcastfolge einfach für das Thema sensibilisieren und bin offen für Gespräche über das Ganze Thema. Schreibt mir gerne an: info@managemusik.com oder via Instagram.

Mein neues Buch

Oh mein Gott … es ist veröffentlicht! Ich kann es echt nicht glauben. 26 Monate nach der Idee und 16 Monate, nach dem ich das erste Kapitel geschrieben habe, ist das Buch endlich veröffentlicht. „Was machen Sie eigentlich beruflich?“ ist eins meiner absoluten Herzensprojekte und ich bin so dankbar, es endlich mit euch zu teilen.

Hier gehts zur Bestellung der gedruckten Version, zum E-Book und zum Hörbuch. (Das Ebook und das Hörbuch sind leider erst ab dem 14.3. erhältlich, da gab es einen technischen Fehler meinerseits.)

Ein kleiner Ausschnitt noch aus dem Buch, als kleiner Appetit Happen 🙂

„Im Studium bekommen wir irgendwie eine Welt vorgestellt, die es so leider nicht mehr gibt und das nicht erst seit Corona. Die Hochschulausbildung, so hochwertig und wundervoll sie ist, ist in ihrer Struktur und ihrem Aufbau leider in den Achtziger- oder Neunzigerjahren hängengeblieben. Das ist gar nicht böse gemeint, sondern eine simple Feststellung nach neun Jahren Studium. Wir werden dort auf alles Mögliche vorbereitet, was die fachlichen, künstlerischen und pädagogischen Aspekte angeht, aber wie diese Welt, in die man uns nach dem Abschluss schickt, wirklich aussieht, dass erzählt einem gefühlt keiner. Das ist auch einfach erklärt, die meisten Lehrenden an Musikhochschulen sind ja in festen Stellen und zum Teil verbeamtet und werden verdammt gut (völlig zu Recht) bezahlt. Natürlich kann einem da niemand sagen, wie das harte Pflaster als (teil)selbstständige Musiker*in oder Musikpädagog*in aussieht. Wenn man im Studium von einer in die nächste Förderung geschleust wird, oder Stipendien erhält, aber niemand sagt: 

„Hey, später wird das nicht mehr ganz so einfach sein, dann musst du deinen gesamten Lebensunterhalt im Worst Case mit einem prekären Gehalt bestreiten.“

Das Schlimme an der Sache ist, dass das so in den Köpfen der Musiker*innen drin ist, dass niemand realisiert, dass wir an den meisten Problemen (wie in den letzten Kapiteln genauer erläutert) selbst mitverantwortlich sind. Es ist selbstverständlich leichter, auf andere zu zeigen und zu denken, dass die schuld sind. Fakt ist, dass man zu einem sehr großen Teil im Leben selbst verantwortlich ist und wenn wir das Alle mal verstehen und wirklich bewusst umsetzen, dann ändert sich auch etwas in unserer Branche.

Wenn niemand mehr für fünfzig Euro einen Auftritt annimmt, weil er oder sie denkt: 

„Lieber die fünfzig Euro als gar nichts.“

Wenn niemand mehr Instrumentalunterricht für zehn Euro die gehaltene halbe Stunde gibt, weil er oder sie denkt, die Eltern würden ja eh nicht mehr bezahlen. 

Wenn niemand mehr so tut, als wären Honorarverträge an Musikschulen und Musikhochschulen was Tolles und würden nicht zu den prekären Verhältnissen vieler Pädagog*innen beitragen.

Wenn niemand mehr verheimlicht, wie beschissen es eigentlich so vielen in unserer Branche geht und immer auf die zeigt, bei denen alles wie am Schnürchen läuft. Wenn wir alle (und ich spreche jetzt alle Kolleg*innen an, egal aus welchem musikalischen Mikrokosmos sie stammen) endlich (!) zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, uns helfen und uns nicht gegenseitig die Augen auskratzen, die Ellenbogen in die Fresse rammen, das Messer in den Rücken oder uns gegenseitig überbieten oder schlimmer noch unterbieten wollen, uns zusammen tun anstatt wie ein aufgeblasener, arroganter Gockel oder hysterische Henne zu beweisen, dass die eigene musikalische Sparte die Bessere ist, dann … nur dann sehe ich Hoffnung, dass wir dieses Schiff noch umdrehen und die Richtung wechseln können.“

Viel Spaß beim Lesen oder Hören!

Leseprobe: „Was machen Sie eigentlich beruflich?“

Ich kann es kaum glauben, aber in genau 14 Tagen am 13.03.22 veröffentliche ich mein Buch: „Was machen Sie eigentlich beruflich?“

Ich habe beschlossen hier eine kleine Leseprobe zu teilen und schon mal Werbung zu machen. An dem Tag selbst gehe ich auf Instagram live und am Montag wird diese Livefolge als Podcastfolge online gehen auf meinem Podcast.

Das Buch wird es als gedrucktes Buch im Eigenverlag geben, mit ISBN und erhältlich auch bekannten Buchportalen. Als E-Book und als Hörbuch kannst du es bei mir erwerben, an dem Tag wird auch hier ein Blogartikel online gehen mit allen Links und Infos dazu.

Jetzt möchte ich dich aber nicht länger auf die Folter spannen, es folgt ein Ausschnitt aus dem Kapitel:

„Ach, Musik kann man studieren?“

Diese Frage wird, glaube ich, spätestens in der Familie oder im Umfeld gestellt, wenn man auf die Frage: 

„Was machst du denn dann nach der Schule?“, mit „Ich möchte Musik studieren und bereite mich gerade auf die Aufnahmeprüfung vor.“ antwortet. Natürlich gibt es Familien, in denen bereits Musiker*innen sind. Viele Musikstudierende kommen auch aus Musikerhaushalten. Da wird diese Frage selbstverständlich eher selten gestellt. Es gibt aber sehr viele Menschen, die konsumieren täglich ihre drei bis vier Stunden Spotify oder Radio und sind dann völlig aus dem Häuschen, wenn man ihnen sagt, dass man Musik sogar studieren kann. 

Es gibt tatsächlich dreiunddreißig Musikhochschulen beziehungsweise Universitätsinstitute in Deutschland, an denen man das kann. Ich finde es auch absolut nicht schlimm, dass es Menschen gibt, für die das neu ist. Ich wusste bis vor kurzem auch nicht, dass man „Angewandte Freizeitwissenschaften“ oder „Urbanistik“ studieren kann. Grundsätzlich ist in unserer Branche Musikstudium nicht gleich Musikstudium. Es gibt selbst innerhalb dieser dreiunddreißig Stand-ortmöglichkeiten sehr unterschiedliche Studiengänge. Pauschal könnte man sie in zwei Kategorien einteilen: künstlerische und pädagogische Studiengänge. 

So leicht kann man es sich aber dann doch nicht machen, wenn man sich so ein Studiengangsangebot einer Hochschule mal genauer anschaut. Man findet dort neben Orchestermusik, Jazz/Pop, Solo/Kammermusik und Musiktheater Studiengängen mittlerweile auch Singer/Songwriter oder Musikproduktion. Im pädagogischen Bereich gibt es die ganz klassische Unterteilung von Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP), Elementare Musikpädagogik (EMP) und Lehramt. Am Ende haben diese Studienfächer eines gemeinsam: Es geht um Musikvermittlung! 

Die Ensembleleitung darf man hier selbstverständlich auch nicht vergessen. Ja, die Dirigent*innen großer, sowie kleiner Orchester haben in den meisten Fällen ein Dirigatstudium hinter sich oder das Fach Ensembleleitung studiert. Natürlich kann man auch in die wissenschaftliche Richtung gehen, sowohl in der Musikwissenschaft oder in der Musikpädagogik. Viele Musikwissenschaftler*innen stecken hinter den Beiträgen von Rundfunkanstalten oder hinter Zeitungsartikeln. Ganz schön viele Berufszweige, die da zusammenkommen in einer Branche, von der so einige Menschen glauben, wir würden das hobbymäßig machen. Es gibt eine sehr große Vielfalt an Studiengängen und noch eine größere Vielfalt an Berufsprofilen, die dadurch entstehen können. Mittlerweile gibt es nur noch wenige Musikstudierende, die nur einen Studiengang mit einem einzigen Ziel studieren. Orchestermusik ist wahrscheinlich so eine Studienrichtung. Man übt sich vier bis sechs Jahre die Finger wund, um nach zehn bis dreißig Probespielen, eventuell irgendwann, irgendwo, irgendwie eine Orchesterstelle abzusahnen. Die Stellen werden immer weniger und gleichzeitig gibt es immer mehr Anwärter*innen auf diese Stellen. Problem vorprogrammiert. Dazu aber später mehr. 

Eine andere Problematik gibt es in der Beobachtung von Lehramtsstudiengängen. Viele Studierende nutzen die umfassende Ausbildung (hier geht es noch am ehesten in die Richtung ‚Studium generale‘) und setzen dann später einen anderen musikalischen Schwerpunkt, studieren noch Instrumental- oder Gesangspädagogik oder Dirigieren und gehen dann damit in eine ganz andere Richtung und teilweise auch nicht in die Schulen. Früher konnte man Lehramt auch noch an viel mehr Hochschulen im Doppelfach studieren, das bedeutet, man hatte kein Zweitfach für die Schule, sondern das instrumentale Hauptfach war sozusagen das Zweitfach. Das hatte den Vorteil, dass die Musiklehrämtler*innen auch viel Zeit für ihre künstlerische Bildung hatten, für mich eine absolute Voraussetzung, um Kindern und Jugendlichen Musik zu vermitteln. Das kommt heute bei einem Zweitfach an der Universität, wie zum Beispiel Mathe, Chemie oder Geschichte, natürlich zu kurz. Viele zieht es dann zurecht noch in einen Studiengang, indem sie dem Wunsch nach mehr künstlerischer Entfaltung nachgehen können. Musik studieren bestimmt nicht so viele junge Menschen in Deutschland, oder? Es gibt tatsächlich Zahlen, die ich hier natürlich nicht vorenthalten möchte. Im Wintersemester 2019/2020 waren 33.002 Studierende eingeschrieben an deutschen Musikhochschulen, Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen[i]. Davon tatsächlich die meisten in Studiengängen der Instrumental/-Orchestermusik mit 9.077 Studierenden. Auf Platz zwei folgt der Studiengang Lehramt für allgemeinbildende Schulen mit 7.679 Studierenden und mit 6.800 Studierenden, auf Platz drei, Musikwissenschaft/Musikgeschichte. In Studiengängen der Musikerziehung (IGP und EMP) befanden sich in dem Wintersemester 2019/2020 4.227 Studierende. Wenn man diese Zahl in Relation setzt: Im Wintersemester 2019/20 waren deutschlandweit 2.897.300 Studierende eingeschrieben, laut dem Statistischen Bundesamt 37.100 an Kunsthochschulen – das sind 1,3 %[ii]. Natürlich ein geringer Anteil, aber es sind eben doch mehr, als man vielleicht glauben mag. Generell ist Deutschland ein sehr beliebtes Studienland für das Fach Musik. Wir haben eine sehr internationale Studierendenschaft, was auch auf kultureller Ebene sehr befruchtend ist. Ein weiterer Grund sind natürlich die nicht notwendigen Studiengebühren, das trifft aber natürlich nicht nur die Musikstudiengänge. Deutschland ist als Kulturnation gleichzeitig auch sehr verlockend, bei Komponisten wie Bach, Beethoven und Brahms (Nein, ich kann nichts dafür, dass die alle mit B anfangen).


[i] http://miz.org/downloads/statistik/8/08_Studierende_Musikberufe_Studienfach.pdf

[ii] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/11/PD19_453_213.html

Das Buchcover

Neujahr gleich Neustart?

Ein frohes neues Jahr wünsche ich dir! Es ist einfach 2022 … wann zur Hölle ist das passiert? Es ist so krass, ich bin bereits im dritten Jahr mit diesem Blog und mein Podcast geht im Februar diesen Jahres in die dritte Staffel! Ich kann das manchmal alles nicht glauben. Ich habe im Jahr 2021 ein Unternehmen mit Managemusik gegründet und noch sehr viel vor mit diesem wundervollen Blog, dem Podcast, meinem Patreon Kanal und meinen Workshops und Coachings. Ich plane einen Online Kurs, der auf meinen Selbstmanagement Workshop aufbaut und besonders für Musiker*innen und Musikstudierende gedacht ist. Ich schreibe gerade an meinem zweiten Buch „Was machen Sie eigentlich beruflich?“, welches im Frühjahr rauskommen wird. Es gibt viele schöne Projekte und ich komme aus einer guten Kreativpause mit ganz viel Energie und Ideen zurück.

Das heutige Thema: Neujahrsvorsätze und warum du das auch gleich lassen kannst!

Ja, ich weiß, es gibt da draußen so viele Menschen, die fiebern dem Jahresende entgegen, um dann im neuen Jahr mit Neujahrsvorsätzen ihr Leben „endlich mal richtig“ zu verändern. Weniger Alkohol, aufhören zu rauchen, mehr Bewegung, weniger Social Media, weniger Stress und gesündere Ernährung. Am Besten auch alles auf einmal!

Fühlst du dich ertappt? Dann entspann dich, so geht es vermutlich 95% der Menschen. Ich habe diesbezüglich ein paar Fragen für dich:

  1. Was hat dich im Dezember oder im Oktober oder im Juli davon abgehalten, dein Leben so richtig zu verändern? Was stört dich denn überhaupt?
  2. Warum hängst du denn so viel am Smartphone auf Social Media oder YouTube? Wovon möchtest du dich denn ablenken?
  3. Warum hast du so viel Stress? Wie ist es dazu gekommen?
  4. Was hält dich davon ab, täglich eine halbe Stunde spazieren zu gehen oder eine halbe Stunde Yoga zu machen?
  5. Was zum Henker ist denn bitte eine gesunde Ernährung? Vegan, vegetarisch, glutenfrei, weniger Zucker, weniger Weißmehl, mehr Obst und Gemüse, mehr Wasser, weniger Kaffee, kohlenhydratarm, kohlenhydratreich, fettarm, eiweißreich oder doch Kurzzeitfasten?

Ja, einige dieser Fragen tuen weh, wenn man sie sich selbst stellt, denn man möchte die Wahrheit oft gar nicht hören.

Ich kann dir einen ganz einfachen Tipp mitgeben: Keep cool und mach einen Schritt nach dem anderen!

Du musst (und kannst) nicht alles auf einmal umstellen und verändern, das wird nicht funktionieren. Unsere Gehirnaktivität besteht zu 95% aus unserem Unterbewusstsein und gerade mal zu 5% aus deinem Bewusstsein. Du hast richtig gelesen: Aktuell liest du diesen Artikel und denkst evtl. über den Inhalt nach – das sind gerade mal 5% deiner Gehirnaktivität. Den Rest kannst du nicht aktiv kontrollieren, es sind Denkmuster, Glaubenssätze, Routinen und Gewohnheiten dort verankert. Deine Verdauung, dein Atemsystem und deine gesamten inneren Vorgänge passieren alle unterbewusst. Stell dir vor, du müsstest aktiv deiner Leber den Befehl geben zu entgiften … wir würden vermutlich alle tot umfallen, wenn das in unserem Bewusstsein liegen würde. Wir wären gänzlich reizüberflutet und könnten das alles gar nicht stemmen. Es ist also gut, dass wir das alles nicht aktiv steuern müssen. Allerdings ist das die Grundproblematik von Gewohnheiten und Routinen. Sie liegen in unserem Unterbewusstsein und wenn wir die verändern wollen, dann kostet das Energie. Unser Gehirn möchte aber nur ungern zusätzlich Energie bereitstellen. Das Dilemma ist vorprogrammiert.

Jetzt nicht den Mut und den Kopf verlieren! Es ist alles möglich, was du dir vorstellen kannst. Es ist möglich Gewohnheiten zu verändern. Darüber werde ich in einem weiteren Blogartikel noch mal ausführlicher schreiben. Jetzt gehts mir erst ein mal darum, dass du dir klar machst, was du eigentlich verändern möchtest und vor allem warum? Jedes Ziel braucht ein klares Warum und eine klare Definition. Nenne es nicht Vorsatz, nenne es Ziel oder Fokus. Ein Ziel ist am Ende eines Weges, was bedeutet: Du darfst diesen Weg gehen! Der Weg wird nicht geradlinig verlaufen und auch nicht einfach sein. Denk da einfach an die Reise von Frodo nach Mordor (für alle die Herr der Ringe nicht gelesen oder gesehen haben: war lange und anstrengend, aber am Ende erfolgreich). Die war ja auch kein Zuckerschlecken und ohne Hilfe hätte er es nicht geschafft. So ähnlich ist das bei uns mit Zielen und Veränderungen im Leben. Es wird Tage geben, da verteufelst du die neue Gewohnheit oder dein Ziel und möchtest wieder zurück ins wohlig, warme Bekannte (Auenland ;-)). Das ist völlig normal. Halte durch und es wird leichter mit der Zeit.

Und weißt du was das Schöne ist? Wenn du am Ziel angekommen bist, gibt es ein neues Ziel. Da kommt einem natürlich der berühmte Satz: „Der Weg ist das Ziel“ in den Sinn. Genieße die Fortschritte und ärgere dich nicht so sehr über die Rückschläge, die werden nämlich kommen, entspann dich und fange mit einer Sache an und dreh deinen Alltag nicht von heute auf morgen auf links – damit wirst du keinen Erfolg haben. Es wird so sein wie bei so vielen, die sich im Januar beim Fitnessstudio anmelden, ab Februar dort nicht mehr aufkreuzen und sich dann irgendwann dem inneren Schweinehund ergeben.

Die andere gute Nachricht, die ich für dich habe ist: Du musst das nicht unbedingt nur im Januar machen. Wenn du diesen Artikel jetzt im Hochsommer liest und du möchtest etwas verändern, dann go for it! Du hast jeden Tag die Möglichkeit etwas zu verändern, was dir nicht mehr dient, was dich nicht mehr glücklich macht, was dir gesundheitlich schadet. Du musst nicht auf Silvester warten, fang einfach heute damit an – nicht morgen, sonst schiebst du es auch einfach nur fröhlich vor dir her.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!

Ich wünsche dir viel Freude und Kraft beim Reflektieren und beim Umsetzen.

Buchempfehlungen Instrumentalpädagogik

Ich wurde vor kurzem ganz lieb gebeten, doch mal einen Blogartikel hochzuladen mit Buchempfehlungen für Instrumentalpädagog*innen. Das mache ich natürlich sehr gerne und möchte hier auch direkt die dazugehörige Podcastfolge verlinken. Falls jetzt jemand sagt, ich höre lieber zu, anstatt zu lesen.

Fangen wir direkt an, mit dem Buch der Bücher. Jede*r, die ein Musikpädagogischen Studium absolviert hat kennt dieses Buch oder zumindest den Autoren. Lehren und Lernen im Instrumentalunterricht von Anselm Ernst.

Ein wirklich gutes Buch mit den gesamten Grundlagen zur Unterrichtsmethodik und Didaktik. Von der Unterrichtsvorbereitung bis zur Reflexion, sehr detailliert erklärt. Wie schreibt man einen Stundenentwurf? Worauf muss ich achten bei der Unterrichtsplanung? Wie führe ich den Unterricht in Gruppen durch? Worauf sollte man achten, wenn man im Unterricht hospitiert?

Diese und viele weitere Fragen werden hier beantwortet. Natürlich muss man dazu sagen, dass Buch ist von 1991 (1.Auflage), ich selbst benutze die 4. Auflage von 2012. Trotzdem ist natürlich das Thema Digitalisierung oder moderner Gedanken zur Pädagogik dort nicht bedacht. Es ist aber ein wirklich sehr gutes Lehrwerk. Ich habe es in meinem Pädagogik Studium komplett durchgearbeitet und viel theoretisches gelernt. Kommen wir zum nächsten Buch.

Erwachsene im Instrumentalunterricht von Reinhild Spiekermann.

Der Unterricht mit Erwachsenen Schüler*innen ist und bleibt was anderes, als mit 8-Jährigen süßen Stöpseln. Darüber braucht man nicht zu diskutieren. Es gibt Kolleg*innen, die arbeiten sogar lieber mit Erwachsenen Schüler*innen, obwohl ich finde, dass es auf der zwischenmenschlichen Ebene sehr herausfordern sein kann. Dieses Buch gibt einem einige gute Tipps und Anweisungen im Umgang mit Erwachsenen. Es gibt eine DVD, die dabei ist, in der man in Unterrichte reinschauen kann. Es ist wirklich sehr spannend, ich habe mich von dem Inhalt inspirieren lassen und bisher einige der Methoden und Tipps mit Erfolg angewendet.

Das nächste Buch liegt thematisch voll in meinem Lieblingsthema. Musiklernen herausgegeben von Wilfried Gruhn und Peter Röbke, zwei absolute Schwergewichte in dem Fachbereich. Diese Buch vereint verschiedene Artikel von sehr bekannten Autor*innen der Musikpädagogik und Musikmedizin. Ein paar Artikelüberschriften: „Hirnphysiologie musikalischen Lernens“ von Eckart Altenmüller, „Musiklernen in Institutionen“ von Wolfgang Lessing und Christine Stöger, „Einflüsse der Adoleszenz auf musikalische Lernbiografien“ von Monika Smetana und „Musikvermittlung“ von Hendrikje Mautner-Obst. Es ist ein großes Kompendium, was sich nicht nur auf Instrumentalpädagogik bezieht, sondern aufs Lernen generell. Meiner Meinung nach, sollte man als Instrumental- und Gesangspädagog*innen aber einen sehr guten Einblick darin haben, wie Lernen im Allgemeinen und Musik lernen funktioniert. Daher der Buchtipp 😉

Und das letzte und mittlerweile wichtigste Buch: Grundwissen Instrumentalpädagogik – Ein Wegweise für Studium und Beruf herausgegeben von Barbara Busch.

Das ist die aktuelle Bibel der Instruemtalpädagogik, könnte man sagen. Ein sehr neues Buch, von 2016, voll mit Beiträgen zu Themen wie z.B. Grundlagen der Instrumentalpädagogik, Neurowissenschaft, Auftrittsangst, Entwicklungspsychologie, Motivation und Lernen, Adressat*innen instrumentalpädagogischer Angebote, Didaktik, Kommunikation, Üben, Vorspiele konzipieren, Ensemblearbeit, Planung und Reflexion von Unterricht und wissenschaftliches Arbeiten im Kontext der Instrumentalpädagogik. Du merkst: ein häufen Holz! Das Buch umfasst knapp 480 Seiten und ist ein wahrer Schatz, vor allem für wissenschaftliches Arbeiten im Studium, aber auch als Absolvent*innen als Nachschlagewerk geeignet. Es ist zwar das teuerste von den Büchern, es steckt aber auch wirklich sehr viel Wissen drin. Bei uns und er Bibliothek, was dieses Buch trotz mehrfacher Exemplare gefühlt „Dauervergriffen“. Ich habe es mir zugelegt und bin sehr froh, immer wieder dort nachschlagen zu können.

Alle 4 Bücher kann ich sehr empfehlen und dürfen in einer guten Pädagogischen Hausbibliothek nicht fehlen.

Ich hoffe der Artikel war hilfreich und das ein oder andere Buch war dir noch nicht bekannt. Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und ggf. Lesen.

17 Semester später(Teil 2)

01.10.2015 – da waren wir stehen geblieben. Mein Umzug nach Wuppertal und der Beginn meines Studiums an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Wuppertal bei Prof. Dirk Peppel. Ehrlich gesagt, ich konnte es nicht ganz fassen, als ich die ersten Tage dort Seminare besuchte und meinen ersten offiziellen Unterricht bei Dirk. Ich lernte sehr viele wunderbare Menschen kennen, mit denen ich heute noch sehr engen Kontakt habe und für die ich so dankbar war und bin. Die Clique in die ich reinkam war ein absolut verrückter und lustiger Haufen. Wenn ich mich genau erinnere, habe ich in meinem ersten Studienjahr in Wuppertal das gemacht, was man als Studentin mit 21 eben so macht. Ich hab mir mehrfach die Woche die Kante gegeben und war mehr als einmal nach drei Uhr erst zu Hause und kam am nächsten Tag verschlafen, mit großer Tasse Kaffee, in der Hochschule an zum Üben. Da ich in den ersten zwei Semestern keinen Unterrichtsjob hatte, sondern „nur“ studiert habe – ja, das gab es auch mal – und ich wirklich nicht viel zu tun hatte, außer zu üben und ein paar wenige Seminare die Woche, war das auch ohne Probleme möglich.

Fragt nicht, was in dem Glas ist 😀

Mein Wohnheimszimmer indem ich zwei Jahre wohnte, war der absolute Jackpot. Ich habe im 7.Stock des Wohnheims gewohnt und den geilsten Ausblick auf Wuppertal genossen. Zu einem Hammerpreis und wie sich später herausstellte, wohnten einige aus der Musikhochschule in dem Wohnheimskomplex. Das war natürlich sehr angenehm und gerade wenn man sich mal einsam fühlte, kein Problem.

Mein erstes Studienjahr war vor allem davon geprägt, wie ich das schon erwartet habe, meinen Ansatz umzustellen. Jede*r Bläser*in, die das schon mal machen musste, weiß was ich meine: es war zum Kotzen! Es ist ein bisschen so, als würde man teilweise sein Instrument neu lernen und plötzlich gar nichts mehr auf die Kette bekommen. Ich wusste, das war unumgänglich, ich vertraute meinem Prof und bin heute sehr dankbar, denn mein Klang wäre heute nicht so wie er ist, ohne diese Ansatzumstellung. Stundenlanges Töne aushalten und daneben, ganz normal Etüden und Stücke spielen, in der Hoffnung, dass es sich irgendwann überträgt und der neue Ansatz von meiner Muskulatur als „normal“ eingestuft wird und nicht als etwas, was sich fremd und komisch anfühlt.

Neben den Seminaren und dem Unterricht, war mein Studium gefüllt mit Orchester und Kammermusik. Endlich! Ich sag euch, das erste Erlebnis in der Historischen Stadthalle Wuppertal aufzutreten … das war wirklich atemberaubend, zum Flöte spielen natürlich dezent kontraproduktiv. Da ich schon ein bisschen Erfahrung hatte, durfte ich bei der 2.Sinfonie von Beethoven auf der ersten Flöte spielen. Es war wunderschön und hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Aber was wesentlich lehrreicher ist, als im Hochschulorchester zu spielen, ist eine Aushilfe in einem professionellen Orchester. Ich bekam über den Kontakt meines Professors die Anfrage für ein Kinderkonzert in Aachen im Sinfonieorchester. Ursprünglich wollten sie einfach nur Zoom Tube als außergewöhnliches Werk für die Flöte haben, dann fragte mich die Dame am Telefon, ob ich mir vorstellen könnte auf der zweiten Flöte für das Konzert auszuhelfen. Ich war völlig aus dem Häuschen und habe natürlich zugesagt. Das Wochenende rückte näher mit den Proben und dem Konzert und als ich dann sehr nervös und aufgeregt nach Aachen fuhr um 7.40 Uhr (um pünktlich dort zu sein), stand ich im Proberaum plötzlich mit offenem Mund vor der Bläsergruppe: da saß Dirk auf der Ersten Flöte. Moment, dachte ich, wie kann das sein, ich habe gestern noch mit ihm telefoniert und er hat nichts gesagt. Wie sich herausstellte, hatte Aachen ihn wirklich sehr kurzfristig angerufen für die Aushilfe in dem Konzert und er sagte grinsend zu mir: „Na, ich muss doch schauen, was meine Studentin hier so treibt und ob sie gut vorbereitet ist.“ – Na Dankeschön, nur kein Druck …

Es war aber überhaupt kein Druck. Es war einfach nur geil neben ihm zu spielen. Ich habe in den zwei Proben und dem Konzert gefühlt mehr über Orchesterspielen gelernt, als in einem Jahr Studium. Mal abgesehen davon, dass es sehr spannend war meinem Prof mal in einer anderen Rolle und auch charakteristisch ganz anders zu erleben, war es sehr einfach und angenehm unter ihm auf der Zweiten zu spielen. Wenn irgendwer gut führen kann, dann Dirk. Das Programm war sehr schön, einiges kannte ich schon, anderes hatte ich im Vorhinein natürlich geübt. Mein Solobeitrag Zoom Tube kam beim Publikum super an und Dirk war auch ganz begeistert, wie ich mich von der zweiten Flöte vor auf die Bühne schälte und meine „Show abgezogen“ habe. Somit hatte ich meine erste professionelle Aushilfe im Orchester in meinem zweiten Semester absolviert und mein Ansatz war zu dem Zeitpunkt tatsächlich viel besser als noch zu Beginn meines Studiums.

Dirk hatte die Angewohnheit im Unterricht Methoden vorzustellen und zu sagen „Wenn du das durchziehst, es dauert vielleicht etwas, aber dann wird es klappen und zwar immer!“ – wisst ihr was? Er hatte Recht! Mit Mozart Konzerten genauso, wie mit meinem Ansatz, meiner Fingerhaltung und meinen anderen kleinen Baustellen. Ich habe über ein Jahr die Triller des D-Dur Flötenkonzerts langsam geübt. Täglich. Er sagte, irgendwann könne ich es im Schlaf und man kann es einfach so abfeuern im Probespiel oder im Konzert. Und was war? Es stimmte.

Nach meiner Zwischenprüfung begann ich Probespiele zu machen, mein erstes Probespiel war direkt eins hier in der Gegend. Ein Probespiel für eine Akademie. Ich ging in der Erwartung dorthin, nach der ersten Runde Sushi essen zu gehen, da ich es eh nicht weiter schaffen würde. Ich hatte mir auch nichts außer einer Banane mitgenommen, denn ich wollte ja danach Sushi essen gehen. Dann kam ich dran, als 12. und spielte meinen Mozart. Dirk hatte Recht, ich konnte es einfach abfeuern, ich hatte es ja tausende Male langsam geübt und meine starken Nerven aus Stahl taten ihr Übriges. Nach der ersten Runde wurde plötzlich meine Nummer aufgerufen für die zweite Runde … What? Ne. Ich geh doch jetzt Sushi essen, dachte ich. Ich fragte sogar noch mal nach, ich konnte es gar nicht glauben und war demnach auch überhaupt nicht darauf vorbereitet. Ich vergurkte dann eine Orchesterstelle, denn ich war wirklich nicht fokussiert darauf und immer noch überrascht. Aber hey, es war mein erstes Probespiel, ich war in der zweiten Runde und mir war bewusst, wie toll das ist und nicht selbstverständlich!

Mein erster Auftritt in Mainz mit Charlie – meiner damals neuen Flöte.

Ein anderes leidiges Thema in meinem Bachelorstudium war meine Flöte. Zu Beginn meines Studiums stellte sich heraus, mit was für einem Schrotthaufen ich die ganze Zeit gespielt hatte. In meiner zweiten Stunde sagte Dirk: „Gib das Ding mal her …“ – er probierte die Etüde auf der Flöte und scheiterte selbst daran. Er sagte mir dann, das Instrument könne in den Schrank, ich bräuchte ein neues Instrument. Ja geil. Von welchem Geld? Er lieh mir vorerst seine alte (Jochen) Mehnert Flöte, mit C-Fuß, auf der ich tatsächlich bis Mai 2018 spielte. Ich sparte mir einen Ast und wusste nach wenigen Wochen auf seiner alten Flöte, ich möchte auch eine Mehnert Flöte haben. Es spielte mir ein bisschen in die Karten, dass mein Partner mit dem Sohn der Firma Mehnert in der Berufsschule zusammen war und wir heute noch sehr engen und freundschaftlichen Kontakt zu dem wundervollen Familienbetrieb in Ottenbach haben. (Absolut unbezahlte Werbung, aber von Herzen)

Ende des Jahres 2017 verkaufte meine Oma ihr Haus und meine Eltern eröffneten mir, sie könnten mir ein Darlehen geben, damit ich mir die Flöte endlich kaufen konnte. Es fehlte mir allerdings noch ein ganzer Batzen Geld. An Weihnachten 2017 stand ich mit meiner lieben Omi am Buffet und sie fragte mich ganz unschuldig: „Schatz, was brauchst du denn noch für die Flöte?“ und ich nannte ihr den Betrag. Sie schaute mich liebevoll an und sagte mir: „Ich schenk es dir, du musst es mir nicht zurückzahlen, ich helfe dir gerne!“. Wie ich dann Rotz und Wasser geflennt habe, könnt ihr euch denken. Ich konnte wenige Tage später meine Flöte in Auftrag geben bei Mehnerts und im Mai 2018 holte ich sie ab! Mein Baby Charlie 🙂

Ab diesem Zeitpunkt mit Charlie ging es bei mir flötistisch noch mal steil bergauf. Natürlich muss man sich auf einem neuen Instrument erst mal zurecht finden und lernen es vollkommen zu kontrollieren, das hat auch einige Monate gedauert – aber dann …

Die zweite Hälfte meines Bachelorstudiums war geprägt durch Muggen, ein Duoabend mit meinem lieben Freund und Kollegen Leonardo Pedroza, sowie einem Soloabend, den ich selbst organisierte und mit tollen Kammermusikkollegen spielte. In der ganzen Zeit war ich hochschulpolitisch sehr aktiv, arbeitete in der Bibliothek und unterrichtete Privat sowie an privaten Musikschulen. Ich tanzte, wie man so schön sagt, auf sehr vielen Hochzeiten und hatte einen sehr strammen Zeitplan. Die Erkenntnis heute? Der Workload war so heftig, dass es ein Wunder ist, dass ich nicht im Burnout gelandet bin. Ich würde heute nicht mehr so viel machen und mir selbst erzählen, das muss so sein. Ich arbeitete wie eine Wahnsinnige und übte 2017 auch noch für die Aufnahmeprüfung für Klavier Pädagogik. Doppelte Übe(r)dosis.

Fragt mich nicht, wie ich das angestellt habe, ich weiß es selbst nicht mehr.

Wir befinden uns auf der Zielgeraden auf mein Bachelorabschluss, den ich 2019 im Juli gespielt habe. Über den und über meine Masterstudium unter Coronabedingungen berichte ich im dritten Teil des Blogartikels.

Fortsetzung folgt!